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Einstieghilfen wie diese sind für Rollstuhlfahrer eine Erleichterung auf Reisen.
"Egal ob im In- oder Ausland, Behinderten wird das Reisen nicht
leicht gemacht", erklärte der Wiener. "Oft mangelt es an der
Infrastruktur, so gibt es zum Beispiel in vielen Hotels und
Restaurants keine befahrbaren Toiletten." Doch genau die ist für
Rollstuhlfahrer besonders wichtig: barrierefreie Zimmer und
stufenloser Zugang zu den Räumlichkeiten, befahrbare Sanitäranlagen,
die Höhe der Schalter von Licht und Klimaanlage sowie
rollstuhltaugliche Betten.
Menschen mit Behinderungen
haben besondere Ansprüche
Reisen für körperlich Behinderte haben gut vorbereitet zu sein, denn "man kann sie nicht einfach wohin schicken und dann ihrem Schicksal überlassen", so Freund. In einigen Urlaubsorten und Städten, wie zum Beispiel in Lissabon gibt es sogar Agenturen, die sich auf Sightseeingtouren für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen spezialisiert haben. Ihr Service kann im Internet oder vor Ort gebucht werden.
Können sich Menschen mit Handicap aussuchen, wohin sie fahren,
oder müssen sie nehmen was sie kriegen? "Teils, teils", fand Andreas
Hanl von der Reiseinsel in Linz, die Behindertenreisen im Programm
hat. "Das kommt auf das Land an. Amerika ist uneingeschränkt
bereisbar, in Griechenland hingegen mangelt es an adäquaten
Hotelzimmern." Auch auf die Region komme es an. So gibt es zum
Beispiel in Italien ein Nord-Süd-Gefälle: Während man in Sizilien man
kaum etwas findet, ist die Auswahl im Norden relativ groß.
Hotelangebote sind zufriedenstellend
In Städten gibt es laut Hanl ein zufriedenstellendes Angebot: "Der Großteil der internationalen Hotelketten bietet spezielle Zimmer für Menschen mit Handicaps." Einen Preisunterschied zwischen "normalen" und behindertentauglichen Zimmern gebe es nicht, so der Linzer Reiseexperte. "Allerdings", wendete Freund ein,"muss dementsprechend mehr gezahlt werden, wenn im Ort nur Vier- oder Fünf-Stern-Hotels über behindertenadäquate Zimmer verfügen. Denn dann gibt es keine Wahl zwischen einer billigeren oder teureren Unterkunft."
Um einen behindertengerechten Urlaub zu buchen, muss man sich aber nicht unbedingt an einen Spezialisten wenden. So haben alle Reisebüros, die den Veranstalter TUI führen, Zugriff auf eine interne Datei mit adäquaten Hotels in mehr als 32 Ländern. Laut Andrea Sieder von TUI befindet sich der Großteil dieser am Mittelmeer, aber auch in Jamaika, Kuba und in der Dominikanischen Republik. Österreichurlaube hat der Veranstalter ebenfalls im Angebot.
Auch Interessenverbände wie das österreichische Hilfswerk oder der
Kriegsopfer- und Behindertenverband (KOBV) helfen Urlaubswilligen weiter. So können die Bezieher von Pflegegeld in den KOBV-Heime
einige erholsame Wochen verbringen und erhalten vom Verband sogar
einen Kostenzuschuss.
Problem Anreise
Ein Hotelzimmer ist für Menschen mit Handicap gleich gefunden. Umständlicher kann da schon die Anreise sein. Behindertengerechte Reisebusse gebe es laut Freund, doch die sind für Einzelpersonen einfach zu teuer, um sie zu chartern.
Bei den ÖBB gibt es spezielle Plätze für selbstfahrende Rollstühle, sowie eine Hebebühne als Einsteighilfe. Am angenehmsten reist es sich aber mit dem Flugzeug, wie die beiden Experten unisono erklärten. Denn "ab dem Check-in der Abflughalle bis zur Ankunftshalle des Flughafens werden Behinderte begleitet".
Der ideale Urlaub für einen Rollstuhlfahrer sieht für die beiden Reiseexperten Hanl und Freund unterschiedlich aus. Der Wiener favorisiert einen Urlaub mit Meer und Strand, während der Linzer eine Kreuzfahrt empfiehlt, denn "fast jedes Schiff verfügt über behindertengerechte Kabinen". (APA)
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