Die USA betreiben, nach Angaben der NGO Reprieve, für ihren Anti-Terror-Kampf Gefängnisse auf einigen ihrer Marineschiffen
Das berichtet die britische Tageszeitung
Guardian in ihrer online-Ausgabe.
Die Schiffe sind angeblich weltweit im Einsatz. Informationen darüber sind aufgetaucht, als die Debatte über Verhaftungen ohne Gerichtsverhandlung sich auf beiden Seiten des Atlantiks intensivierte. Informationen kommen von Statements des US-Militärs, dem Europarates und Zeugenaussagen von Gefangenen.
Die Menschenrechtsorganisation Reprieve, die dieses Jahr noch einen Bericht zum Thema veröffentlichen will, spricht von mehr als 200 Fällen seit dem Jahr 2006. In diesem Jahr erklärte Präsident Bush, dieses Vorgehen zu beeenden.
Nach Angaben von Reprieve hatten die USA seit 2001 mehr als 17 Schiffe als "schwimmende Gefängnisse" im Einsatz. Gefangene werden auf den Schiffen befragt und dann an andere - oftmals unbekannte - Orte gebracht.
Die betroffenen Schiffe seien im Indischen Ozean, in der Nähe von Somalia im Einsatz gewesen. Auch Großbritannien soll involviert sein. (red)