Wiener Börse berechnet mit iFG ihren zweiten Wachstumsindex

5. Jänner 2001, 13:01

Knapp die Hälfte der 37 berücksichtigten Unternehmen notieren in Wien

Wien - Die Wiener Börse AG berechnet seit wenigen Tagen einen weiteren Wachstumsindex neben dem Vienna Dynamic Index (ViDX). Der i-Finance-Growth-Index (iFG) berücksichtigt österreichische Wachstumsunternehmen unabhängig von ihrem Börseplatz. Zur Zeit sind das neben Wien vor allem der Neue Markt in Frankfurt, die EASDAQ in Brüssel sowie die Börse in Zürich. Im ViDX sind dagegen nur in Wien gelistete Unternehmen enthalten.

Mit der Berechnung und Verteilung des iFG durch die Wiener Börse werde nun auch das Aufsetzen von Finanzprodukten wie Indexzertifikaten oder Optionsscheinen auf den iFG möglich, hieß es am Donnerstag. Erste Produkte wurden bereits in Aussicht gestellt.

Preisindex umfasst derzeit 37 Unternehmen

Der kapitalgewichtete Preisindex iFG umfasst derzeit 37 Unternehmen, knapp die Hälfte davon notiert in Wien. Dividendenzahlungen werden im iFG nicht berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt real-time in Euro. Wie beim ATX fließen beim iFG die mit der Marktkapitalisierung gewichteten Kursveränderungen ein. Ab sofort wird der iFG ohne zusätzliche Gebühr über den Daten-feed der Wiener Börse AG mitgesendet. Die Wiener Börse bietet all ihre Daten integriert in einem Feed an (Xetra, ÖTOB, Indices).

Das "Wirtschaftsblatt" errechnet den iFG seit Februar 2000, der Startwert wurde per Ultimo 1999 mit 1.000 Punkten festgesetzt. Derzeit notiert das Kursbarometer bei 921 Zählern. Im März des Vorjahres erreichte der Index mit mehr als 2.000 Punkten seine bisherigen Höchststände. Die stärkste Gewichtung im Index weisen derzeit AT&S (13,2 Przent), SEZ Holding (11,3), BWT (9), Sanochemia (6,7) und EMTS Technologie (6,7 Prozent) auf.

Seit Mai 2000 berechnet die Wiener Börse ihren ViDX, der derzeit bei 994 Zählern notiert. Der Höchstwert wurde im Mai mit 1.756 Zählern erreicht. Am stärksten gewichtet sind die BWT (20,8 Prozent), die Telekom Austria (15,75 Prozent) und Palfinger mit 14,6 Prozent. (APA)

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    foto: boerse
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