"Bad Company" : Die bösen Brüder des A-Teams auf der Goldjagd

Redaktion, 12. Juli 2008, 11:30
  • Artikelbild
    screenshot: ea

Politisch natürlich völlig unkorrekt, schießt man als Soldat in einer US-Strafkompanie aus unerfindlichen Gründen auf "Russkis"

Ein Hinschauer ist, was aus dem Paket mit "Bad Company" (Electronic Arts (EA), für Xbox 360 und PS3, ab 69,90) auf den Schreibtisch kullert: eine Schaumstoffhandgranate mit gelbem Smiley-Anhänger, die sich auch auf dem Spiele-Cover befindet. Abgesehen vom Aufmerksamkeitsfaktor ist das Werbegeschenk aber ziemlich geschmacklos und noch dazu unnötig. Denn der First-Person-Shooter steht für sich allein als ziemlicher Heuler da, der kein Extramarketing mehr braucht.

Politisch völlig inkorrekt

Politisch natürlich völlig unkorrekt, kämpft man sich als Soldat in einer US-Strafkompanie ("B-Kompanie") durch die Landschaft, schießt aus unerfindlichen Gründen auf "Russkis". Und Söldner, die eine interessante Eigenschaft haben: Sie werden in Gold bezahlt. Das Ziel des Spiels ist so neben Ballern, Sprengen und Töten das Goldsammeln.

Unterhaltsame Charaktere

Die drei Charaktere, mit denen man über die Schlachtfelder läuft, sind dabei durchwegs unterhaltsam, die Dialoge wie jene aus der 80er-TV-Serie "A-Team". Nur dass das A-Team ja die Guten waren und die B-Kompanie eher die, na ja, Selbstbezogenen sind. Im Single-Player-Mode haben die Mitkämpfer den Nachteil, nicht sonderlich intelligent und hilfreich zu agieren. Ihr Vorteil: Sie jammern zwar, sind aber unsterblich.

Nichts ist unsterblich

Sonst ist in dem Spiel praktisch nichts unsterblich, was einen außergewöhnlichen Reiz ausmacht. Man kann praktisch alles zerstören - Zäune mit Panzern, Panzer mit Raketenwerfern, Häuser mit Granaten, Bäume mit Flak oder simplem Gewehrfeuer, was wahrscheinlich mehr die niederen Instinkte der Buben anspricht, aber zum Aggressionsabbau taugt es allemal.

Der Multiplayer-Modus ist fast noch besser mit ausbalancierten Riesenkarten und Kämpfen, bei denen bis zum Schluss die Dinge für beide Seiten auf der Kippe stehen.(Michael Möseneder/DER STANDARD, Printausgabe vom 12.7.2008)

"eine Schaumstoffhandgranate mit gelbem Smiley-Anhänger, die sich auch auf dem Spiele-Cover befindet. Abgesehen vom Aufmerksamkeitsfaktor ist das Werbegeschenk aber ziemlich geschmacklos und noch dazu unnötig."

Ich bin gerne bereit die Schaumstoffgranate für Sie... erm... zu entsorgen :-)
Die Transportkosten übernehme ich selbstverständlich gerne.

Hammer Game!

Macht online riesen Spaß, und wenn das Update kommt und man Squads verwalten kann wird es sicher nochmal um 1 Eck interessanter! Spiele es fast jeden Tag und hat bei mir im Moment sogar GTA aus der Konsole verbannt.

geht mir gleich...

wenn ich nur länger überleben würde... ;)

Geschmacklosigkeit,

oder besser: Geschmacksfreiheit, liegt für mich eher in diesem Artikel als in jener Handgranate aus dem Merchandising zur B-Kompanie von DICE Und Electronic Arts. Downright erstaunlich auch für mich weshalb Satire oder Auseinandersetzung bei der Beschäftigung mit einer urbanen Gewalt in GTA Verstanden wird, bei militärischen Dingen aber sofort aufhört - oder liegt das wiederum an der Nähe zur sonstigen Berichterstattung über kontemporärere Sicherheitspolitik in einer Tageszeitung?
Ach ja, der Artikel stammt ja auch aus der Printausgabe und bei sowas sind ja leider auch hier deutliche Unterschiede bei Videospielen feststellbar - an das fragwürdig-biedere "A-Team"kann ich mich jedenfalls bei keinem"Battlefield"erinnert fühlen-Geschmackssache

geschmacklos

finde ich vor allem die formulierung:

"Downright erstaunlich"

ansonsten gilt: wenn die derstandard redaktion die handgranate so schrecklich findet: ich nehm sie gerne!

Meine Sprache muss Ihnen auch nicht gefallen, ich hingegen sprach hier von einer grundsätzlich etwas unausgewogenen Wahrnehmung bestimmter Thematiken in Videospielen.
Aber das mit der Handgranate... wie soll der niedliche Smilie Sie in Ihrem "Exil" denn bloß erreichen?

leider keine pc-version, schade :(

inhaltsloser artikel mit 4 wochen verspätung. der sommer ist da!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.