Der Incubator - Ein Brutkasten für StartUps

29. Juli 2004, 14:35
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Um Zeit zu sparen, stellen Incubatorunternehmen Infrastruktur und Know-how zur Verfügung

Startups sind von Zeit zu Zeit verletzlich wie Neugeborene. Und damit sie dennoch überleben, kommen sie in den Brutkasten, wo sie aufgepäppelt werden.

Die Idee

Es ist aufreibend, mühsam und kostet Zeit. Manchmal zu viel Zeit. Zeit, die den Erfolg kosten kann. Gründer mit zündenden Ideen in Neuen Medien sollten keinen kostbaren Moment darauf verschwenden, eine Büroausstattung zu suchen, Rechtsanwälte zu angeln, Personal zu akquirieren oder Kommunikation zu organisieren. Im "Incubator", dem Brutkasten, ist alles schon da: Ein Investor stellt den Gründern alles, was sie brauchen, zur Verfügung.

Katalysatoren für Gründungen

Im System Silicon-Valley dienen Inkubatoren seit zehn Jahren als Katalysatoren für Unternehmensgründungen. Aus einem Dutzend seien in den USA binnen neun Jahren 600 geworden. Neben komfortablen Bürolofts, deren Räume flexibel veränderbar sind, werden die Frischlinge mit Venture Capital (bis zu 90 Prozent des Firmenkapitals) versorgt und profitieren von der Managementerfahrung und dem Netzwerk der erfahrenen Geburtshelfer.

Anfänger können hier von null auf 100 beschleunigen - ohne Warmlaufphase. Das spart viel Zeit und das zählt. Denn zwei Wochen schneller zu sein, kann im Internetgeschäft entscheidend sein. Der Brutkasten verkürzt die Time-to-Market-Phase für junge StartUps entscheidend.

Erfahrungen junger Gründer

Als ein Gründerunternehmen vor kurzer Zeit loslegte, waren sie gerade mal zwei Personen. "Wir dachten bei maximal acht Leuten ist Schluss, aber schnell wurden wir 20, erzählt einer der beiden. Als die Aufbauphase abgeschlossen war, schmolz die Mannschaft wieder auf 15 Leute zusammen. "Wären die Räume hier nicht flexibel belegbar, wäre uns das teuer zu stehen gekommen und wir hätten mit ständigem Umorganisieren viel Zeit verloren." Wichtiger aber noch sei die Kontaktanbahnung zu Partnern und Kunden: "Da sind sie hier ungeheuer schnell, ein gutes Netzwerk".

Der Incubator ist Mitunternehmer

Das Incubator-Unternehmen ist aber kein gemeinnütziger Verein mit ausgeprägtem altruistischen Hintergrund, sondern es ist Mitunternehmer. Die Gründer sind also vorerst Mitgesellschafter ihres Unternehmens. Ihren Gewinn erzielt die zu diesem Zweck gegründete AG ausschließlich durch Steigerung des Unternehmenswertes. Teilweise sind die Brutkastenväter mit über 50 Prozent an den StartUp-Zöglingen beteiligt.

Sie ziehen keinen Profit aus der Miete, bekommen keine Provisionen und kein Honorar für die Beratung. Wird mehr Kapital gebraucht, werden andere Investoren angezapft. Vielleicht ermutigt dies ja bald Nachahmer.

Incubator in Österreich

Incubator sind sogenannte Web-Brutkasten, die dafür sorgen, dass eine Web-Site, ein e-shop, eine e-commerce Lösung strategisch durchdacht, konzipiert, umgesetzt und betrieben werden.

diamond: dogs Kontakt:
Porzellangasse 3, A-1090 Wien, Telefon: 3156721

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