Gschliefgraben: Aufstand der Traunsee-Fischer

Redaktion, 26. Juni 2008, 11:15

Bis zu 2000 Kubikmeter Abraum werden täglich im Kampf gegen die Hangrutschung in den Traunsee gekippt

Gmunden – Der Gschliefgraben hat seine Problemzone ausgeweitet. Während man seit Wochen bemüht ist, die Hangrutschung in den Griff zu bekommen, setzt sich das Problem jetzt unter Wasser fort. Bis zu 2000 Kubikmeter Abraum aus dem Gschliefgraben werden täglich in den Traunsee gekippt. Und würden dort Riedling, Reinanke und Artgenossen langsam den Garaus machen, beklagen die örtlichen Fischer.

"Der feine Sand und der Schlamm verteilen sich durch die Strömung im ganzen See. Die Fische haben bereits Reizungen an den Kiemen. Wie viele bereits tot auf dem Grund liegen, können wir nicht sagen", schlägt Herbert Gaigg, Obmann des Fischereireviers Traunsee, im Gespräch mit dem STANDARD Alarm. Im Vergleich zum Vorjahr würde man deutlich weniger Fische fangen. "Durch den Dreck kriegen die Fische schwerer Luft und bewegen sich weniger", ärgert sich der Fischer. Bei der Staatsanwaltschaft Wels habe man bereits eine Anzeige wegen Gewässerverschmutzung eingebracht.

Gmundens Bürgermeister Heinz Köppl ortet eine "übertriebene Panikmache". Man habe alles vorab prüfen lassen, es komme nur reinstes Gschliefgraben-Gestein in den See. "Das sinkt schnell ab. Da gibt es vielleicht da und dort kleine Trübungen, sonst nichts", so Köppl. Trotzdem habe man bereits eine Wasserprüfung in Auftrag gegeben. Den Fischern gehe es nur ums Geld. "Die haben bereits 500.000 Euro Entschädigung gefordert", kritisiert der Bürgermeister. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD - Printausgabe, 20. Juni 2008)

Pelimbertus
10
23.6.2008, 10:38

Und wenn man nichts tut, dann kommt früher oder später erst recht der ganze Hang ins Rutschen. Wohl auch nicht das Wahre für den Fischbestand.

Jeangirl
30
22.6.2008, 13:59
Wenn die reinanke nur nicht stirbt, die menschen dürften egal sein!

Wohin führt das fehlende Miteinander?

Reinanke - ich möchts den Fischern reinwürgen!

wunderwuzzi25
02
22.6.2008, 18:01

den menschen werden Sie nicht mehr helfen. jeder gefragte geologe hat eindeutig gesagt, dass diese maßnahmen keine lösung sind. hier wird unglaublich viel geld investiert und nur kurzfristig etwas erreicht. es gibt am traunsee genügend bauplatz auf der anderen seite. den kann man um das geld kaufen und jedem von dort ein haus hinstellen. dann ist das problem nachhaltig gelöst.

bärli bär
00
20.6.2008, 10:42

Wann beschweren sich die Jäger.
Dass das Wild durch die Sicherungsmaßnahmen gesört wird?

wunderwuzzi25
04
20.6.2008, 17:33

es sind aber auch die fischer, die diese gewässer besetzen und nicht die stadt. die berufsfischer fangen wunderbar heraus und die sportfischer schmeißen rein. die ganze sache mit dem hangrutsch ist einfach nur ärgerlich. mit dem geld, dass dort investiert wird, könnte man allen einwohnern von dort ein neues haus bauen.

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