Enquete zu "Taxi Orange" im ORF

2. Jänner 2001, 13:22

Experten diskutieren am 11.1. über das Reality-TV-Format - Entscheidung über Fortführung muss noch warten

75 Tage lang zeigte der ORF die Reality-Soap "Taxi Orange" und sorgte damit von Beginn an für erregte Diskussionen zwischen Gegnern und Befürwortern. Mehr als 2.000 Pressemeldungen in in- und ausländischen Zeitungen zählte die ORF-Pressestelle zu diesem Thema. Um Experten eine Plattform zur Diskussion über dieses Reality-TV-Format zu bieten, lädt der ORF am Donnerstag, dem 11. Jänner 2001, zur "Taxi Orange"-Enquete ins ORF-Zentrum.

Umfrageergebnisse

Nun gab der ORF das genaue Programm der Enquete im ORF-Zentrum bekannt. Die Meinungsforscher Rudolf Bretschneider und Johannes Hawlik erstmals Umfrageergebnisse zu "Taxi Orange" präsentieren. Der Hamburger Publizist Roger Willemsen und der Wiener Philosoph Herbert Hrachovec beleuchten das Phänomen "Reality-Show" aus gesellschaftspolitischer Sicht. Jens Richter, internationaler Vertriebsleiter der Kirch-Gruppe, spricht über den weltweiten Boom von Reality-TV. Max Friedrich bringt Aspekte zur Faszination von Reality-TV-Formaten aus jugendpsychiatrischer Sicht ein. Moderator ist Roland Adrowitzer.

Die Entscheidung, ob "Taxi Orange" fortgesetzt wird, werde erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, teilte die ORF-Pressestelle mit. Das erklärte Ziel des Senders, junge österreichische Seher mit "Taxi Orange" von "Big Brother 2" wieder zurückzuholen, sei jedoch klar erreicht worden: 64 "Taxi Orange"-Sendungen im Hauptabend sahen im Durchschnitt 654.000 Zuschauer (9,7 Prozent Reichweite, 29 Prozent Marktanteil national). Der Marktanteil in der jungen Zielgruppe betrug im Durchschnitt 46 Prozent. (APA)

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    foto: orf
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