Das Turnier ist vorbei, derStandard.at/Sport resumiert und schließt das Kapitel EM 2008 - Ein Offener Brief an die UserInnen
Sehr geehrte UserInnen!
Die Euro hat in vielen Postings zu einer sehr kontroversiellen Diskussion geführt. Auch innerhalb von derStandard.at wurde vor allem der Videoblog von Klaus Stimeder vor der täglichen Ratifizierung ausführlich debattiert. In diesen Diskussionen wurde ein Unbehagen der UserInnen artikuliert, das uns allen zu denken geben muss. Dieses generelle Unbehagen fand auch bei so manchem Live-Kommentar seinen Ausdruck. derStandard.at respektiert die Kritik der UserInnen uneingeschränkt und vorbehaltlos. Bei den UserInnen besteht aber gegenwärtig eine weit verbreitete Skepsis gegenüber derStandard.at. Nachdem eine überwältigende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher 1995 den Start von derStandard.at begrüßt hat, begegnen wir heute einer Stimmung der Verunsicherung und manchmal auch Ablehnung. Viele Menschen sind enttäuscht und verärgert über die zu geringen Fortschritte, die derStandard.at auf dem Weg zur absoluten Perfektion erreicht hat.
Viele Menschen beklagen die Qualität der Videos von derStandard.at und deren mangelnde Schärfe. Und viele Menschen haben den Eindruck, dass sich derStandard.at nicht mit seinen tatsächlichen Problemen beschäftigt, sondern primär mit sich selbst. Wir wollen diese Sorgen ernst nehmen und unseren Beitrag dazu leisten, dass derStandard.at auf die Kritik positiv reagiert. derStandard.at soll sich als aktives Mitglied dafür einsetzen, dass derStandard.at/Sport zu einer echten medialen Sportgroßmacht wird. Die Auswirkungen der redaktionellen Entscheidungen auf die UserInnen müssen wesentlich stärker berücksichtigt werden. Das derStandard.at-Forum, das sich nun wieder so positiv entwickelt, muss geschützt bleiben. Im Rahmen des Kampfes gegen die Unschärfe muss auch das Videoproblem endlich gemeinsam gelöst werden. derStandard.at wird sich für eine bessere Informationsarbeit einsetzen, die die Vor- und Nachteile der Mitgliedschaft im derStandard.at-Forum objektiv und nachvollziehbar darstellt. Auf der Basis einer kontinuierlichen Information und einer offenen Diskussion sind wir der Meinung, dass zukünftige Europameisterschaften, die die österreichischen Interessen berühren, durch eine Volksabstimmung in Österreich (und nicht durch Fußballspiele) entschieden werden sollen.
Sollte also eine weitere Euro in Österreich stattfinden, so wollen wir die Uefa von dieser Vorgangsweise überzeugen. Dies gilt auch für einen möglichen Antritt der Türkei, der unserer Ansicht nach die derzeitige Nationalmannschaft überfordern würde. Wir wollen an einem derStandard.at arbeiten, der sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen auf dieser Seite orientiert, und damit das Vertrauen in dieses große Einigungswerk wiederherstellen.
(Rainer Schüller)
Das Euro-Team von derStandard.at bestand aus
Thomas Hirner, Alexander Aigner, Michael Robausch, Martin Putschögl,
Simon Hirt, Thomas Schaffer, Oliver Mark, Rainer Schüller, Klaus
Stimeder, Philip Bauer, 27 Live-Gästen und Hunderttausenden UserInnen.