Wegen der starken Regenfälle muss der Rasen im St. Jakob-Park bis Donnerstag, dem ersten Viertelfinale, getauscht werden
Basel - Die heftigen Regenfälle in Basel zwingen die Organisatoren der Europameisterschaft zu einem in der Fußball-Geschichte bisher einmaligen Rasentausch. Im Rekordtempo muss das komplette Spielfeld im Stadion St. Jakob-Park erneuert werden, damit schon an diesem Donnerstag das Viertelfinale dort unter regulären Bedingungen stattfinden kann. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Arbeiten bereits morgen abgeschlossen sind", sagte OK-Sprecherin Pascale Vögeli bei einer Pressekonferenz am Montag.
Kurz nach Mitternacht hatten die Rasenexperten des EM-OK nach der Partie zwischen der Schweiz und Portugal (2:0) die Entscheidung zum Total-Austausch gefällt. Sofort rückten die Arbeiter mit schwerem Gerät an, um das durch die heftigen Niederschläge aufgeweichte Grün zu entfernen. Und das Krisenszenario lief weiter: Noch in der Nacht zum Montag rollten 26 Lkw aus den Niederlanden gen Basel, um den neuen Rasen so schnell wie möglich in die Schweiz zu transportieren.
Aktion kostet 200.000 Euro
Bis Dienstagnachmittag müssen die 2,40 Meter breiten Grünstreifen verlegt und gewalzt sein. Zusätzlich müssen auch die gesamten TV-Kabel und Elektroniksysteme zunächst entfernt und anschließend wieder installiert werden. Am Mittwoch sollen die Viertelfinalisten schon ihr Abschlusstraining auf dem neuen Rasen bestreiten. Die Verlegungsaktion kostet die Europäische Fußball-Union (UEFA) nun 200.000 Euro.
"Die Situation ist nicht neu. Der EM-Rasen wurde am 30. April verlegt. Zwei Tage später fand das erste Spiel statt", berichtete Vögeli. Der nun notwendige Austausch liege aber nicht an einer grundsätzlich schlechten Qualität des alten Rasens, sondern ausschließlich an den heftigen Niederschlägen vom vergangenen Mittwoch. (APA/sda)