Der Preis der Sparsamkeit

Redaktion, 9. Juni 2008, 20:17

Oder - wie wichtig ist die Größe?

Die ständig höheren Spritpreise wirken sich beim Neuwagenkauf bereits aus: Viele begnügen sich neuerdings mit einem leistungsschwächeren Auto. Der Wille/Zwang zum Spritsparen ist da, indem man den sparsameren Motor wählt, an der Größe des Automobils will man vorerst noch nichts ändern.

Längerfristig ist aber schon damit zu rechnen, dass die Autos generell kleiner werden. Man denke etwa an Italien, wo die Spritpreise immer schon viel höher waren als bei uns. Dort ist der Durchschitt der Autos deutlich kleiner. Dieser Trend ist für die Industrie eine mächtige Herausforderung. Bisher wuchsen Autos über die Modellzyklen immer ein wenig - und die Käufer zogen mit. Große Autos bedeuten für Hersteller auch immer bessere Margen. Dagegen bedeuten kleinere Autos kleinere Gewinne.

Andererseits kommen Kleinwagen langsam weg vom Armeleute-Klischee, Beispiel: Mini. Klein muss chic werden. Dann wird es auch nicht mehr passieren, dass so geniale Autos wie der Audi A2 verschmäht werden. Bekanntlich hatte der eine Alukarosserie und sehr sehr vernünftige Motorisierungen. Gleichzeitig war er aber teuer. Zu wenige kauften ihn, bald verschwand er wieder aus den Auslagen. Heute ist der A2 ein begehrtes Sammlerstück, auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaum zu kriegen.

Tatsächlich verkalkulierten sich in der Vergangenheit schon viele Hersteller mit umwelfreudlichen Autos. Große Trends brauchen bestimmte Voraussetzungen. Und Sparsamkeit funktioniert offenbar erst bei galoppierenden Spritpreisen. (rs)

Leserfragen an:

Rudolf Skarics

  • Gefährliche Elektroautos [136]

    Elektrische Spannungen und Ströme, aber auch die Elektromotoren selber bergen hohe Risiken

  • Konflikt Fahrrad versus Auto [268]

    Die Trennung von Rad- und Autoverkehr funktioniert nicht wirklich. Radwege mögen das richtige Symbol sein, aber nicht immer die richtige Lösung

  • Vom autonomen Autofahren [42]

    Autofahren ist vor allem in Ballungsräumen nicht mehr lustig und um das erste verdiente Geld auszugeben gibt es genügend Alternativen zum Auto

  • Start-Stopp: Es gibt längst Besseres [86]

    Die Zukunft gehört Systemen mit Starter-Generator, der unauffällig zwischen Stillstand, Elektro- und Verbrennungsmotorbetrieb wechselt

  • Verkehr in Megacitys [3]

    Die Autoindustrie liefert Konzepte für den Autoverkehr in künftigen Megacitys und denkt über besonders kleine und smarte Fahrzeuge nach

  • Zugfahren als Schnäppchenjagd [185]

    Die Bahn hält Neukunden konsequent fern. Alternativen sind die neue Westbahn - oder der private PKW

  • Radfahren: Fit, aber tot? [256]

    Je mehr Radfahrer sich auf den Straßen tummeln, umso mehr Unfälle gibt es auch

  • Autosalon als Spiegelbild [3]

    Die heurige Automobilausstellung in Frankfurt kehrt auf den ersten Blick wieder ziemlich auf den Boden der Tatsachen zurück

  • Das Auto braucht Straßen [86]

    Das Auto braucht eine Infrastruktur, nämlich Straßen, und die schenken uns die Autohersteller nicht dazu

  • Autofahren mit Biogas [39]

    Biogas wird im Wesentlichen aus landwirtschaftlichen "Abfällen" hergestellt, tritt also nicht in unmittelbare Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion

  • Pendlerpauschale ade? [379]

    Eine hohe Mobilität von Arbeitskräften ist eine Grundlage unseres Wirtschaftslebens. Die CO2-Diskussion betrifft vor allem auch die Pendler

  • Mit den Waffen der Gegner [99]

    Gijs Mom macht sich schon lange Gedanken, warum der Elektromotor vor 100 Jahren den Wettlauf mit dem Verbrennungsmotor verlor

  • Abgas-Erregungsakrobatik [19]

    Bis heute spielen die kompromisslosen Autoverteidiger eine lautstark polternde, aber ziemlich nutzlose Rolle

  • Feinstaubalarm beim Ottomotor [81]

    Die Regelung Euro 5 sieht eine Begrenzung der Partikelmasse vor. Aber nur mit der Partikelmenge lässt sich der Feinstaubanteil erfassen

  • Feindbild Automobil (III) [20]

    Die Existenz zu vieler Autos wird zwar beklagt, als Jobmoter sind Autofabriken aber nach wie vor gerne gesehen

  • Feindbild Automobil (II) [103]

    Fahrrad- und Automobilfahrer waren einst Freunde. Die Freundschaft hatte ein Ende, als das Auto dem Rad davonfuhr

  • Feindbild Automobil (I) [71]

    Das Auto hatte es Anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen

  • Porsche-Preis fürs Lichtsparen [21]

    Der Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien geht dieses Jahr an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning)

  • Gasgeben wörtlich genommen [12]

    Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas

  • Gummi braucht Straße

    Die Hoffnung der Autobranche lautet, in den derzeit noch weniger entwickelten Ländern im Laufe der Zeit auf über 500 wie bei uns aufschließen wird

  • Elektromotor rettet Verbrennungsmotor [41]

    Das diesjährige Wiener Motorensymposium prophezeite revolutionäre Zeiten im Automobilbau

  • Flexibler Motorenpapst [43]

    Es werden nur jene technischen Lösungen kommen, für deren Erforschung und Umsetzung in die Praxis sehr viel Geld ausgegeben wird

  • Auf ins Energiesparadies [8]

    Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt im letzten Drittel des Erdölzeitalters - und auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger

  • Mit dem Rotstift durch die Verbrauchstabelle [60]

    Mercedes senkt mit Akribie den CO2-Ausstoß seiner E-Klasse, jedenfalls auf dem Papier

  • Automatik ohne Mehrverbrauch [197]

    Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

Franz_B
00
29.8.2009, 18:43
klein ist relativ

Heutige Kleinwagen sind eigentlich gar nich wirklich klein.
Was man heute als "Kleinwagen" bezeichnet, war in den 70ern mindestens Mittelklasse.
Wenn man ehrlich ist, fährt ein großer Teil der Autofahrer ja ohnehin zu 90 Prozent allein.
Also wozu ein 5 Meter langer und 2to schwerer Wagen?
Kleiner Nebeneffekt ist, dass kleine, spritzige Fahrzeuge auch einen relativ hohen Spaßfaktor bieten (abgesehen von langen Autobahnfahrten).

FmVieringer
00
11.12.2008, 00:01

Wenn ein Mercedes S-Klasse,
heute weniger verbraucht als ein VW Kaefer mit 32PS,
dann hat man verrdammtnochmal das Recht einen Mercedes S-Klasse zu fahren.

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