Datenschutz: Österreicher laut Umfrage unwissend und sorglos

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Oekonsult-Chef: Ohnmachtsgefühl gegenüber "Big Brother"

Gestohlene Regierungsnotebooks, versehentliche Veröffentlichung von Bürgerdaten durch Behörden, Bespitzelung von Mitarbeitern, Diebstahl von detaillierten Kundendaten: Nur 60 Prozent der Österreicher sind durch solche Vorfälle laut einer der APA vorliegenden Oekonsult-Umfrage mehr oder weniger beunruhigt. In Sachen Datenschutz und -sicherheit herrscht hierzulande trotz Unwissens und Unbehagens Sorglosigkeit. "Mangelndes Wissen und und öffentliche Dialogarmut führen zur Resignation", begründete Oekonsult-Chef Joshi Schillhab die Ergebnisse.

Keine vier Prozent bezeichneten sich selbst als "voll und ganz" firm

Datenschutz und Überwachung sind die für meisten der 1.213 befragten Personen (Sample: österreichische Wohnbevölkerung ab 16) ein weitgehend unbekanntes Terrain. Keine vier Prozent bezeichneten sich selbst als "voll und ganz" firm. 26 Prozent betonten, sie hätten absolut keine Ahnung von Datenschutzbestimmungen in Österreich. Insgesamt bekannten sich 77 Prozent als mehr oder weniger ahnungslos. Die große Mehrheit (92 Prozent) weiß nicht, ob bzw. wer Daten über sie sammelt, 70 Prozent gaben dies unumwunden (Stufe sechs von sechs) zu.

93 Prozent

Auch Zweck und Ziel der angehäuften Datenmengen blieb 93 Prozent der Teilnehmer mehr oder weniger verschlossen. Weniger als drei Prozent der Befragten sagten, sie wüssten ganz genau, wo sie Einblick in eventuelle Datenspeicherungen verlangen könnten. 38 Prozent war dagegen überhaupt nicht bekannt, wo sie sich diesbezüglich erkundigen können.

Diese "Ohnmacht" der Österreicher hat laut Schillhab dazu geführt, Überwachung "zur Normalität werden zu lassen". Laut Umfrage haben sich 55 Prozent der Österreicher schon daran gewöhnt, überall durch Videokameras gefilmt zu werden. 39 Prozent stimmten der Aussage, der "Gläserne Bürger" sei längst Realität und ein Kampf dagegen "sinnlos und naiv", mehr oder weniger stark zu, 18 Prozent wehrten sich dagegen mit Nachdruck. Insgesamt meinten 55 Prozent, gegen "Big Brother" könne man sich weder wehren noch schützen.

Politik

Trotz dieser defensiven Haltung wurde der politische Legitimierungsversuch, wonach Datensammlung und Überwachung die Bürger vor Terrorismus schütze, von 78 Prozent der Befragten mehr oder weniger zurückgewiesen. Nur knappe drei Prozent schenkten dieser Argumentation volle Glaubwürdigkeit. Außerdem meinten 69 Prozent der Befragten, der Staat tendiere grundsätzlich dazu, alles über möglichst alle Bürger in Erfahrung zu bringen. 23 Prozent stimmten dieser Aussage vorbehaltlos zu. Der heimischen Wirtschaft wurde hingegen von fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) attestiert, Datenschutz in mit großer Professionalität ernst zu nehmen.

76 Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Meinung, die Bevölkerung sei nicht ausreichend über Datenschutz, Missbrauchsrisiken und rechtliche Gegebenheiten informiert. "Das Thema Datenschutz ist zur Insider-Diskussion verkommen", konstatierte Schillhab. Die Gesellschaft hätte deshalb einen großen Nachholbedarf an Aufklärung.(APA)

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unter schwarz/rot und schwarz/blau

wurde erfolgreich eine politisch und sozial verwahrloste bevölkerung herangezüchtet ..

demokratie - was ist das? meinungsfreiheit - wozu brauch ich die? usw. ..

dieses pack soll nur verlieren, was ihnen in den schoß gelegt wurde, denn wer nicht bereit dazu ist, für die eigenen rechte zu kämpfen, hat sie nicht verdient ..

hoffentlich werden die österreicherInnen in den nächsten jahrzehnten (klimawandel, kampf um ressourcen usw.) so wirklich platt gemacht .. verdient hätten sie es alle ..

Hatten wir schon mal

Internetüberwchung, Überwachungskameras, Fingerabdrücke, Retina Scans u.s.w.

klingt irgendwie ähnlich wie vor rd. 65 Jahren.
Order hat Orwell sich lediglich im Datum geirrt ?

Aber macht euch keine Sorgen liebe Bürger, Vater Staat nimmt euch alle Sorgen und Plichten ab, solange ihr genau so tut wie man sich das in unseren demokratisch gewählten Regimen so vorstellt. Aber tuts nicht anders, sonst erwischens euch subversive Elemente mit der Onlineüberwachung

Ich persönlich geh mich mal kurz übergeben, ciao !

ich glaub, orwell hat nur die damals aktuelle jahreszahl umgedreht ;)

Das größte Glück für die Herrschenden ist die Dummheit der Beherrschten.

Die kommt ja nicht von ungefähr! Wie sollst du komplexe Verhältnisse verstehen wenn du ein Leben lang in Angst gehalten wirst und dir jegliche Bildung und Information vorenthalten wird?

heutzutage gibt es genug Quellen die Alternative Infos anbieten wie z.b. infokrieg.tv oder net-news-global.de/
oder nuoviso.de oder Blogger wie http://alles-schallundrauch.blogspot.com/ haben wichtige Infos auf die man in der schwarzen Verblödungsmaschine im Wohnzimmer lange warten kann!
Man muss halt seine eigene Faulheit bekämpfen, wenn einem die Wahrheit das Wert ist.

"Datenschutz: Österreicher laut Umfrage unwissend und sorglos "

wundert mich nicht!

Liegt hauptsächlich an den Printmedien und dem Fernsehen, die sich mit diesen Spionagegesetzen und deren Folgen äusserst bedeckt halten und damit den Personenkreis der mit dem Internet wenig bis gar keine Berührung hat nicht erreicht.

Mit Aufklärung/Berichterstattung im Internet erreicht man nur, dass eine kleine Gruppe gut informiert ist und eine demokratische Mehrheit schlecht!.

Absicht?

die österreichische medienlandschaft ..

war schon immer ein jammertal .. wer in andere länder reist oder nur nach deutschland blickt - dort gibts eine vielfältigere medien- und meinungslandschaft und sogar im lokalradio unterhaltung und informationen auf hohem niveau ..

dort ist die einstellung von größeren teilen der bevölkerung einfach ganz anders, dort gibt es eine bürgerliche schicht, die etwas mit den begriffen demokratie und meinungsfreiheit anzufangen weiß und denen es bewußt ist, wie bedeutend diese themen sind ..

in österreich die kleinen rülpser der selbsternannten "zivilgesellschaft", die sind doch lächerlich .. und wenn es wo zirkel gibt, die sich damit auseinandersetzen handelt es sich um eine hand voll alternder künstlerInnen und intellektueller

Garantiert Absicht! Mediengehirnwäsche mit Sinnlosnews für die breite Masse. Die Propaganda Maschinerie läuft wieder schleichend an.
Einen guten Film darüber gibts hier: http://infokrieg.tv/zeitgeist... utsch.html

Daten sind notwendig!

Es ist nun mal notwendig Daten zu sammeln, um die Bürger besser beschützen zu können. Diese selbsernannten Robin Hoods des Datenschutzes haben es ja leicht. Sie müssen ja keine Bürger vor den diversen Terrorgruppen schützen. Die sind einfach gegen alles und wenn's dann brennt, dann zeigt man mit dem Finger auf die Polizei. Typisch Politiker.

grün von mir in der hoffnung auf schlecht gemachten sarkasmus gestoßen zu sein anders kann ichs mir nicht erklären

daten sammeln ist nur gut!!! ... ich habe mich zb. vor den kleider-bauer tierrechtlern

... auch immer so fest gefuerchtet wenn ich vorbeigegangen bin - die wollten mir immer flugzettel geben diese miesen mafiosi!!!

gut das sie jetzt weggesperrt sind, schliesslich ist die stadt fuer alle^H^H^H^H^H^H die braven & ehrlichen leut da die nix zu verstecken haben!!!

hmmm ...

wenn das Ironie gewesen sein sollte, ging sie ordentlich in die Hose, ansonsten darf ich Ihnen das hier ans Herz legen:

"Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren"

[Benjamin Franklin]

"...hat keines von beiden verdient."

Nehmen Sie sich Zeit...

und 'ergötzen' Sie sich an folgendem:

http://video.google.de/videosear... lity&src=3

Hab´s schon mal so einem wie Ihnen gepostet:

Wer glaubt, das die Datensammelwut irgendwas mit dem Schutz vor Terrorismus zu tun hat, sollte mal ein bisschen Geschichte lernen. Dann sieht man auch wer die wahren Verbrecher und Massenmörder sind, und die ganzen Massaker an Juden (Hitler), Muschiks (Stalin), Konterrevolutionären (Mao), Brillenträgern (Pol Pot) etc etc haben sich alle im Rahmen einer staatlich sanktionierten Legalität abgespielt.

Nebenbei, für die Dauerterrorausländerkriminalitätsroteflutängstlichen: z´Tod g´fiacht is holt aa gsturbn...

Sind Sie auch so einer, der der Meinung ist, dass man gar keine Polizei brauche, weil eh alle so brav sind? Ach wo, schaffen wir die Polizei einfach ab! Dann schnüffelt keiner mehr lästig herum! Unschuldige Bürger bleiben so vor der Polizei verschont. Und die Verbrecher natülich auch. Aber die gibts ja eh nicht. Die definieren wir einfach weg.

Wenn der Staat sagt,

wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten, kann man sich sicher sein, dass der Staat etwas zu verbergen hat.

Im von Ihnen offensichtlich nicht verstandenen Posting habe ich dargelegt, dass es die Exekutive war, die im Auftrag der von mir zitierten Persönlichkeiten die Massenmorde an etwa 100 Mio Menschen (Mao als Rekordhalter) durchgeführt hat, alles ganz im Rahmen der Legalität. Wenn sie glauben, dass die Datensammlerei gemacht wird, um Sie vor Kriminellen zu schützen, träumen Sie weiter, was Schutz vor Kriminalität betrifft, sch.. der Staat auf Sie, im Gegenteil, wer sich fürchtet, ist ein besserer Staatsbürger, Sie machens ja vor.

Die Exekutive...

Nur Transparenz verhindert, dass es zu einem totalitären Staat kommt, nicht das Totalverbot der Datensammelei. Ein solches Verbot macht nur die Arbeit der Polizei teurer.

Transparenz bedeutet, dass Betroffene zwingend darüber informiert werden müssen, dass sie abgehört wurden. Beispielsweise durch eine automatische Information der Betroffenen über alle Abfragen zu ihrer Person durch die Datenschutzkommission (die die Systeme überwacht).

Das ist nötig, damit der Bürger seine Rechte wahren kann. Und diese Verpflichtung nimmt die handelnden Personen in die Verantwortung. Abfragen ohne Grund können damit schnell zu Verfahren wegen Amtsmißbrauch führen.

Hausmeister,

"Transparenz bedeutet, dass Betroffene zwingend darüber informiert werden müssen, dass sie abgehört wurden."

Also da ich sie nicht kenne vermute ich mal sie sind ein von der Elite genmanipulierter Vorzeigesklave.

Ich hoffe es gibt nicht viele von ihrer Sorte, weil sie sind eine Gefahr für all die Menschen denen FREIHEIT noch was bedeutet!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und diese Antwort sollte nun was aussagen? Mir fällt auf, dass hier doch einge Leute viel schreiben und nichts aussagen. Sie sind auch so einer, finde ich. Ausserdem klemmt Ihre "!" Taste. Das sollten Sie reparieren lassen.

Zum bisschen Inhalt ihres Postings: Meiner Ansicht nach ist das, was Sie als "Datensammelei" bezeichnen systemimmanent. Das heisst, der Staat muss Daten erfassen und verarbeiten, um seinen Aufgaben nachkommen zu können. Es einfach zu verbieten, würde bedeuten, dass gewisse Aufgaben nicht mehr gemacht werden können. Das bedeutet, dass Ansätze wie in Schweden, wo zwingend alle öffentlich erfassten Informationen veröffentlicht werden müssen, am zielführendsten ist. Denn damit kann jeder prüfen, wie die Behörde arbeitet.

wovor

haben sie denn solche angst mein guter? und vor allem warum denken sie die überwachung schützt sie vor IHRER angst?

Der ORF

schweigt sich dazu immer noch aus. Keine ausreichenden Informationen. Die neuen Gesetze zu Abhören oder Online Durchsuchungen werden von diesem Sender komplett ignoriert. Dabei könnte der ORF wesentlich dazu beitragen dieses Thema öffentlich zu machen. Eigentlich sollte der Sender unabhängig von der momentanen politischen Strömung sein. Da dürfen wohl starke Zweifel angemeldet werden.

Die orf.on futurzone informiert gut und regelmäßig, doch in ORF-TV hätte ich auch noch nie etwas zum Thema gesehen.
Der ORF ist derzeit eher roter Parteifunk, vorher war er schwarz-blau dominiert.
Welche dieser Parteien hätte sich je für Datenschutz und Bürgerrechte eingesetzt?
Es sind alleine die Grünen, aber die werden von ORF-TV eben gezielt ignoriert.

Eine neue grüne Seite zum Thema ist http://www.ueberwachungsstaat.at

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