Der ÖFB-Tormann hatte gegen Kroatien nicht viel zu halten - Trotz der Niederlage stimmte ihn die Einheit des Teams positiv
Stegersbach - "Heute muss alles vergessen sein", zeigte sich der österreichische Schlussmann Jürgen Macho von der gestrigen 0:1-Niederlage gegen Kroatien wenig beeindruckt. Sein Blick richtet sich nach vorne, der Griechenland-Legionär hat bereits den nächsten Gegner Polen im Visier. Vom ersten Spiel blieben Macho gemischte Gefühle: "Wir sind vom Ergebnis enttäuscht, die Leistung stimmt uns aber positiv".
Eine harte Entscheidung
Kaum war Macho im eigenen Strafraum angekommen, wurde der Kroate Olic darin auch schon zu Fall gebracht. "Das hat Olic ganz clever gemacht", beschreibt Macho, "es war aber schon eine harte Entscheidung und extrem bitter zu diesem Zeitpunkt." Anschließend taten sich die rot-weiß-roten Spieler vor Tormann Macho schwer ins Spiel zu finden. "Wir waren nach dem frühen Gegentreffer wie paralysiert, aber nach so einem Start braucht jede Mannschaft Zeit", so Macho.
Ein ruhiger Abend
Gegen Ende der ersten Hälfte war der Schock beendet und die Hicke-Elf wagte erste Angriffsversuche aus der Distanz. Für den ÖFB-Tormann war der Arbeitstag damit schon fast geschafft. "Weil unsere Defensive gut gearbeitet hat, bekam ich nach den ersten 30 Minuten nicht mehr viele Bälle zu halten", erklärte Macho. Die gute Fitness seiner Elf und der Wille waren für den Tormann die Impulse einer starken zweiten Halbzeit. "Die Kroaten haben nicht zurückgeschaltet und nur das Ergebnis verwaltet, die konnten einfach nicht mehr", wischte Macho eine Ausruh-Taktik der Kroaten in Hälfte zwei vom Tisch. Das einzige was er seiner Elf vorwerfen kann: "Wir haben einfach nicht ins Tor getroffen."
Positive Stimmung
Ganz der Profi will er sein und nicht raunzen, obwohl die Enttäuschung natürlich groß sei, erklärte Hickersbergers Tormann des Vertrauens. "Wir haben einiges getan um vor dem Spiel gegen Polen noch mehr Euphorie zu erzeugen und sind positiv eingestellt", so Macho. Gegen den laut Weltrangliste schwächsten Gegner der Gruppe B geht es für das ÖFB-Team um alles oder nichts. "Es wird gegen Polen ein ganz wichtiges Spiel", streicht auch der Mann im Kasten die Bedeutung der zweiten EM-Begegnung hervor. Um die gestrige Niederlage aus den Köpfen zu bekommen, fanden sich alle Teamspieler zum gemeinsamen Deutschland:Polen-Schauen ein. Tormann Jürgen Macho hofft schon jetzt: Auf ähnlich wenig Beschäftigung im zweiten Spiel, wie gegen Kroatien nach Seitenwechsel. (Simon Hirt für derStandard.at aus Stegersbach)