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Apropos "wurscht": Der Chronist kennt einen Herren, der die Formel "das ist mir wurscht" auf bemerkenswerte Weise modifiziert, indem er nämlich anstelle von "wurscht" "wurst" sagt, also "Das ist mir wurst" (gesprochen: "st" statt "scht").Dadurch entsteht ein beträchtlicher Verfremdungseffekt, der den meisten Hörern nicht mehr wurscht ist.
Die p.t. Leser aber ersuche ich, ihre frei schwebenden Assoziationen zum Thema "Wurs(ch)t" beizusteuern.
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Auch verbal paarweise zusammen - doch wer folgt auf das Doppelwesen "Merkozy"?
Ein klobiges Netz-Kompositum
Langsame Flüssigkeiten
Schaum vor dem Mund
Zurückhaltende Österreich-Rhetorik
Verbal flott unterwegs
Ein menschliche Orange
Hauptzeitwörtlein am laufenden Band
Ein animalisches Land
Computerfreak mit weißer Weste
Eine feuchte Ambivalenz im Garten
Bestes Befinden hinter dem Nabel
Besorgnis um das Klima
Adventliche Handygrüße
Nützliche Gerätschaften
Nichts für den Vegetarier
Lobpreis der Immobilie
Kommentare für Pechvögel
Eine persönliche Beziehung zum Gefährt
Liebhaber des Kochgeschirrs
Bärenbenennen als Trendsportart
Du grünst nicht zu jeder Jahreszeit
Ein Missgriff des Starkochs
Ein Knilch, ein Knäuel und ein Hörorgan
Die ÖVP wird progressiv
Bodenlose Identitätsbehauptungen
Wahnsinnige Wortmischungen
Deutsch-englische Janusköpfe
Liebenswert, wenn auch leicht lästig am Satzende
Eine recht taktlose Erinnerung
Städtekreuzen, leicht gemacht
Eine vielfach verwendbare Hautunreinheit
A funny english expression
Das Dampfross als Werbeträger
Eine schillernde Grußformel
Der Webbrowser in seiner elsässischen Variante
Ein Marketinggag des Schachtelwirts
Ein dem Chronisten unbekannter Herr
Akronyme für Alt und Jung
Ein offenkundig ungepflegter Vogel
Irre Fragestellungen an die Leser
Ein heißer Anwärter für den verbalen Beschönigungspreis
Eine kleine Auswahl an Lauten des Ekels
Aus dem Reich der Unterstellungen
Ein Supermarkt-Utensil mit vielen Namen
Ein kleiner Blick ins Fernsehprogramm
... ist die klassische Gelöbnisformel aus der humoristischen Spätphase des Italowesterns
"Ist mir wurst" kommt laut dem Grimm'schen Wörterbuch aus der studentischen Sprache und lautete ursprünglich "wurstig".
http://germazope.uni-trier.de/Projects/... #GW27323L0
Wer die Grimms nicht kennt: Ja, die haben auch Märchen verfasst. Ihre Wörterbücher über deutsche Sprachgeschichte waren aber IMO das bei weitem bedeutendere Projekt. (Man findet dort auch zahlreiche eindeutig österreichische Dialektworte auf ihre Herkunft zurückgeführt - sogar den "Wurstelprater" ("wo die Wursteln / Hanswurste ihre Buden haben").)
an emotionen ja, dafür müssen meinungskundgebungen dort immer mindestens einen hyper-superlativ beinhalten ("brilliant", "wonderful" oder "just great" ist das mindeste, was man über gewisse dinge sagen muss, will man, dass das gegenüber sie zumindest als "ganz gut" wahrnimmt) ;)
Solang's nicht so ein Katastrophenfest wird wie ich einmal in Graz erlebt hab: Fünf radikale, verhärmte Vegetarierinnen, darunter die Gastgeberin, am riesengroßen Gemüsegrill; der winzige für Fleisch freigegebene Grill wurde von den restlichen 35 Gästen stundenlang belagert ... worüber die Damen sich auch noch lautstark beschwerten *GG*
Und erst die Haut, die dann so stützlos
und puddinggleich herumhängt nützlos!
Auch keine Freud, wie das ausschaut,
doch wird schnell klar, sieht man die Haut
genauer an: Da, so der Schein,
wird einer rausgefahren sein!
Ob Häuflein von so Hautüberwürfen
im Biomüll versenkt werden dürfen?
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