Mutig deshalb, weil die vorwiegend männlichen Kollegen lieber in Heckenschützenmanier agieren. Allen voran der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der gerne den Eindruck vermittelt, es sei egal, wer unter ihm Parteiobmann und Bundeskanzler ist. Er selbst wollte sich den Parteiobmann-Job aber bisher nicht antun. Er würde gerne seinen früheren Stadtrat, Verkehrsminister Werner Faymann, inthronisieren, der sich bereits auf Werbetour befindet, und lässt lieber ausrichten, was seiner Ansicht nach zu tun sei.
Es grenzt fast ans Perfide, wenn Häupl im Interview mit dem Standard sagt, er sei "fast immer nur glücklich" mit Gusenbauers Arbeit. Und in einem anderen Interview erklärt, er wisse schon was in Wien los sei. Das war ein Seitenhieb gegen die Salzburger Parteifreundin.
Burgstaller hat ungewöhnlich klar gesagt, woran es Gusenbauer mangelt: an der Gabe zu kommunizieren. Politiker und Funktionäre aus den Bundesländern fühlen sich gefrotzelt, wenn sie aus den Medien erfahren müssen, was "die da in Wien" ausgemacht haben. Wenn sich Gusenbauer dann schon dazu herablässt, eine Reise in die Provinz anzutreten, und dann über das "Gesudere" klagt, kommt das erst recht nicht gut an. Auch wenn Gusenbauer kein Wiener ist - aber es reicht für viele in den Bundesländern schon, dass er so klingt. Mit seinem Parlamentarier-Sager hat Gusenbauer zudem viele Abgeordnete vergrätzt.
Konsequent ist Burgstallers Verhalten auch, weil Gusenbauer bisher eine Resistenz gegen Kritik und Beratung an den Tag gelegt hat, die nur als Ignoranz bezeichnet werden kann.
Er hat sich bisher auch allzu sehr auf die kommunikativen Fähigkeiten seines SPÖ-Geschäftsführers Josef Kalina verlassen, der als ehemaliger Krone-Redakteur über das Kleinformat den Wählern im Allgemeinen und den Parteimitgliedern im Besonderen Gusenbauers Politik nahebringen sollte. Da sich die Krone seit Wochen aber offensichtlich auf Gusenbauer eingeschossen hat, funktioniert dieser Kommunikationsstrang nicht mehr, und der Kanzlerparteichef versucht sein Heil im Davonlaufen vor TV-Kameras. Dass er etwas, was er zuvor mit dem Koalitionspartner vereinbart hat, in der eigenen Partei nicht durchbringen kann, ist auch schwer zu erklären.
Die Führungskrise in der SPÖ hat massive Auswirkungen auf die Regierungsarbeit. Die Koalition hat zwar am Mittwoch eine Reihe von Kompromissen beschlossen, insbesondere die Kassenreform und im Stiftungsbereich. Die großen Würfe dieser großen Koalition im Gesundheits-, Bildungs- und Migrationsbereich sind bisher aber ausgeblieben. Die Zweckgemeinschaft beschränkte sich aufs große Durchhalten und lähmt dieses Land. Mit Vizekanzler Wilhelm Molterer teilt Gusenbauer das Schicksal, in der eigenen Partei umstritten zu sein.
Dass Gusenbauer aber gelassen auf Burgstaller reagiert, ist klar, zementiert sie ihn mit ihrer Rücktrittsankündigung zum derzeitigen Zeitpunkt doch eher ein. Sie ist es, die jetzt Kritik auf sich zieht. Damit hat sie Gusenbauer einen Dienst erwiesen. Dazu kommt, dass Sozialminister Erwin Buchinger, der Darling der Linken, seit der Zustimmung zur Pensionsautomatik innerparteilich auch heftiger Kritik ausgesetzt ist. Somit bleibt Gusenbauer, was er ist, weil es (noch) keine Alternative gibt. (Alexandra Föderl-Schmid/DER STANDARD, Printausgabe, 5.6.2008)
ÖVP und SPÖ begeben sich auf einen Kurs, den Strache und die FPÖ vorgeben
Auch bei den Salzburger Festspielen hat niemand nichts Genaues wissen wollen
Politiker, Banker und Manager haben keine Lehren aus der Finanzkrise gezogen
Mit Glamour und Klamauk wird über die Inhaltslosigkeit hinweggetäuscht
Seit Jahrzehnten verhindern Parteien Aufklärung über ihre Geldflüsse
Vom fehlenden Mut zu einer Integrationspolitik profitieren die rechten Parteien
Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung werden Bürgerrechte beschnitten
Die Regierung muss erklären, wie sie das Budget sanieren will
dem Ganzen, lieber Gusi.
Die ÖVP regiert daweil eh und vielleicht geht es mit dem glänzenden Schmäähhhh wieder weiter.
Wenn nicht gemma in die Pense, oder vielleicht zu einen anderen Verein.
Ehrenobmann zur Erschaffung von neuen Politikern, da braucht man keine Ausbildung, oder so irgend etwas.
Zum Bürgermeister reicht es auch noch nicht ganz, da muß man eine wochenlange Aufnahmsprüfung in einem Weinkeller machen.
Und über Personen die einem gefährlich werden können, breitet man am besten ein schlechtes Image. Auch das wissen die Konservativen ganz genau. Das scheint auch ihre einzige Waffe gegen diesen Politiker zu sein. Im übrigen, ein Politiker der sich mit Neinsagern und Quertreibern in Form eines Koalitionspartners herumschlagen muß. Ein Koalitionspartner, der zu allem Überfluss auch noch den Finanzminister stellt, der wwiederum sich gegen alles stellt was den kleinen Mann auf der Straße ein bisserl das Leben erleichtern könnt'. Dieser Kanzler hat so viel damit zu tun der totalen Vernichtung der Mittelschicht durch die vp entgegen zu wirken, daß es manchmal den Anschein haben mag "er steht für nichts".
Wie gut kommuniziert die Frau Gabriele Burgstaller ihr segensreiches Wirken in Salzburg zwecks Vorbildwirkung ins übrige Österreich?. Ihr Kollege LH Pröll kommuniziert österreichweit wirksam.Ob man damit Einverstanden ist steht auf einem anderen Blatt.Aber er kommuniziert. Welche Inhalte kommuniziert Frau Gabriele ?.
Warum soll es keine Alternative geben? Muss doch nicht unbedingt jemand Parteichef werden, der schon bekannt ist. Den Gusi hat vorher auch kein Schw.... gekannt, oder?
Natürlich werden sich der Voves, die Burgstaller, der Häupl etc. hüten, diesen Posten zu übernehmen.
man muß sich einmal das in der praxis vorstellen, gusi hat 12 "vertreter" oder vize-sprecher ? schade um diese spoe, man sollte die spoe nicht mehr wso ernst nehmen und den gruenen die chance für die naechsten jahre geben. die machen das sicher besser als die spoe, obwohl viele querdenker sind, nur wird das dem land nicht schaden und 12 vize wird es dann auch nicht geben.
Nachdem die Grünen ja so großartig für die Unterzeichnung des EU Reformvertrages gestimmt haben, bezweifle ich persönlich dass es gut wäre diese Partie zu wählen. Irgendwann müssen die Österreicher ja aufwachen. Ich kann mir nicht vorstellen dass es wirkllich Menschen gibt, welche die Arbeit unserer gewählten Volksvertreter gutheißen. Aber egal...
Österreich ist ja bereits verkauft und ich hoffe dass die Verantwortlichen für diesen Verfassungsbruch auch gerade stehen müssen.
Mittlerweile könnte auch Duffy Duck Österreichischer BK sein und würde die Aufgaben besser erledigen...
...übrigens würde mich interessieren ob die Erhöung des amtl. Kilometergeldes 4 €ct ein Scherz war oder ob das ernstgemeint ist?
sollte man gusi und seine 12 vize einlaufen lassen, mit rotem einlauf werden wir dann bis ins letzte eck auf diesem planeten erde mit einem schlag bekannt sein, weil diese 13 politiker sich extrem ordinär am rasen bewegen. die opposition darf jeden verletzten vom feld tragen. 1 woche nach der Euro muß es dann neuwahlen geben.
Interessant an Gusenbauer ist, daß er eigentlich kein Image hat. Für was steht Gusenbauer??
Bei Schüssel, Molterer, Vranitzky, Klima, Cap, Buchinger, Strache, Westenthaler, VdB usw. ist das mehr oder weniger klar definiert.
Nur egal zu welchem Thema - auf die Frage: "Was sagt der Kanzler?" kann sich keiner eine Antwort vorstellen weil Gusenbauer, zumindest nach aussen hin, für nix steht.
er hat halt inhaltlich nichts zu kommunizieren, vertritt keine Meinung. Wenn er dann doch etwas erreichen will, dann wird es dem Koalitionspartner via Medien ausgerichtet.
Man könnte ja auch Standpunkte argumentieren, dafür werben und versuchen die öffentliche Meinung auf seine Seite zu bringen. Dann wäre es dem Koalitionspartner nicht allzuleicht zu allem nein zu sagen. Aber immernurzu sagen "wir können nicht, weil wir haben nicht die Absolute" ist zuwenig.
Was die SPÖ bis jetzt gezeigt hat, lässt mich hoffen, dass sie die Absolute auch nicht bekommen.
Absolute Inhaltsleere bei unserem HBK, ich fürchte , dass trifft auch auf die gesamte SPÖ zu.
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