Guineas Präsident beschuldigt seine Nachbarn

6. Jänner 2001, 09:24

Sie unterstützen angeblich die Rebellen im Lande.

Conakry/Nairobi - Guineas Präsident Lansana Conte hat die Staatschefs der westafrikanischen Nachbarländer scharf angegriffen und ihnen vorgeworfen, Rebellenaktivitäten in Guinea zu unterstützen. Im staatlichen Fernsehen sagte Conte am Freitagabend in Conakry: "Es gibt ein Syndikat afrikanischer Führer, die für die Rebellenangriffe an unseren Grenzen verantwortlich sind." Ausdrücklich nannte Conte Liberias Präsidenten Charles Taylor und Malis Staatschef Blaise Campoare.

Diese Führer seien an den Bodenschätzen Guineas interessiert, sagte Conte, der Mitte der Woche wegen der Spannungen mit den Nachbarn seinen Verteidigungsminister entlassen hatte und wahrscheinlich persönlich das Ressort übernehmen wird. Seit September haben Zusammenstöße von Guineas Armee mit Rebellengruppen zugenommen. Hunderte kamen dabei ums Leben. Auch Übergriffe der Bevölkerung auf Flüchtlinge aus Sierra Leone und Liberia haben sich gemehrt. Knapp eine halbe Million Flüchtlinge sollen sich in dem von Urwald durchzogenen Länderdreieck aufhalten. (APA/dpa)

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