Pressestimmen: "Auf Wiedersehen Leo"
Redaktion, 17. Juni 2008, 15:38
KROATIEN:"Vecernji list": "Der Virtuose auf der kroatischen Trainerbank
setzte die Siegesserie fort. Er würde auch mit einer
Schülermannschaft gewinnen. Wie die Burschen in Klagenfurt gespielt
haben, war nicht um ein Körnchen schlechter, als das Spiel der
'A-Elf' gegen Deutschland. Spieler, die nicht einmal gemeinsam
geduscht, geschweige denn gemeinsam gespielt haben, funktionierten
ausgezeichnet. (...) Die Art und Weise, wie die Unsrigen gegen Polen
siegten, auch wenn neun Stammspieler fehlten, war fantastisch. (...)
Ein Problem besteht trotzdem. Bilic hat gleichberechtigte Optionen
auf allen Positionen.""Jutarnji list": "Die Bilic-Formel: Sieger. Der Treffer von
Klasnic war eine wunderschöne Belohnung für den Spieler, der vor
einem Jahr einen großen Lebenssieg errang. Heute ist er der erste
Spieler, der bei einer Europameisterschaft mit einer gespendeten
Niere spielt. Er ist nicht nur Spieler, sondern auch Torschütze!""24 sata": "Gott sei Dank, auch das haben wir erlebt: Ivan Klasnic
schoss das Siegestor für das Nationalteam! Unser Herz ist ausgefüllt.
(...) Diese Burschen, die außer bei einem Training nie gemeinsam
gespielt haben, haben Polen eine Lektion erteilt - einer Mannschaft,
die in diesem Spiel alles geben musste für den Einzug ins
Viertelfinale. Aber sie sah neben den Bilic-'Reservisten' ohnmächtig
aus.""Sportske novosti": "Wieder Sieg! Die Serie dauert an. Kroatien,
ohne neun Stammspieler, zeigte ein besseres Spiel als Polen und
siegte verdient durch ein Tor von 'Killer' Klasnic.""sportnet.hr": "Die Show der aufbewahrten Krieger. Kroatien
spielte ein glänzendes Match und hat die Ehre des kroatischen
Fußballs bewahrt. Der Sieg hätte noch deutlicher ausfallen können.
(...) Die Botschaft ist klar: Kroatien ist mächtig. Kroatien kann
diesmal sehr, sehr weit kommen!"POLEN:
"Rzeczpospolita": "Der polnischen Mannschaft fehlten der Glaube,
die Selbstsicherheit, die Ideen - und dazu noch das Können. Leo
Beenhakker kann froh sein, dass die Fans der Rotweißen ihn nicht so
besungen haben wie seinen Vorgänger Pawel Janas vor zwei Jahren:
'Leo, auf Wiedersehen'.""Metro": "Nur ein Tor aus einer Abseitsposition, zwei Niederlagen
und ein Unentschieden - das ist die Bilanz unserer Mannschaft bei der
EURO 2008. Das Jahr 2002, die Weltmeisterschaft in Korea und Japan -
eine Blamage und enttäuschte Hoffnungen. Das Jahr 2006, die
Weltmeisterschaft in Deutschland - ähnlich. Diesmal hätte es
eigentlich anders kommen sollen.""Polska": "Wir hielten uns für die beste Mannschaft und waren die
schlechteste. Selbst die Ersatzspieler der Kroaten haben uns
ausgespielt. Normalerweise tritt ein Trainer nach so einer Niederlage
zurück - Leo Beenhakker leider nicht. Leo glaubt immer noch, er habe
in Polen ein Wunder getan.""Super Express": "Eine Blamage! Leo, gib uns dein Honorar zurück!
Schande! Schande! Schande! Dieses Wort drückt die Gefühle der Polen
noch viel zu schwach aus. Der Auftritt der polnischen Vertretung bei
der EURO 2008 hat uns noch größere Schmach gebracht als die
unrühmliche Weltmeisterschaft 2006.""Fakt": "Die Kadra hat sich gegen eine B-Mannschaft der Kroaten
blamiert. Gut ist nur, dass wir uns nicht mehr für sie schämen
müssen. Worte der Anerkennung verdient wieder einmal nur Artur Boruc.
Ohne seine Paraden war das ganze Spiel eine noch viel größere Blamage
gewesen.""Gazeta Wyborcza": "Das Ende der Qualen für die polnischen
Spieler, die bewiesen haben, dass sie meilenweit von dem Niveau
entfernt sind, das bei einer Europameisterschaft verlangt wird. Alle
spielten schlecht, außer Artur Boruc. Das Unvermögen war direkt
schockierend. Einige Spieler zeigten gerade einmal Zweitliga-Format." (APA)