Oder - wie wichtig ist die Größe?
Die ständig höheren Spritpreise wirken sich beim Neuwagenkauf bereits aus: Viele begnügen sich neuerdings mit einem leistungsschwächeren Auto. Der Wille/Zwang zum Spritsparen ist da, indem man den sparsameren Motor wählt, an der Größe des Automobils will man vorerst noch nichts ändern.Längerfristig ist aber schon damit zu rechnen, dass die Autos generell kleiner werden. Man denke etwa an Italien, wo die Spritpreise immer schon viel höher waren als bei uns. Dort ist der Durchschitt der Autos deutlich kleiner. Dieser Trend ist für die Industrie eine mächtige Herausforderung. Bisher wuchsen Autos über die Modellzyklen immer ein wenig - und die Käufer zogen mit. Große Autos bedeuten für Hersteller auch immer bessere Margen. Dagegen bedeuten kleinere Autos kleinere Gewinne.
Andererseits kommen Kleinwagen langsam weg vom Armeleute-Klischee, Beispiel: Mini. Klein muss chic werden. Dann wird es auch nicht mehr passieren, dass so geniale Autos wie der Audi A2 verschmäht werden. Bekanntlich hatte der eine Alukarosserie und sehr sehr vernünftige Motorisierungen. Gleichzeitig war er aber teuer. Zu wenige kauften ihn, bald verschwand er wieder aus den Auslagen. Heute ist der A2 ein begehrtes Sammlerstück, auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaum zu kriegen.
Tatsächlich verkalkulierten sich in der Vergangenheit schon viele Hersteller mit umwelfreudlichen Autos. Große Trends brauchen bestimmte Voraussetzungen. Und Sparsamkeit funktioniert offenbar erst bei galoppierenden Spritpreisen. (rs)