HPM verzichtet auf Kandidatur

Redaktion
16. Juli 2008, 10:06
  • Der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin wird nicht bei den Nationalratswahlen antreten. Martin verzichtet sowohl auf eine Kandidatur gemeinsam mit Dinkhauser als auch auf ein Antreten mit einer eigenen Liste.
    foto: standard/andy urban

    Der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin wird nicht bei den Nationalratswahlen antreten. Martin verzichtet sowohl auf eine Kandidatur gemeinsam mit Dinkhauser als auch auf ein Antreten mit einer eigenen Liste.

Hans-Peter Martin will weder mit eigener Liste noch unter der Liste Fritz antreten, sondern sich voll auf die EU-Wahl konzentrieren

Wien - Der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin wird nicht bei den Nationalratswahlen antreten. Martin verzichtet sowohl auf eine Kandidatur gemeinsam mit dem Tiroler ÖVP-Rebellen Fritz Dinkhauser als auch auf ein Antreten mit einer eigenen Liste. Grund sei, dass er sich voll auf die Europäische Union konzentriere. Er habe seine Entscheidung Dinkhauser bereits mitgeteilt. Dinkhauser war zunächst auf Anfrage der APA nicht erreichbar. Ein für Mittwoch vormittag anberaumtes Gespräch zwischen Dinkhauser und Martin dürfte damit wohl nicht mehr zustande kommen.

Nach der gemeinsam vereinbarten "Nachdenkpause" nach den ersten Gesprächen in Innsbruck über eine allfällige gemeinsame Kandidatur bei den Nationalratswahlen sagt Martin in einer Aussendung: "Wir haben ja beide festgestellt, dass die persönliche Chemie zwischen uns stimmen würde und wir unsere bisherige Lebensleistung schätzen. Wir beide treten für ein soziales, gerechtes Österreich ein. Doch nach einer Reihe von Hintergrundgesprächen und Sondierungen werde ich bei der bevorstehenden Nationalratswahl nicht als Kandidat zur Verfügung stehen. Dies habe ich Fritz Dinkhauser heute morgen in einem einstündigen Telefonat inhaltlich erläutert".

"Pro-Europäer"

Martin: "Mein Arbeitsschwerpunkt ist und bleibt die Europäische Union". Er habe bei der vergangenen EU-Wahl 2004 insgesamt 14 Prozent der Stimmen erreicht. "Gerade als Pro-Europäer, der sich bemüht, auf medial internationaler Ebene die Fehlentwicklungen und Missstände in der EU seit vielen Jahren aufzuzeigen und zu bekämpfen, gibt es jetzt erst recht ungeheuerlich viel zu tun. Neue EU-Milliardenverschwendungen zeichnen sich ab", so der EU-Abgeordnete.

"Demokratische Kräfte unterstützen"

Vor allem durch die aktuelle Ankündigung des gegenwärtigen EU-Ratspräsidenten und französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, dass er die Iren zu einem zweiten Referendum über den EU-Reformvertrag drängen wolle, "werde ich mich nun unverzüglich wieder auf diesen Lissabonner Vertrag konzentrieren: Er schadet den europäischen Idealen von Demokratie, politischer Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit. Statt diesen Vertrag zu akzeptieren, sollten gerade wir konstruktiven EU-Kritiker eine kühne europäische Demokratie wagen". Es sei nun wichtig, jene demokratischen Kräfte zu unterstützen, die verhindern wollten, dass das jüngste Nein der Iren in der EU nicht akzeptiert wird, so Martin.

Für Dinkhauser dadurch kein Rückschlag

Die Absage ist für Bürgerlisten-Chef Fritz Dinkhauser kein Rückschlag. "Er hat reflektiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass er sich auf die EU-Politik konzentrieren möchte. Das ist zu akzeptieren", sagte Dinkhauser im Gespräch mit der APA.

Die Verbindung zwischen ihnen bleibe die gleiche. "Wir haben das gleiche Ziel, gehen aber einen anderen Weg", kommentierte er das Nein von Martin. Als Rückschlag für eine bundesweite Kandidatur empfinde er Martins Rückzug nicht. Martin sei auf ihn zurückgekommen. Das Interesse mit der Liste Fritz zusammenzuarbeiten sei österreichweit nach wie vor "enorm". Er sei nicht der Rufer, sondern der Gerufene.

Sein Problem sei vielmehr, dass die meisten "nicht nur das Rezept wollen, sondern auch gleich den Koch dazu", erklärte er. Es gebe viele Mitläufer, aber wenige Mitkämpfer und Mitzahler. Vom Tisch sei ein österreichweiter Antritt aber auf keinen Fall. Am Wochenende werde er sich wieder in Wien mit Interessenten Treffen. In den nächsten zwei Wochen soll dann eine endgültige Entscheidung fallen, ob ein österreichweiter Antritt zustande kommt, oder nicht, gab Dinkhauser an. (APA)

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gegen "die" kommst sowieso nicht an. machs lieber wie andere, schreib ein paar bücher.

Die Rentabilität der Nischen-Politik ist mit dem Wiedereintritt vom LIF, dem erstarken der Tirol-Aktivisten, dem Dauerbrenner blaues Krokodil und oranger Tintifax unter jene des einfachen EU-Absitzens gefallen.

Nächster Tagespunkt?

wahrscheinlich hat er Angst...

vor Verantwortung....

- ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein ist anfänglich interessant, aber mit der Zeit nervt es, das werden die Österreicher im EU- Wahlkampf 2009 schon noch erkennen.

HPM ist der BESTE Mann in Brüssel, leider nur 1 Ehrlicher!

Ja, der is so super, den verdienen wir gar nicht. Hoffentlich bleibt er dort wo er ist und kommt nie mehr zurück.

Bei seinem Umgang mit Mitstreitern wird er wohl auch allein bleiben.

martin und ehrlich?

warum?

weil er spesen ergaunert hat?
weil er abrechnungen gefälscht hat?
weil er gegen die eu hetzt und agitiert, aber sich dafür von der eu teuer entlohnen lässt?
weil er ihren anit-eu-komplex füttert und nährt?

auf www.ots.at

"Die gezielten Denunzierungen haben ihren Ursprung in der Kandidatur Martins in Wien als Spitzenkandidat für die SPÖ bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 1999. Schon damals schrieben Michael Köhlmeier, Peter Turrini, Robert Schindel und Willi
Resetarits in einem gemeinsamen Leserbrief an das Magazin "Profil":"Seit Hans-Peter Martin zum SPÖ-Kandidaten für das Europäische Parlament nominiert wurde, wird gesagt und geschrieben, dass er ein 'grüner Khmer', ein 'Wahnverfolgter' sei und keine Freunde habe. Er wird also mit Massenmördern in Verbindung gebracht, isoliert und zum
Geisteskranken erklärt. Merken diejenigen, die solches tun, nicht, dass auch in der Sprache Krieg und Vertreibung stattfinden können?"

Also ich kenn den HPM schon seit er in Bregenz als Gymnasiast die Schülerzeitung "Rote Rübe" gemacht hat. Er ist ein talentierter Egomane. Und als KronZ-gestützter Populist wenigstens kein Rassist. Würd ihn zwar nicht wählen, aber da gibts schlimmere Marktschreier in dem politischen Segment als ihn.

eine mitleidsstory?

www.ots:
die mitarbeiter von hpm setzen sich für ihn ein:
Nicole Baumgartner, Kärnten
Jens-Peter Bonde, Kopenhagen
Mag. Rene Blassnik, Kärnten
Karl Danskin, San Francisco
Hartmut Deutschmann, Tübingen
usw.
toll!
wo bleiben eigentlich turrini etc., die da von 1999 zitiert werden?
und: was soll das aus dem jahr 1999 beweisen?
damals hat ihn nicht mal die spö diffamiert! jetzt aber sind diese plötzlich die bösen.

hpm ist politisch nichts geworden, hat in wirklichkeit keine nennbaren verbündete. liegen nicht darin leicht nachvollziehbare gründe für seine rundumschläge als kolumnist, der in "der richtigen zeitung" sich austoben darf?
er verkraftet als ausgesprochener egomane nicht die persönlichen enttäuschungen.

dinkhauser/martin

was die natur durch einen berg getrennt hat, soll der mensch nicht zusammenfügen ;-))

Ein entlarvendes Foto: der personifizierte Ungustl !

Hoffentlich kandidiert er weit, weit weg !

Die Krone hätte sich eh schwer getan

Wahlkampf für HPM und Faymann zu führen.

mag sein, dass ihm bedeutet wurde, die unterstützung werde diesmal weniger enthusiastisch ausfallen.

ist eh besser so

herr martin... sie sollten nicht einmal um eine Wurstsemmel zum Billa gehen, weil das schaffen sie ja auch nicht

haben Sie auch etwas zu verbergen, sind Sie ein .....

Wer ihn kennt

hat in satt. Das hat sich wahrscheinlich inzwischen bis zu ihm durchgesprochen.

Haette mich sehr gewundert, wenn Dinkhauser

tatsaechlich mit Martin zusammengegangen waere.

Dinkhauser mag ebenfalls ein Egomane sein, aber er ist nicht dumm.

Jemanden ins Boot zu holen, der einen derart gestoerten Umgang mit (fremdem) Geld hat, das waere Harakiri mit Anlauf.

geld duerfte auch der ausschlaggebende Grund der Nichtkooperation sein: Zwischen den Zeilen ist herauszulesen, dass Martin auf Dinkhausers erfolgswelle mitreiten wollte, aber finanzieren haette alles der Dinkh. muessen, ohne Beitrag des geldgierigen Martin...

Herr Martin hat sehr von seinem privaten Vermögen in ein politisches projekt gesteckt, das man nur unterstüzen kann. Gierig sind die SPÖ-EU-Abgeordneten die Luxuspensionen beziehen. Herbert Bösch zum Beispiel. Oder auch eine Frau Resedarits, die über eine Holzfirma die Sekretariatszulage in die eigene Tasche wirtschaftet. (siehe: www.europa-transparent.eu)

nur, weil etwas im internet steht, ist es deshalb nicht objektiv oder nicht interessengeleitet...

Was fuer ein larmoyanter Unsinn! Martin hat seine Finanzen nicht in Ordnung.

Als er mit finanziellen Missbrauchsvorwuerfen konfrontiert wurde, redete er sich auf alle moeglichen Leute hinaus (seine Steuerberatungskanzlei, welche er allerdings nicht von der Verschwiegenheitspflicht entband, sodass diese auf Martins massive Anwuerfe reagieren haette koennen)...

Alle waren im Irrtum laut Martin, nur er selbst konnte nichts fuer die gelaufenen Malversationen.

Wie will der Kasperl denn ein Vertreter des Volkes sein, wenn er nicht einmal sich selbst vertreten, wenn er nicht einmal seine eigenen Finanzen sauber und transparent in Ordnung halten kann?

Martin weiss alles besser in Bezug auf Andere; nur bei sich selbst kennt er sich nicht so aus und redet sich auf Andere raus.
So eine Witzfigur.

Sie armes Würstchen

müssen hier im Forum Lügen verbreiten. Sie machen wohl ihre Hausaufgaben nicht. Auf seine Steuerberaterkanzlei ausreden - das hat sich vor Kurzem vor Gericht entschieden, Matznetter verloren und HPM gewonnen. So schauts aus.

geh'n s', helfen's uns doch mit der wahrheit, bitte:...

...wird das zuviel ausbezahlte geld jetzt zurueckbezahlt? oder vielleicht vom parlamentskassier einbehalten?

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