Australische Industrie will Kängurufleisch-Konsum steigern

3. Jänner 2001, 11:36

Geschmack ähnelt dem von Rindfleisch

Canberra - Die australische Kängurufleisch-Industrie will mehr Landsleute auf den Geschmack ihres Nationaltieres bringen. Mit einer Steuer auf jedes für den Verzehr getötete Känguru soll eine Werbe- und Forschungskampagne finanziert werden, um den Fleischkonsum zu erhöhen.

Bisher exportiert Australien rund drei Mal mehr Kängurufleisch als im eigenen Land verzehrt wird.

In Australien kommt Kängurufleisch selten auf den Teller

Hauptabnehmer für das Fleisch, dessen Geschmack dem von Rindfleisch ähnelt, ist Westeuropa. "In Europa gehört Känguru zum traditionellen Wild-Fleischmarkt", erklärte Verbandssprecher John Kelly. "Dort gibt es eine etablierte Küche." In Australien, wo in den meisten Landesteilen der Verkauf von Kängurufleisch erst seit 1993 erlaubt ist, seien lebende Kängurus zwar an vielen Orten ein normaler Anblick, allerdings finde man sie nur selten auf dem Teller.

Drei Millionen Kängurus werden im Jahr geschlachtet

Jährlich werden in Australien rund drei Millionen der Beuteltiere geschlachtet. In die Niederlande werden 500 Tonnen, nach Frankreich 280 Tonnen und nach Deutschland 200 Tonnen Kängurufleisch exportiert. (APA/AP)

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    foto: zoo-hannover.de
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