Computersystem warnt vor Infektionen bei Frühgeborenen

8. Jänner 2001, 12:07

24 Stunden bevor ein Arzt es erkennen könnte

Charlottesville - Wissenschaftler der University of Virginia haben ein Computersystem zur Infektionsfrüherkennung bei Frühgeborenen entwickelt. Das neue System erkennt Infektionen 24 Stunden bevor klinische Symptome für den Arzt sichtbar werden. Möglich gemacht wird diese Früherkennung durch die Überwachung der Herzfrequenz mit hochsensiblen Geräten. Pediatrics

Die Neonatologin Pamela Griffin erklärte gegenüber BBC online, dass Infektionen eine der Hauptursachen von Erkrankungen und Tod bei Neugeborenen seien. Besonders betroffen seien Frühgeborene. "Bis zu ein Viertel der sehr früh geborenen Kinder in Intensivstationen erkrankt an Infektionen, die ihre Sterblichkeitsrate verdoppeln und ihren Krankenhausaufenthalt deutlich verlängern."

Griffin ging gemeinsam mit dem Kardiologen Randall Moormann davon aus, dass bei den betroffenen Babys bereits vor der Erkrankung Veränderungen der Herzschläge vorhanden sind. Diese Veränderungen waren jedoch für die derzeit in Intensivstationen eingesetzten Geräte zu subtil. Unterstützt von Softwarespezialisten entwickelte das Team ein permanentes Überwachungsverfahren, für das die herkömmlichen Hautpflaster zur Überwachung der Herzfrequenz ausreichend sind. (pte)

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    foto: abc
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