Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Von Smaragdgrün bis Samtblau leuchten die Buchen auf Korfu.
vergrößern 500x453Ob es Sisi nun wegen ihres angeblichen Lovers, ihres persönlichen Griechischlehrers, Konstantin Christomanos, oder doch wegen des heilsamen Klimas ausgerechnet nach Korfu zog, kann selbst Giorgos Kritikos nicht mit Sicherheit beantworten. Ansonsten weiß der glühende Verehrer der Kaiserin, der durch das Achilleion führt, jedes Detail über das verwunschene Schlösschen im klassizistisch-pompejanischen Stil, das sich Sisi ab 1889 - nach dem Selbstmord von Kronprinz Rudolf - erbauen ließ. Auf den Geschmack der grünsten Insel im Ionischen Meer war sie bereits 20 Jahre zuvor gekommen.
Der nach Sisis Lieblingsheld Achilles benannte Palast nahe der Stadt Korfu ist gewissermaßen ein Substrat des bodenseegroßen Eilands: Versteckt inmitten tiefgrüner Wälder aus hochragenden Zypressen, Lorbeerbäumen und jahrhundertealten Olivenbäumen, thront die Villa nahe Gastouri weit über dem diamanten schillernden Meer, hinter dem sich im Abendlicht die blassrosa gefärbten Bergrücken Albaniens erheben. Marmorne Nymphen, Satyre und Zentauren auf Gartenterrassen sowie manieristisch gestaltete Salons mit wandgroßen Fresken machen die griechische Mythologie über den Umweg einer Spur verträumten Sisi-Kitschs förmlich spürbar.
An Mythen fehlt es der Insel der Phäaken nicht: Es scheint, dass sich in jedem Felsen unter dem grünen Bewuchs ein versteinertes Tier verbirgt, jede der oft nur auf dem Wasserweg zugänglichen Buchten eine geheimnisvolle Legende im weißen Strand vergraben hat, in jeder der unzähligen Grotten, in denen azurblaue und violette Korallen ein schimmerndes Farbenspiel erzeugen, Poseidon eine Anekdote erzählt. So wie in der dem Adriatischen Meer zugewandten Ortschaft Paleokastritsa, wo Homer zufolge Odysseus vor seiner Rückkehr nach Ithaka Schiffbruch erlitt und von Prinzessin Nausikaa aufgenommen wurde.
Oder an dem Strand namens "Canal d'Amour" nahe Sidari, wo ein schmaler Tunnel die vom Wind geschliffenen Gesteinsformationen durchbricht. Frauen, die den Kanal durchschwimmen, finden den Mann ihres Lebens, so heißt es jedenfalls. Selbst Spyridon, der Schutzheilige Korfus, schlummert, unversehrt und von allerlei Glücksbringern umworben, in seinem silbernenen Sarg im Zentrum der Inselhauptstadt, die noch immer die Eleganz der einstigen venezianischen Herrschaft versprüht.
Sisis Wunsch "am schönsten Punkt der Erde", wie sie die Insel nannte, begraben zu werden, blieb ihr zwar verwehrt - verehrt wird sie allemal. (DER STANDARD/rondo/11.7.2008/Karin Krichmayr)
Allgemeine Informationen:
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Tel.: 01 512 53 17
Anreise: z. B. mit Lauda Air
Tel.: 0820/320 321
Im Jänner ist Hochsaison auf der Mani - für die Olivenbauern. Reisende genießen den verfrühten Peloponnes-Frühling
Sonne, Sommer und Strand - das alles bietet das griechische Eiland Chios. Herzlichkeit findet man aber, ohne sie zu suchen
Auf der griechischen Insel Karpathos kann man abschalten: beim Schnorcheln, Wandern und bei einem Besuch im Bergdorf Ólympos
Santorin ist der Klassiker der griechischen Inseln. Doch unter dem Archipel mit bewegter Geschichte rumort es.
Mykonos lebt von seinen - teils prominenten - Stammgästen. Warum die immer wieder kommen und was den Reiz der Insel ausmacht
In Messenien auf der Peloponnes ranken sich Olivenbäume und antike Erzählungen um die Schauplätze luxuriöser Erholung
Irgendwann bleibt man dann dort: Magnesia ist ein Land für Aussteiger und Individualisten
Lefkas, Epirus und Meteora abseits der touristischen Pfade in einer Ansichtssache
Bei einem winterlichen Spaziergang durch das griechische Thessaloniki präsentiert sich sein osmanisches ebenso wie sein römisches Erbe
Das Sani-Resort auf Kassandra ist ein schönes Stück griechischer Tourismusgeschichte
Kefalonia ist die größte der Ionischen Inseln. Michael Hausenblas flog hin, fand sich meist unter der Erde wieder und schickte fünf Postkarten.
In Griechenland bleiben die Touristen aus - Zu Ostern halb so viele Urlauber wie im Vorjahr
Während der griechischen Bürgerkriegsjahre wurden Kommunisten auf Ikaria verbannt. Isoliert in der Ägäis, blieb die Insel innen grün und außen blau
Auf dem Europagipfel der großen Ausnahmen: Ohne Frau im Kellion und mit Arsenios zur Kelle. Gast sein auf dem Berg Athos
Der Peloponnes ist die unterschätzte Schatzkammer Griechenlands, der Wanderer findet dort alles, was sein Herz und Hirn begehrt
Vom Tourismus noch weitgehend unberührt ist die Insel Kefalonia. Hier leben die Leute in Fischerdörfern, ernten Oliven und erzeugen bemerkenswerten Wein
Stöckelschuhe und Kaugummi werden aus den antiken Theatern verbannt. Besucher die offenbar betrunken sind oder sich schlecht benehmen fliegen raus
Agrotourismus in Griechenland: Ob man dem Dorfimker zur Hand geht oder bei der Weinernte hilft, belohnt wird das mit Unterkünften in bester Lage
Santorin steht für Romantik und wird von vielen Verliebten überrannt. In der Vorsaison findet man auf der Kykladen-Insel noch unberührte Flecken
Das pulsierende Leben Thessalonikis erschließt sich nur über die richtige Technik griechischen Flanierens - der Volta
Hoteliers hatten Streik als "Grabstein" für den griechischen Tourismus bezeichnet
Ansichtssache: Ein kleines Fischerdörfchen im Nordosten Kretas verzaubert die Seele durch idyllische Ruhe und traumhafte Landschaft
Dass die Offenbarung des Johannes in einer Höhle auf der Dodekanes-Insel Patmos entstanden sein soll, will der gelernte Tourist nicht glauben
Die Pinienwälder von Sithonia beruhigen aufgestachelte Gemüter. Und im Nobelresort gibt es ohnehin nur eine Pflicht: zu entspannen
Korfu etwas anders: Durrell, Gerald: My family and other animals.
http://en.wikipedia.org/wiki/My_F... er_Animals
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.