Der Salzburger haderte mit seiner missglückten Attacke gegen Olic - Joker Korkmaz: "Keine Überraschung, dass meine Tricks funktioniert haben
Wien - Für den Kapitän war das 0:1 gegen Kroatien kein Grund, Trübsal zu blasen.
Andreas Ivanschitz übte sich im Positiv-Denken.
"Wir brauchen uns nichts vorzuwerfen. Wir haben guten Fußball gezeigt, das hat niemand erwartet. Deswegen sind wir natürlich enttäuscht, dass wir das Unentschieden nicht geholt haben, das hätten wir uns heute sicher verdient gehabt", meinte der 24-Jährige.
Der Legionär von Panathinaikos Athen wollte erneut die Bestätigung für einen "sehr positiven Trend" erkannt haben. "Wir zeigen, was in uns steckt und man hat auch gesehen, wie fit wir sind. Wir sind 90 Minuten marschiert." Den Kroaten musste er freilich eine abgeklärte Leistung attestieren: "Sie haben sehr ruhig gespielt. Sie haben das cool runtergespielt und waren auch glücklicher. Das war auch der Grund, warum sie gewonnen haben."
Die Tür zum Viertelfinale sei nach wie vor geöffnet: "Ich glaube, wir sind auf einem hervorragendem Weg, und die EURO ist für uns noch nicht vorbei", so Ivanschitz.
Wesentlich geknickter wirkte Rene Aufhauser, der mit seinem Foul an Ivica Olic in der dritten Minute den Elfmeter verursacht hatte. "Ein bitterer Moment. Den Start haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt", gestand der Salzburger. "Ich wollte den Ball spielen, habe dann gesehen, dass es sich nicht mehr ausgeht und habe mich dann passiv verhalten. Ich habe gehofft, dass der Schiedsrichter das so ahndet, dass der Kroate das Foul provozieren wollte."
Ivica Vastic zeigte sich vor allem vom Publikum beeindruckt: "Die Atmosphäre war wirklich hervorragend. Ich möchte mich bei den österreichischen Fans bedanken, dass sie mich so gut aufgenommen haben. Leider habe ich es nicht geschafft, ein Tor zu machen." Nun müsse man alles auf eine Karte setzen. "Wir haben nichts zu verlieren. Ich glaube, der Knackpunkt im heutigen Spiel war nur der Elfmeter", so 38-Jährige.
Ümik Korkmaz machte aus einer Enttäuschung keinen Hehl. "Ich bin traurig. Wir haben zwar das Spiel kontrolliert und etliche Chancen gehabt, aber leider unglücklich verloren", sagte der Frankfurt-Legionär in spe, der sich seiner guten Leistung bewusst war: "Eine Überraschung war es nicht für mich, dass viele meine Tricks funktioniert haben, aber im Endeffekt hat es nichts genützt."
Dass seine Einwechslung möglicherweise zu spät gekommen sei, wollte der 22-Jährige nicht kommentieren: "Das muss der Teamchef entscheiden. Ich bin immer bereit, egal wann er mich braucht. Die Atmosphäre war sehr schön, am Anfang habe ich eine Gänsehaut bekommen." (APA)