Waldelefanten im „kleinen Grenzverkehr“

15. Jänner 2001, 13:24

Im afrikanischen Dreiländereck wird den Tieren das Leben leichter gemacht.

Eine gute Nachricht zu Jahresbeginn: Kamerun, die Zentralafrikanische Republik und die Republik Kongo wollen ihre tropischen Wälder künftig grenzüberschreitend schützen. 28.000 Quadratkilometer Wald, eine Fläche so groß wie Belgien, soll durch die neue Form der Zusammenarbeit besser vor Wilderern und illegalen Holzfällern geschützt werden.

Das neue trinationale Schutzgebiet „Sangha“, umfasst die Nationalparke Lac Lobeke (Kamerun), Dzanga-Ndoki (Zentralafrikanische Republik) und Nouabale-Ndoki (Republik Kongo) und ist die Heimat zahlreicher selten gewordener Tierarten. Dazu gehören der afrikanische Waldelefant sowie bedrohte Menschenaffen wie der Flachlandgorilla und der - immer noch gejagte - Schimpanse.

Jährlich vernichten Brandrodung, Bergbau, Erdölgewinnung und räuberischer Holzeinschlag im Kongobecken, der zweitgrößten zusammenhängenden Tropenwaldfläche der Erde, vier Millionen Hektar Wald - und die bisher fehlende Kooperation zwischen den Staaten verschlimmerte die Situation noch deutlich. Die nun vereinbarte regionale Zusammenarbeit zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Waldressourcen soll dem Abhilfe verschaffen. „Die Unterzeichnung dieses Abkommens ist ein gewaltiger Fortschritt“, freut sich Uwe Klug vom WWF. „15 Jahre harter politischer Lobbyarbeit in Afrika zeigen Früchte.“ (WWF/red)

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