Wasserstoff - Energie der Zukunft?

Zur Lage der Entwicklung - inklusive Literaturempfehlung

Zuerst die schlechte Nachricht: So schnell wird Wasserstoff das Erdöl als Energieträger im Verkehr nicht ablösen. Es wird möglicherweise noch Jahrzehnte dauern, bis er eine tragende Rolle übernehmen wird. Auch wenn bereits BMW in einem Praxistest mit Wasserstoff (mit Verbrennungsmotor) fährt und Mercedes 2010 einen Großversuch mit 100 Brennstoffzellenautos starten wird. Zu viele Fragen sind noch ungeklärt. So muss die Herstellung von Wasserstoff umweltfreundlich erfolgen. Atomstrom ist ja nicht unbedingt der richtige Zugang. Außerdem sind Transport und Aufbewahrung noch lange nicht geklärt.

Chancen vorhanden Aber es gibt einen Grund, warum Wasserstoff trotz mannigfacher Schwierigkeiten Chancen hat. Zur Umwandlung von flüssiger oder gasförmiger Energie in Bewegungsenergie benötigt man eine Verbrennung. Und dafür stehen in großem Stil auf der Erde nur Kohlenstoff und Wasserstoff zur Verfügung.

Wer mehr über Chancen und Schwierigkeiten zum Thema Wasserstoff wissen will, dem sei ein soeben erschienenes Werk empfohlen. Der Vorstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik in Graz, Helmut Eichlseder, und der Geschäftsführer des Hydrogen Center Austria, Manfred Klell, haben gemeinsam das Buch "Wasserstoff in der Fahrzeugtechnik" (Vieweg-Verlag, € 24,90) geschrieben, detailgenau im Sinne höchsten wissenschaftlichen Anspruchs und trotzdem sehr flüssig und gut verständlich. Der inhaltliche Bogen spannt sich von Herstellung, Lagerung, Transport bis hin zur Verbrennung in Ottomotor oder Brennstoffzelle. (rs)

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Rudolf Skarics

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