Türkei und Kroatien die Überraschungen der Euro, aber "auch die Österreicher dürfen ein wenig stolz sein" - Sein Favorit: Spanien
Salzburg - Während seine Landsleute nach dem Viertelfinale ihre EURO-Koffer packen mussten und jetzt den Urlaub genießen, schwitzt Jocelyn Blanchard mit
Austria Wien im Trainingslager in Flachau für den heimischen
Fußball-Bundesliga-Auftakt am 9. Juli. Natürlich habe er für seine Grande Nation fest die Daumen gedrückt, aber eigentlich mit dem EM-Aus schon in der Gruppen-Phase gerechnet. "Unsere Spieler waren nicht in Bestform", meinte er.
"Wenn man aber den EM-Titel gewinnen möchte, sollten mindestens sieben oder acht Spieler internationales Niveau haben. In dieser Mannschaft waren es maximal vier, das ist einfach zu wenig", resümierte der violette Kapitän. Nach dem Abschied der "Equipe Tricolore" habe er Portugal, Spanien, Deutschland, Italien und die Niederlande als Favoriten gesehen. "Aber jetzt tippe ich auf die Spanier", legte sich 36-jährige Blanchard auf den Nachfolger Griechenlands fest.
Positiv seien ihm im Verlaufe des Turniers in Österreich und der Schweiz die Kroaten und Türken, negativ seine Franzosen aufgefallen. "Doch auch die Österreicher dürfen ein wenig stolz sein. Sie haben zwar nicht super gespielt, dafür aber mit viel Leidenschaft und Herz agiert. Die knappe Niederlage gegen Deutschland hat selbst mir etwas wehgetan, aber auch gegen Polen und Kroatien habe ich besondere Leistungen gesehen", meinte der Mittelfeldspieler. (APA)