Geht es nach den Wettanbietern hat Österreich die mit Abstand geringsten Chancen den Titel zu holen - Deutschland durch die Bank Topfavorit
Wien - Das in Österreich ohnehin bereits recht weit
verbreitete Wettfieber wird sich mit Anpfiff der Fußball-EURO-2008
noch einmal rasant ausbreiten. Die Wettbüros bieten für die am 7.
Juni beginnende Fußball-Party in Österreich und der Schweiz eine
Unzahl an verschiedenen Wettmöglichkeiten und Quoten an. Eines haben
alle Anbieter gemeinsam: Österreich ist der mit Abstand größte
Außenseiter unter den 16 Teilnehmern und bringt im Falle eines
EM-Triumphes viel Geld, der Topfavorit auf den Titel heißt für die
Buchmacher durch die Bank Deutschland.
Bwin, das größte Wettportal im deutschen Raum, bietet für einen
EM-Titel Österreichs die Quote 81 (10 Euro Einsatz, 810 Euro Gewinn)
an. Ähnliche oder teilweise noch höhere Quoten gibt es dafür bei
Interwetten (100), Bet at home (100), Cashpoint (90) oder Admiral
Sportwetten (80). Ein Quotenvergleich lohnt sich für
Wettinteressierte sehr oft, so bekommt man etwa bei Wettpunkt im
Falle eines ÖFB-Finalsieges "nur" das 50-fache des Einsatzes. Mit
ähnlichen Quoten wie diesmal Österreich war übrigens vor der EURO
2004 der spätere Sensationssieger Griechenland gehandelt worden, die
Griechen befinden sich diesmal im hinteren Mittelfeld der
Pokalanwärter.
Im Rennen der Underdogs folgen bei den meisten Wettbüros - mit
großem Respektabstand zu Österreich - die Türkei, Polen und Rumänien.
In der Liste der Topfavoriten wird Deutschland an erster Stelle
genannt, die Quote für einen Titelgewinn der Deutschen hat sich bei
etwa 5 eingependelt. Die ersten Herausforderer sind für die
Buchmacher die vier Nationen Italien, Spanien, Frankreich und
Portugal mit Quoten zwischen 6 und 9. Mit der Frage nach dem
Titelgewinner und den normalen Sieg/Remis/Niederlage-Tipps bei den
insgesamt 31 Spielen beginnt das Angebot der Wettannahmestellen aber
erst. Es gibt kaum ein theoretisch mögliches Ereignis bei der EURO
2008, auf das nicht gewettet werden kann.
"Ist Österreich bei der EURO in ein Elferschießen involviert?",
"Wie viele Eckbälle, Elfmeter, Abstöße, Eigentore Einwürfe,
Abseitsentscheidungen gibt es im Turnier?", "Welcher Schiedsrichter
leitet das Endspiel?", "Wie viele Minuten spielt Ivica Vastic?",
"Scheidet Österreich ohne Tor und Punkt aus?", "Wie viele Tore fallen
im Happel-Stadion?" oder "Aus welcher Vorrundengruppe kommt der
Europameister?" sind nur einige der Fragen, auf die man antworten und
damit eventuell Geld verdienen kann.
Im Quoten-Rennen um den Torschützenkönig tauchen an der Spitze
einige Namen auf, immer ganz vorne dabei sind Stars wie Luca Toni,
Miroslav Klose, Cristiano Ronaldo, Fernando Torres, Ruud van
Nistelrooy, David Villa und Thierry Henry. Als aussichtsreichste
ÖFB-Kandidaten auf diesen Titel werden Roland Linz,
Ivica Vastic und Erwin Hoffer mit einer Quote von jeweils 151
gehandelt. (APA)