Plautz steht nicht auf "Negermusik"

Redaktion, 11. Juli 2008 19:17

Neo-Abgeordneter und Euro-Schiedsrichter nach rassistischer Aussage in der Kritik

Innsbruck - Eine "als rassistisch zu bewertende" Aussage hat der für die Tiroler Volkspartei neu im Landtag sitzende Sportsprecher und EURO-Schiedsrichter Konrad Plautz in einem Interview mit dem ORF Tirol getätigt und sorgt damit für Aufregung. Er stehe nicht so auf 'Neger-Musik', sondern mehr auf Schlager und volkstümliche Musik, hatte der 43-Jährige gesagt. Das sei auch nicht im Sinne der UEFA, die die Kampagne "Football Against Racism" unterstütze, hieß es auf einer Internetplattform am Freitag.

"Das Wort 'Neger' ist verunglimpfend und aufgrund des historisch-kolonialistischen Kontextes abzulehnen. Das betrifft auch den Politiker Konrad Plautz und geht über die sportliche Dimension hinaus", betonte ein Sprecher der antirassistischen Initiative "Fairplay" auf der Webseite von Sportnet. Die Kampagne hatte im Rahmen der Euro 08 im Juni Antirassismus- und Fanarbeiterprojekte geleitet.

Der in Navis (Bezirk Innsbruck-Land) geborene Plautz habe seine Wortwahl nicht abgestritten, hieß es. Er habe in seiner Aussage lediglich die laute Techno-Musik ("Tschi-Bumm") gemeint. Der Neo-Politiker sei ein Gegner jeglicher Diskriminierung und habe als Schiedsrichter sogar einmal einen rassistischen Spieler ermahnt. Plautz habe im Nachhinein zugegeben, dass die Aussage "unglücklich" gewesen sei. (APA)

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Sandro Trofani
23.07.2008 08:06

Mir gefällt Roberto Blancos Mukke auch nicht.

Papp Kamerad
22.07.2008 18:36
Erschütternd, dieser Plautz

Eine ganz ganz traurige Figur ist das.

Ansaschmeh
23.07.2008 07:42
..eine richtige

...Pfeife, der Pfeifenmann !!

Tycho Brahe
22.07.2008 05:30
Der Herr Plautz

hat wohl einen "andersrassigen" Spieler ermahnt, aber er kennt wohl den Unterschied nicht (na wie denn, wenn er sich mit Schlagern das Hirn volldröhnt?)
Wie auch immer, ein besonderer Geistesriese dürft der Pfeiferlträger nicht sein.
Wenn ich mir so ansehe welche Sportler in die Politik gingen, na ja, Schwamm drüber ...

vito
 
22.07.2008 00:25
ja der wichtel (wie ihn die freunde nennen) ....

mäßig intelligent, reduzierte weltanschauung, streng borniert, etwas gehässig gegenüber denkenden (das gilt als bodenständig). also der ideale sympathieträger für das, was die partei als "volk" bezeichnet. darum listenplatz 1 aus dem nichts. einfalt macht die stimmung, die schlitzohren agieren bequem im hintergrund.

sicklikejosef
 
21.07.2008 08:35
Ist es nicht noch viel bezeichnender, dass der Herr Plautz

freiwillig zugibt, er stehe lieber auf "auf Schlager und volkstümliche Musik", diesem Sammelplatz aller kulturlosen, ungebildeten und unbegrenzt manipulierbaren Subjekte mit IQ unter Raumtemperatur?
Und ist es nicht ebenfalls bezichnend, dass er mit "Negermusik" Techno-Musik ("Tschi-Bumm") gemeint haben will, ein vom musikalischen Niveau durchaus mit Schlagermusik vergleichbares Phänomen.

Menschen, die auf "auf Schlager und volkstümliche Musik" stehen, sind überdurchschnittlich blöd, neigen wie man gesehen hat zu Rassismen. Der Prototyp des fleißigen und anständigen Idioten.

Tycho Brahe
19.07.2008 07:35
Was ist künstlerisch wertvoller,

die "Tschi-Bumm" Musik der Neger, oder die Pfeiferlkonzerte eines Schiedsrichters und seine laienspielerischen Darbietungen? Darüber kann man zweifelsohne geteilter Meinung sein, aber seine Geisteshaltung ist aus dieser Aussage ganz klar zu erkennen. Seltsamerweise "passieren" solche Sager immer nur Leuten, welche dem rechten Rand nahestehen, das kann kein Zufall sein.
Der Herr "Griass eich, i bins ... " ist ja noch peinlicher als Herr Platter, ausserhalb Tirols.


Vorderoesterreich
 
18.07.2008 23:53
"und habe als Schiedsrichter sogar einmal einen rassistischen Spieler ermahnt."


das ist ja eigentlich der nächste Skandal: Ein Spieler provoziert oder beleidigt rassistisch und der Schiedsrichter ahndet das nicht mit Verwarnung oder einer anderen Strafe, sondern "ermahnt".

Scheint ja einer der ganzen lauen Kollegen an der Pfeife zu sein. Da ist der Negermusiksager nur konsequent. Mir fehlen die Worte...

Bin selbst Schiedsrichter

rosa parks
17.07.2008 02:42
da wächst doch glatt...

...ein neuer patrick ortlieb heran. guter tipp: parkhäuser meiden und nicht zu oft den mund aufmachen...

Neusiedler Siedler
14.07.2008 16:35
Bin ich rassistisch...

.
wenn ich sage, dass mir Negermusik gefällt?

Gianni Tremato
22.07.2008 11:36

Nein, aber Sie leiden unter Geschmacksverirrung.

rosa parks
17.07.2008 02:36
ja

Ich bin der Meinung...
14.07.2008 14:49
Was ist Negermusik?

Das Geklimpere der Schürzenjäger aus dem Zillertal?
Oder das weinerliche Gejammere aus dem Grödnertal?

hanslblasta
14.07.2008 00:23
in dem Fall geht's weniger um's "N-Wort"

sondern um die abwertende Bemerkung und Konnotation
'Neger-Musik' war schon in dumpferen Zeiten bis hinauf in die 70er ein üblicher dümmlicher Ausdruck für moderne Musik - Ö 3 wurde anno dazumal auch gerne so bezeichnet;
dass es den Ausdruck heute noch gibt und er von jüngeren Leuten gebraucht wird, zeigt, wie lange überkommenes Denken anhält

Der Botschafter, der Leiden schafft
13.07.2008 14:06
Zum leidigen Thema "Neger":

Wenn sich die betroffene Gruppe durch diesen Ausdruck diskriminiert fühlt, weil sie damit eben auch gedemütigt wurde, sollte es doch kein Problem sein, sich dieser Ausdrücke zu enthalten - wenn man dieses respektiert, bzw. respektieren will.

Wo bitte is das Problem?

Gianni Tremato
22.07.2008 11:36

Beim Tugendterror.

1116er
14.07.2008 11:37
ich will auch nicht als "weisser" bezeichnet werden, also verwendet diesen ausdruck nicht mehr!!

meine haut ist vielleicht rosa.
oder - wenn ich grad im urlaub war - gebräunt.
ich warte auch auf meine braunen altersflecken.

aber weiss ist sie NICHT!

nick morgenland
 
23.07.2008 11:59
ebony and ivory live together in perfect harmony.


die sache hat wohl eine geschichte, die außerhalb des deutschen sprachraums angesiedelt ist.

weiß ist ein unbelastetes wort. vielleicht empfinden sie es so wie "albino" oder "bleichgesicht" - in anbetracht der jahrhunderte langen ausbeutung und unterdrückung.

die bedeutungsverschlechterung ist außerhalb des deutschen sprachraums erfolgt. ein master oder eine mistress, die herren vom ku-klux-klan haben wahrscheinlich gerufen: n*gg*r oder n***o. und wer weiß, was da noch alles mitschwingt, wenn man das mit den ohren eines muttersprachlers hört. die romanische wurzel erinnert wohl auch an die ersten afrikanischen sklaven, die von den spaniern nach amerika verschleppt worden waren.

schwarz und weiß, black and white: sind symmetrisch.

numeris
13.07.2008 18:07

Die betroffene Gruppe fühlt sich aber bereits durch den Ausdruck Black/Schwarzer diskriminiert und man sagt bereits Colored/Farbiger. Was muss man in 10 Jahren sagen?

rosa parks
17.07.2008 02:38
unsinn...

colored gibt es seit der abschaffung von jim crow nicht mehr.

Der Botschafter, der Leiden schafft
13.07.2008 22:01

Wenn ich Ihrer Argumentation zu folgen versuche, lese ich also:

Sie können nicht respektieren, dass Farbige nicht "Neger" genannt werden wollen, weil manche auch nicht "Schwarze" genannt werden wollen und Sie nicht vorhersehen können, mit welchen Entwicklungen Sie in 10 Jahren konfrontiert sind?

Auf welche Vernunft wollen Sie sich eigentlich berufen?

Konfuzius
13.07.2008 11:38
Wahrscheinlich ist Musik aus dem Solarium gemeint!

pater hirni
18.07.2008 06:54
also krocha.

Inti-Raymi von Cuzco
13.07.2008 11:37
negro spiritual

Gestern beim Jazzsommer Graz sagte der Bandleader des DEEP RIVER QUARTETT (Brain Sporkslede, ein Schwarzer) mehrmals vor einigen Gospelnummern:

"and now we play another tune for you, another neeeegro spiritual, one of our favorites, enjoy it...."

Und das mit einer Inbrunst, mit Stolz auf diese "seine" Musik.

Und: keine Pfiffe aus dem Publikum! Nichts steht in der Presse von wegen "verbale Entgleisung beim Grazer Provinzjazzfestl! oÄ

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