Wie Headhunter zu persönlichen Career Angels mutieren

20. November 2001, 10:14
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Am Anfang jeder gezielten Karriereplanung steht die Marktanalyse.

Das ist auf der einen Seite eine objektive Evaluierung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen und auf der anderen Seite eine eingehende Analyse der potenziellen Arbeitgeber. In der Telekombranche etwa gilt es festzustellen, wer die Keyplayer von heute sind und wer auch in Zukunft noch am Markt sein wird.

Je präziser die eigenen Vorstellungen über den künftigen Job sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Headhunter zum Career Angel wird. Wer keine eigenen Wünsche äußert und sich uninformiert zeigt, läuft hingegen Gefahr, von Personalberatern an weniger interessante Kunden vermittelt zu werden.

Auf den richtigen Headhunter kommt man unter anderem durch Umfragen im Bekannten und Kollegenkreis: Wer hat in letzter Zeit einen interessanten Jobwechsel absolviert, wer hat ihm dabei geholfen? Grundsätzlich sind Headhunter emsige Veranstaltungsbesucher, das Netzwerke und Kommunikation zu ihrem täglichen Brot gehören. So lassen sich im entspannten Gespräch bei einem Branchen-Event wertvolle Erstkontakte knüpfen. - ’Die entsprechenden Qualifikationen vorausgesetzt, ist ein geziel 2. Spalte ter Anruf bei einer bestimmten Person - im entsprechenden Consultingunternehmen in der Regel erfolgreich. Das gilt nicht nur für Akademiker, denn in der New Economy kommt es viel mehr auf Kompetenzen an, als auf Titel, die meist nicht einmal auf die Visitkarten gedruckt werden.

Bei einem anschließenden persönlichen Gespräch gilt es, die Karten auf den Tisch zu legen und eine gemeinsame Strategie zu ersinnen: Diese beinhaltet Funktion, erzielbares Gehalt, Einsatzort und die Auswahl möglicher Arbeitgeber, sowie den Zeitpunkt und die Art der Präsentation. Dann gilt: Bitte warten! Aber das Jobkarussel dreht sich emsig. Um in Evidenz zu bleiben, gilt es jetzt, sich immer wieder in Erinnerung zu bringen.

Auch wenn es zu einem neuen Arbeitsverhältnis gekommen ist, sollte weiterhin Kontakt gehalten werden. Denn, wenn etwas nicht zur Zufriedenheit des Kandidaten läuft, kann der Headhunter etwa mit einem "so war da aber nicht ausgemacht" intervenieren.

Mag. Eva Trckova

Die Autorin ist Mitglied der Geschäftsleitung von Plaut Personalberatung und New Economy-Spezialistin. Am 26.1. fungiert sie als Referentin und Coach in Johanna Zugmanns Karriere-Lounge.

Ausführlicher Artikel zur Karriere Lounge am 26. 1. 2001.

Je präziser die eigenen Vorstellungen über den künftigen Job sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Headhunter zum Career Angel wird.
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