Nach Ebola wird der Kongo von einem zweiten Virus heimgesucht

5. Jänner 2001, 12:38

Fünf von sechs infizierten Menschen sind an dem Ebola-ähnlichen Virus gestorben.

Kampala - Eine der Ebolaseuche ähnliche Krankheit ist in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Fünf von sechs infizierten Menschen seien gestorben, sagte Doktor Oladipo Walker der dpa am Freitag in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Die Krankheit sei im vergangenen Monat erstmals festgestellt worden.

Die Weltgesundheitsorganisation sei informiert und habe Fachleute in die Grenzregion von Bundibugyo (380 Kilometer westlich von Kampala) geschickt, um ein Übergreifen auf Uganda zu verhindern. Auch die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sei an Ort und Stelle.

In der Gegend um Bundibugyo operieren Rebellen, die von Sudan aus unterstützt werden. In der Grenzregion des Bürgerkriegsland Kongo mit Uganda leben zehntausende Flüchtlinge, deren genaue Aufenthaltsorte schwer zu bestimmen sind. Fachleute befürchteten deshalb eine mögliche schnelle Ausbreitung der wahrscheinlichen Virusinfektion. In Uganda sind an der Ebola nach offiziellen Angaben in den vergangenen drei Monaten 172 Menschen gestorben, 426 gelten als infiziert. (APA/dpa)

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