Dinkhauser will bei Kooperation mit Martin "Ober" sein

Redaktion
19. Juli 2008, 15:10

Tiroler Landesrebell und EU-Abgeordneter loten kommenden Mittwoch erneut Möglichkeiten gemeinsamer Liste aus

Wien - Der Tiroler Landesrebell Fritz Dinkhauser und der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin denken weiter über eine gemeinsame Kandidatur bei den Nationalratswahlen nach. Um die Möglichkeiten dafür auszuloten, findet kommenden Mittwoch - voraussichtlich in Tirol - ein weiteres Treffen zwischen den beiden statt, wie Martin am Montag bestätigte. Größte Fragezeichen dürften die notwendigen finanziellen Mittel sowie die Rollenverteilung sein. So gelte es zu klären, "wer der Ober und wer der Unter" sei, wie Dinkhauser meinte. Auf die Frage, ob er der "Ober" sein wolle, erklärte der Tiroler: "Das wird so sein müssen".

Erfolg mit Bürgerforum

Schließlich habe er das Bürgerforum in Tirol gegründet und sei damit erfolgreich gewesen, sagte Dinkhauser. Mit diesem Rezept müsse man nun auch die bundesweite Kandidatur anlegen, argumentierte er. Die Spitzenkandidatur will Dinkhauser mit dieser Aussage allerdings nicht beanspruchen - das sei "noch kein Thema", so der Tiroler. Die Chemie zwischen ihm und Martin stimme jedenfalls, das jüngste Gespräch sei "durchaus positiv" verlaufen, betonte der Landespolitiker mehrmals. In vielen Punkten gehe man konform, das Projekt befinde sich aber noch im "Akt der Zeugung", meinte er. Fest steht für Dinkhauser, dass es in Österreich die absolute Notwendigkeit einer "neuen, sozialen bürgerlichen Bewegung gibt".

Die "Organisation" der angedachten Liste mit Dinkhauser ist für Hans-Peter Martin zweitrangig, wie er gegenüber der APA meinte. Es gehe bei den Gesprächen mit dem Tiroler, mit dem ihn eine"Seelenverwandtschaft" verbinde, hauptsächlich um inhaltliche Themen, betonte er: Soziale Fragen, Gerechtigkeit und eine Demokratie in Österreich, "die ihren Namen verdient", so der EU-Parlamentarier. Vorgehen möchte Martin auch wieder gegen die "Allmacht des ORF". Sollte sich dessen "sträfliche Vernachlässigung der Minderheitenberichterstattung" weiter verstärken, so werde "demokratiepolitischen Schaden" angerichtet, so Martins Analyse.

Weitere mögliche Partner

Dinkhauser kann sich unter anderem auch eine Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Rettet Österreich" vorstellen. So habe er in der EU-Politik eine klare Linie, sagte er: Europa sei wichtig, die Länder hätten es aber verabsäumt,die Bürger in europäische Prozesse einzubinden. Hier gelte es Maßnahmen zu setzen- "bis hin zur Volksabstimmung" . Gespräche zwischen ihm und Initiativen-Gründer Karl Nowak hat es laut Dinkhauser allerdings noch keine gegeben. Martin lehnt eine Kooperation mit "Rettet Österreich" weiter ab. (APA)

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So sind sie die AAB -funktionäre, sie wollen Ober sein, sie sehen sich als Gewerkschaftsfunktionäre nicht als Vertreter sondern Personalchefs, sie benehmen sich wie Kommissare der Roten Armee.

Daraus lese ich, Dinkhauser ist nicht wirklich an direkter Demokratie und Antikorruption interessiert!

Das war das Markenzeichen von HP.

Auch wenn er desswegen beflegelt wurde, der Gedanke, auch nur teilweise umgesetzt, hätte unsere Republik verändert mit einer Bürokratie fern von Despotie.

Das fehlende Vertrauen macht Menschen erfinderisch, die staatlichen Auflagen zu umgehen, wiel diese oft ungerecht sind.

Das führt zu immer restriktiveren Maßnahmen bis hin zur Aufhebung des Briefgeheimnis.

Ja, Staatsterror macht neben Angst auch Wut, Wut macht sich Gedanken!

selbst nicht wissen was man will,

aber andere belehren wollen.
nkicht jeder kann "ober" werden oder sein!!
siehe gusi und molterer.

die frage ist wohl eher, wer stan und wer ollie ist.

*ober* und *unter*: die story.

1. akt, im wahlkampf: verbrüderung, neues logo (ein rosa herz), wahlprogramm (aus dem ärmel geschüttelt), kurzer konflikt der spitzenkandidaten, öffentlich gefeierte versöhnung, kampagnenfahrten, abschlussfest.

2. akt, 1. szene, am wahltag: wählen gehen mit fernsehkameras, statements in kernigem westösterreichisch, mittagessen in einem lauschigen gastgarten, treffen im kampagnen-center, erste hochrechnung, enttäuschung, gemeinsamer auftritt im orf, erste distanzierung.
2, akt, 2. szene, der nächste tag: schuldzuweisung vom *ober* an den *unter* und vice versa. erste probleme bei den abrechnungen, heulen und zähneknirschen bei den fans.

3. akt, 1 jahr später: *o* und *u* treffen sich vor gericht. keiner kennt den anderen.

na das versteh ich ...

jetzt nicht, wo doch der fritz sonst so ein zurückhaltendes naturell hat ... :)

Tja,

damit wird der Dinkhauser wieder für mich unwählbar....

zwei "ober"!...

...des wird a hetz!

bitte zahlen...

Alle verurteilen den Brief der SPÖ Doppelspitze an die Krone, aber gleichzeitig ahmen sie plötzlich alle die Idee nach (Abstimmung über den EU-Vertrag?).


HP Martin


fordert die Volksabstimmung seit Monaten, und das nicht nur in der Krone.

Er schreibt z.b. ganzseitige Kommentare in der FAZ (nicht gerade ein Kleinformat) über die Demokratisierung der EU.

Ich denke, die SPÖ hat sich an HPM angepasst und nicht umgekehrt.

eine frage:...

...die krone und faz artikel, gut und schoen, aber was bringt er eigentlich im eur parlament ein, um seine anliegen durchzusetzen?

ps: die faz hat mich auch schon zitiert, also des will gar nix heissen.

erstaunlich, dass martin neben seinem eu-mandat so viel publizieren kann -

oder hat er das eu-mandat neben seiner publizistentätigkeit?

offenbar letzteres...

"die SPÖ hat sich an HPM angepasst"


LATUERNICH!!!


Und die Sonne dreht sich um die Welt, welche eine flache Scheibe ist.

die spö hat sich an die krone angebiedert, in welcher hpm schreibt ... noch fragen ?

ach du meine guete...

...wissen sie, welche leuchten aller kategorien in der krone schreiben?

Lieber Dinki, Eschterreich isch nit Tiroul und Tiroul nit Eschterreich, och Di nit zum Kaschperle!

Alternive aus der politischen Mitte,

das braucht Österreich. Der Ruf in Europa ist jetzt schon geschädigt durch Strache und Co. Mit Dinkhauser und Martin könnte man die Protestwähler einfangen, die ansonsten Strache ohne großes zutun bekommen würde. Ich finde die Idee einfach sexy, das Parlament und die politische Landschaft würde es mit Sicherheit beleben.

also um den "ruf in europa"...

...brauchen's ihnen mit einem hpm ueberhaupt keine sorgen mehr zu machen.

Falls Dinkhauser wirklich mit Martin kooperieren will,

dann wuensche ich ihm viel Glueck.

Er sollte jedenfalls (am besten notariell!) sicherstellen, dass Martin keine Entscheidungskompetenz hat - vor allem nicht finanziell - und das letzte Wort definitiv bei Dinkhauser bleibt.

Aber selbst wenn er dies von Martin mit Brief und Siegel bestaetigt bekaeme, glaube ich nicht, dass es nicht doch zu einem schweren Zerwuerfnis kommen wuerde.

Erstens ist Martin derart unleidlich, dass er mit niemandem auskommt, und zweitens ist das mit der Seelenverwandtschaft hanebuechener Unsinn. Den "Weinbergschneckenrueckgrat-Martin" und den handfesten Polterer Dinkhauser trennen WELTEN!

Martin ist teamfähig

das hat er schon so oft unter Beweis gestellt. Diese öffentliche Meinung stimmt mit der Wirklichkeit so wenig überein, wie der Glaube an die EURO-Reife mancher österreichischer Teamspieler. Was war zum Beispiel mit Resedarits, nicht sie hat sich von ihm getrennt, sonder er von ihr und zwar zurecht, schließlich hat sich jetzt herausgestellt das sie jahrelange die Sekretariatszulage im Europäischen Parlament scheinbar über eine Holzfirma in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. (siehe www.europa-transparent.eu). Sie war also der Spesenritter. Ich glaube Hans-Peter Martin und gemeinsam mit Dinkhauser wäre es eine tole Alternative für Österreich.

ich hab mich schon gefragt, was ihr blog soll - jetzt wird es klarer.

GENAU!!

Unumstoessliche Wahrheiten unserer Zivilisation:

- der Papst ist ein Buddhist
- George Dabbljuh ist ein Friedensstifter
- HC Strache ist ein guter Mensch
- Westenthaler ist humanistisch gebildet
- VdB ist militanter Nichtraucher
- Markus Rogan ist ein Nichtschwimmer
- Deix kann nicht zeichnen
- Einstein war ein Violinvirtuose

und ja, natuerlich:

MARTIN IST TEAMFAEHIG

seh ich ähnlich.

Ja genau, denke ich auch.

Die passen überhaupt nicht zusammen. Charakterlich jetzt, vom Programm könnte ich es mir vorstellen. Wählbar wären sie für mich auch, eventuell.

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