Gusenbauer: Kanzler sollte Richtlinienkompetenz haben

von Redaktion  |  13. Juli 2008, 09:08
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    Alfred Gusenbauer: bei Koalitionsstreit sollte der Bundeskanzler Entscheidungen treffen.

Scheidender Regierungschef: In Koalitionen ohne klare Mehrheiten könnten so Entscheidungen durchgesetzt werden - Das Kapitel Innenpolitik habe er "abgeschlossen"

Wien - Der scheidende Bundeskanzler Alfred Gusenbauer will künftig eine Richtlinienkompetenz für den Regierungschef haben. "Wenn man eine stärkere Position des Bundeskanzlers haben möchte, dann muss man für irgend eine Art eines Durchsetzungsmechanismus" in einer Koalition sorgen. Vor allem wenn eine Koalition betrifft, so es keine klare Mehrheiten gebe, so Gusenbauer im ORF-Radio.

Die Situation wie bisher mit wechselseitigen Blockaden habe nur zu Konflikten und Streit geführt. Daher sollten Durchsetzungsmechanismen verstärkt werden. Eine Richtlinienkompetenz wie in Deutschland wäre hier sinnvoll, so Gusenbauer.

Minderheitsregierung war kein Thema

Nach dem Scheitern der Koalition und dem Neuwahlantrag der ÖVP habe er "überhaupt nicht" mit Bundespräsident Heinz Fischer über die Möglichkeit einer Minderheitsregierung gesprochen. "Nein. Das wäre nur ein Zeitschinden gewesen, eine Quälerei für die Öffentlichkeit". Neuwahlen wären nicht zu verhindern gewesen.

Das Kapitel österreichische Innenpolitik betrachtet Gusenbauer für sich als "abgeschlossen". Für sein Scheitern wolle er "nicht irgend jemandem die Schuld zuschieben". Auf die Frage, ob ihn im SPÖ-Präsidium irgend jemand hätte hatten wollen, sagte Gusenbauer: "Nein. Das hätte ich mir überhaupt nicht erwartet". Wenn er seinem Nachfolger als Parteichef Werner Faymann einen Rat geben könnte, würde er sagen, es gehe in einer schwierigen Situation darum, an einem Strang zu ziehen. Den Begriff Mobbing gegen ihn sehe er nicht als präzise Aussage. "Politik ist eine Art von Gestaltung und Auseinandersetzung, die nicht immer mit feinsten Methoden abgehen". Er sei aber "gar nicht verbittert".

Ein Fehler sei sein Verhalten bei den Studiengebühren gewesen. "Ich gebe zu, da habe ich mich getäuscht". Er wollte ein Solidaritätsmodell einführen, wo sozial Schwache höhere Stipendien bekommen hätten sollen. Diese Art von Solidaritätsbereitschaft habe er aber überschätzt. Die Eurofighter, die die SPÖ im Wahlkampf versprochen hatte, nicht anzukaufen, seien aber "alternativenlos" gewesen. (APA)

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murph
21.07.2008 12:12
wie immer,...

...legt der standard neue standards im qualitätsjournalismus fest:

"Auf die Frage, ob ihn im SPÖ-Präsidium irgend jemand hätte hatten wollen,.."

hätti-tätti-wari nicht schon wieder einen analphabeten als journalist eingestellt.

shwe1 
20.07.2008 19:11
Es haette schon gereicht, wenn der Bundeskanzler,

also Gusenbauer, wenigstens IRGENDEINE Kompetenz (ausser Weinsaufen) gehabt haette.

F G 
16.07.2008 08:25

Bei der Beurteilung Gusenbauers sollte sein Umgang mit Menschen erwähnt werden. Slehe: Einem, Knoll, Broukal.

erinnye 
15.07.2008 13:47
na

und diese Richtlinienkompentenz würde dann der Faymann schnell an Dichand weitergeben. Schauder!

Jon Schlorki
14.07.2008 21:17
endlich eine vernünftige Begründung

ach das war der Grund für das Scheitern von Gusenbauer - er hatte keine Kompetenz. Dachte mir schon, dass er inkompetent ist.

St. Germain
14.07.2008 20:26
haha


und diesem tropf haben wir die eu- sanktionen zu verdanken!

skip it
14.07.2008 20:52
erstens gab es keine eu-sanktionen...

...und zweitens sind die schuessels hereinnahme der braunen in die regierung zu verdanken.

St. Germain
15.07.2008 07:16
grübel


gabs jetzt eu- sanktionen oder nicht...!?

1. und 2.?

Gerhard Schwarz 
14.07.2008 18:51

Wann hört dieses sinnlose Gesudere Gusenbauers endlich auf?

Neusiedler Siedler
14.07.2008 16:58
Von dieser leidigen Diskussion..

.
konnte sich Dr. Gusenbauer glücklicherweise frei machen. Er ist wieder auf Reisen.

skip it
14.07.2008 20:52
weit weg?

Neusiedler Siedler
14.07.2008 21:01
Na ja...

In Paris blieb er noch zum Mittagessen. Die Weine sind ja nicht schlecht und jetzt düst er gen Osten in die Ukraine. Grosses Abendessen mit Genossen und viel Vodka.

erinnye 
15.07.2008 13:51
Kennt er ja ausgezeichnet,

die Pariser Luft, aus den Zeiten des Champagnisierens mit Chirac im Frühjahr 2000, zwecks untertänigsten Bittens um Sanktionen gegen Österreich, weil die Schwarzen ja eine Regierung gebildet hatten.

Neusiedler Siedler
15.07.2008 15:06
Ach der war das?

.
Ich dachte immer, dass wäre auch schon wieder der Schüssel Schuld gewesen. Die mediale Gehirnwäsche.

skip it
14.07.2008 21:12
fein!

isidor vom billa
14.07.2008 16:01
Kühne Behauptung 2?

Hätte Gusenbauer bei den Regierungsverhandlungen seine "Richtlinienkompetenz" wahrgenommen und den Bundespräsidenten zu einer Minderheitenregierung gedrängt, stünden wir auch vor Neuwahlen, aber mit einem Gusenbauer als starken, kompetenten, leistungsfähigen (= das Gegenteil von "nicht schwach, nicht überfordert, nicht leistungsdefizitär") Kanzlerkandidaten! Dieses Verhalten, nämlich den Mut eingefahrene Wege zu verlassen eignete einem Schüssel halt eher ...

skip it
14.07.2008 20:55
wenn ein kanzler in einer koalitionsregierung diese...

...richtlinienkompetenz ausspielt, gibt's sowieso neuwahlen.

einfach ueber den partner drueberfahren erzeugt grant bis zur scheidung.

deswegen kam sie auch in D zb auch noch nie zum einsatz, obwohl sie in der verfassung durchaus vorgesehen ist.

Mike Freeman
14.07.2008 15:00
Könnt´s Euch noch erinnern?

Quaxie sag uns doch das Wetter an Tralalalalala
niemand könnte das besser tralalalalala …


The Sandman
14.07.2008 12:08
mit der Richtlinienkompetenz

ist es wie mit der Intelligenz: damit allein fängt man nichts an

1116er
14.07.2008 11:35
her mit der richtlinien-kompetenz!

es wäre auch die umsetzung des eigentlichen wählerwillens:

formal wird zwar eine partei gewählt, tatsächlich aber ist es in der regel das gesicht des spitzenkandidaten! also seien wir doch konsequent.

mr smoky
14.07.2008 15:17

und was ändert die richtlinienkompetenz? können sie mir da ein beispiel sagen dass ich es verstehe?

Ein Jahr Österreich samt IPod auf Bewährung
14.07.2008 10:52
Herr Gusenbauer, sie sind nicht in der Position, Politikern kluge Tipps zu geben.

Da könnte ja jeder kommen.

i'm mr big from colorado sprinx 
14.07.2008 08:46
also ...

... quaxi die österreichische variante der "kompetenz-kompetenz"!

gottseidank gibts bei uns keinen transrapid! sonst würde der würdelose baldige ex-kanzler weiterwursteln ...

derfalke
13.07.2008 22:49
Echte Autoritäten hatten immer ihre natürliche Richtlinienkompetenz als Kanzler

Das war schon bei Kreisky so und das war auch bei Schüssel so.

Dass der Ex-Juso dies in seine Selbsterfahrungs-WG nicht geschafft hat, liegt an ihm selbst.

Foromatovic 
14.07.2008 10:01
wenn ich das Forum lese, krieg ich den Eindrück, dass fast alle ÖsterreicherInnen einen starken Mann als Bundeskanzler vorziehen.

Dabei hat mir noch niemand ein anderes Land genannt, wo im Ministerrat Einstimmigkeit gilt; Österreich ist eine bizarre Ausnahme.

Kreisky hatte wohl persönliche Autorität, bei Schüssel würde ich das sehr anzweifeln: der hat seinen Koalitionspartner ja mit inhaltlichen und personellen Geschenken überhäuft und er ist ihm trotzdem zweimal unterm A**** weggebrochen.

Spätestens wenn wir die erste 3er-Koalition haben, wird die Einstimmigkeit nicht mehr haltbar sein.

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