
Dass das Rachebedürfnis das Leben der Angehörigen des Opfers zerstört und durch den Tod des – vermeintlichen – Mörders nie gestillt werden kann, ist eine weitere Einsicht. Dann taucht die Frage auf, ob es möglich ist, einen zum Tode Verurteilten an die USA auszuliefern? Ja, denn Europa ist feige, sagen die Autoren; Schweden würde den Wünschen der Großmacht nachgeben, nicht ohne zuvor den Gefangenen nach Moskau zu exportieren, sodass man an der Auslieferung nicht unmittelbar beteiligt erscheint. Der Plot ist langatmig, der Schluss entschädigt dafür. Wer in Krimis nichts als Unterhaltung sucht, ist mit diesem zornigen, ausgesprochen widerwärtigen, aber notwendigen Buch falsch beraten. (Ingeborg Sperl, ALBUM/DER STANDARD, 21.06/22.06.2008)
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»Dann taucht die Frage auf, ob es möglich ist, einen zum Tode Verurteilten an die USA auszuliefern? Ja, denn Europa ist feige, sagen die Autoren« und beweisen, dass sie NULLAHNUNG vom Auslieferungsverfahren haben. In solchen Fällen wird nie und zwar von keinem Westeuropäischen Land ausgeliefert. Die Auslieferung des Schmarrns vormals Roman lässt sich nicht verhindern.
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