Die U2 wächst über die Donau - Teil 1

Redaktion
22. Juni 2008, 19:56
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foto: © michael hierner / www.hierner.info

Kaum ist die Erweiterung der U2 bis zum Ernst Happel Stadion im Prater über die Bühne gegangen, zeigen auch die darauffolgenden weiteren Stationen langsam ihr optisches Erscheinungsbild. So ist die Trasse bei vielen der zukünftigen Stationen schon fertig, der Gleiskörper fehlt allerdings noch.

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und dann gehts noch weiter bis Flugfeld Aspern

in Schlangenlinien, teilweise auf Straßenniveau, wie eine "Monster-Bim". Und trotzdem kommt man ins Grübeln, wenn man sich den offiziellen Folder der "Flugfeld Aspern Entwicklsungs AG" (oder so ähnlich) ansieht:
Fahrzeit ins Stadtzentrum Wien 25 min, Fahrzeit ins Stadtzentrum Bratislava 27 min.
5 neue Autobahnen (S1, S2, A23, A5, S8) werden dafür sorgen, dass man die U2 gar nicht braucht. Die einzigen, die wieder draufzahlen werden, sind die Bewohner der Donaustadt. Denn die P&R Anlagen sind dann entweder leer, weil sie so abgelegen liegen oder um 7 Uhr bumvoll mit Fahrzeugen aus den umliegenden Regionen, so dass die 200.000 Donaustädter erst wieder mit klapprigen Bussen stundenlang durch den 22. bummeln dürfern.

Webcam

Bild 9 von der Spitze der Schrägseilbrücke würde sich hervorragend für die Monatge einer WebCam eignen !!

da ist eh eine kamera oben

nämlich eine für den verkehr (kann man auf bild 8 sehen)

Die Art Baukunst

huldigt der Idee des Erhabenen, ohne Seele und Herz. Der Suizid-Druck auf die Bevölkerung nimmt zu. Langsam aber sicher wird Wien unbewohnbar.

re

sie sehen sich also diese ansichtssache an und erkennen dadurch, dass der suizid-druck auf die bevölkerung zunimmt und wien langsam aber sicher unbewohnbar wird???

vielleicht erkennt er in den massiven gebäuden seine ex wieder.

Park und Ride Anlage falsch platziert

Die Park & Ride Anlage hätte man besser bei der Station Stadlau bauen sollen, denn dort entsteht ein Umsteigeknoten mit der S-Bahn.
Kann mir nicht vorstellen, dass die Anlage bei der Donauinsel auch tatsächlich gut ausgelastet sein wird.

und wer soll in Stadlau in die S-Bahn umsteigen, wenn er sich schon durch den halben 22. Bez. gequält hat, um einmal bis dorthin zu kommen?

P&R gehört ins Umland, nicht in die Stadt.

genau

lieber mehrere kleinere weiter außerhalb.
allerdings ist die u2 grundsätzlich sehr attraktiv - also werde ich dieses p&r wohl nutzen. auch wenn ich dann erstmal eine weile entlang der u2 fahre um zum p&r zu kommen....

bild 14: wann wird wohl geschliffen?

kann mir bei bild 14 nicht vorstellen, dass dieses gebiet auch in zukunft so bestehen bleibt. hat jemand eine ahnung ob diese zweistöckigen häuser eigentlich als schrebergärten gewidmet sind? ich befürchte da wird bald wohl geschliffen werden... die lage hätte ja durchaus ordentlich flair für mehr moderne architektur...

Geschliffen???

Sie meinen wohl geschleift?

n.b.: ein Gebäude wird geschleift (auch eine Leiche über den Boden), ein Edelstein geschliffen.

Wenn es dort ist, wo ich vermute (nordwestlich des Knotens Kaisermühlen), dann besteht dort eine aufrechte Widmung auf Kleingärten für ganzjähriges Wohnen.

Bautätigkeit

Kaum wird irgendwo in Wien ein lärmbringendes Projekt umgesetzt (Eisenbahn und U-Bahn, sechsspurige Schnellstrasse, S 45 etc.) baut Wien auch in unmittelbarer Nähe neue Wohnblocks.

Aber vielleicht sind die Jungend durch die Lautstärke in Dauerberieselung der IPodes schon an 90 db gewöhnt,so dass sie den Straßenlärm gar nicht mehr hören.

strategie der stadt wien

im grunde genommen ist es doch nicht so schwer: die strategie der stadt wien scheint so zu funktionieren: baue eine ubahn entlang strategisch wichtiger punkte, zb park & ride, spital oder stadion. die weiteren sich ergebenen stationen erhöhen den wert der dort befindlichen grundstücke, was zum neubau führt. dies hat zb zum "viertel zwei" oder "marina city" geführt (wo man jetzt noch sehr wenig sieht). aderklaaerstraße ist eindeutig eine station, wo jemand kalte füße bekommen hat, hier hätte eine recht starke bebauung stattfinden sollen. aber wo knows, kommt sicher noch, zumal dort auch höher gebaut werden darf. bei der donaustadtbrücke sind allerdings wenige freie grundstücke, dafür kommt dort aber immerhin ein park and ride hin.

immerhin ein park and ride

ein weiteres der unzähligen nicht angenommenen und völlig falsch angelegten Garagenbauwerke

eine Strategie der Stadt Wien

die eine Unzahl von Wohnungen baut, in der aufgrund der Lebensqalität niemand wohnen will.

Die Wiener SPÖ-Granden und Fußvolk derer sollen einmal ihre Adresse bekanntwegen. Ich bin sicher, dass in diesen wunderbaren neu geschaffenen Viertel keiner von denen wohnt.

Man sieht ja wo und wie die BAWAG-Häuptlinge ihr karges Lebe fristeten.

re

dass in einigen vierteln keiner wohnen will, liegt aber auch an den hohen preisen. aber die meisten dieser projekte funktionieren recht gut, siehe kabelwerk, gasometer oder einige der neuen projekte im 21.

"Funktionieren" ist relativ. Die massive Werbung hat viele dazu bewogen, dort einzuziehen, das bittere Erwachen kam oft sehr schnell. In der Wienerberg City stehen die Fensterfronten der Wohntürme so nahe beinander wie in Alterlaa der Abstand zwischen A4 und A5 (nur gibt es da eben aus gutem Grund keine parallelen Fensterfronten), im Gasometer steht das schildartige gebäude so toll, daß alle Fenster nordseitig sind (alles gut in Google Earth sichtbar), in der Donau City verbläst einem der Wind. Statt kleinflächiger Einkaufsviertel a la Kaufpark gibt es tw. leerstehende Shopping Center, etc, die Wienerberg City hat als einzigen Öffianschluß eine Busstation, detto Monte Laa...

interessant wie man alles schwarz sehen kann, vielleicht kommt das von der persönlichen stimmungslage.

ich kenne nur zufriedene und stolze bewohner der wienerberg und donau city und wohne auch selber unweit von der donau city in einem neuerrichteten wohnhaus.

Wohnqualität

Wer sich keine frei finanzierte Wohnung leisten kann, MUSS eine dieser Wohnungen nehmen, da geförderte Wohnungen ausschließlich in diesen Gegenden gebaut wird.

Waren Sie schon einmal im Kabelwerk? Jeder m2 der möglichen Flächen verbaut. Die grünen Höfe? Bitte stellen Sie sich die Größe, die der Plan zeigt, in natura vor. Eine kleine Fläche als Kinderspielplatz, daneben zwei Bankerln für die Mütter oder die Pensionisten.

Wenn Sie sich zu einer Wohnung anmelden, haben Sie vom Wohnungsplan keine Ahnung. Sie sehen eine Zeichnung der Außenfassade.

Erst wenn die Vergabe stattfindet, haben Sie Einsicht in den Plan. Aber dann müssen Sie sich innerhalb von 3 Tagen (ansonsten sind alle oben Geschosse vergeben) entscheiden.

>Jeder m2 der möglichen Flächen verbaut.
Blödsinn. Das Kabelwerk ist weit lockerer verbaut, als die Häuser im "Gasslwerk" der inneren Bezirken Wiens.

Ja, das Kabelwerk ist für Wien typisch. Die ganzen Kinderspielplätze (für den Bauträger nicht profitabel) hat man dank § 90 (7) Bauordnung gestanzt. Dafür baut jetzt die Gemeinde auf ihre Kosten einen Park (allerdings um ein bis zwei Jahre zu spät, die Gebäude sind längst fertig). Gewinne werden privatisiert, Verluste zahlen wir alle.
Abgesehen davon frage ich mich, warum man in einem Ort wie Altmannsdorf überhaupt so dicht bauen muss. Mit solchen Wohnungen verhindert man es nicht, dass die Leute lieber in hässlichen Einfamilienhäusern auf Kredit im Speckgürtel wohnen.

einspruch!

also ich kann mich an einige kinderspielplätze im kabelwerk erinnern. das kabelwerk ist zwar dicht bebaut, aber es sind viele grünflächen vorhanden. dichte bebauung ist nichts schlechtes, sie hilft eine gute infrastruktur zu rechtfertigen und hält die geschäfte am leben. warum man dort dicht bauen muss? die gründe liegen direkt neben der ubahn, warum also nicht. die hässlichen einfamilienhäuser im speckgürtel hätte man auch durch weniger dichte verbauung nicht verhindern können, viele bilden sich einfach ein, dass ein einfamilienhaus das richtige für sie ist, da kann man noch soviele bessere gebäude bauen. leider ist die speckgürtelverbauung sehr ineffizient und kostet somit uns allen unnötig geld (zb für die öffis).

Manche Kinderspielplätze (besonders im nördlicheren Teil, dort wo das Pflegeheim hinkommt) sind leider wirklich nicht besonders ansprechend. Und die Grünflächen... na ja. Jetzt durch den Park wird es aber eindeutig besser.
Vom Grundkonzept her war es ja ganz gut, aber einer der Architekten hat mir mal erklärt, dass er selber nicht ganz zufrieden ist, weil die Bauträger hier und da gespart haben und dann halt ein Stiegenhaus um ein paar Meter enger wurde.

flair

Irgendwelche Planer stellen Retortensiedlungen in die Landschaft, mit fixen Vorstellungen bez. flair und Atmosphäre.
Man hat das Gefühl, die Leute werden dann dort hineingestellt mit dem Auftrag "Und jetzt lebt mal schön. Aber bitte passend zu unseren Vorstellungen davon!"
Aber na ja, das hat immerhin auf der Donauufer-platte hervorragend funktioniert....das flair dort ist wirklich unglaublich....

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