Österreich-Fans befürchten Blamage

Redaktion, 30. Mai 2008, 10:52

Dem ÖFB-Team werden einer Studie der Uni Wien zufolge nur geringe Erfolgschancen eingeräumt

Wien - Die österreichischen Fußball-Fans befürchten bei der EURO 2008 eine Blamage der österreichischen Mannschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Abteilung Sportsoziologie am Institut für Sportwissenschaft der Uni Wien. Insgesamt werden dem Nationalteam nur geringe Chancen eingeräumt. Etwas optimistischer sind jüngere Männer bzw. generell Frauen. Letztere sehen allerdings mehr Chancen "eher in wohlwollend mütterlicher Manier, die den Kindern Erfolg wünschen", heißt es in der Studie. Für die Untersuchung wurden 60 in Wien lebende Fußballfans, also Personen, die regelmäßig Spiele besuchen, qualitativ befragt.

Die EURO insgesamt wird von den Fans positiv gesehen. Vorteile orten sie in der Mischung aus Internationalität, Wirtschaftlichkeit und Event sowie in den Investitionen in die Infrastruktur, Negativa im drohenden Vandalismus, der Terrorgefahr, einem möglichen Verkehrschaos sowie Preissteigerungen, Verschmutzungen, zu wenigen Tickets und allgemeinen Fehlinvestitionen. "Besonders freuen" sich die Fans aufs Feiern, die Fanmeile, schöne Spiele und speziell auf die Partie Österreich gegen Deutschland.

Als Hauptgrund für die Schwächen des österreichischen Fußballs wird von den Fans in erster Linie die hohe Präsenz zweitklassiger ausländischer Spieler angeführt. Weiters wurden "eine nicht entsprechende körperliche Verfassung", die "Überbezahlung der Spieler", "zu wenig Nachwuchsförderung und Ausbildungsmöglichkeiten", "zu geringe Motivation und Selbstvertrauen", "wirtschaftliche Probleme der Clubs" und "spielerische und technische Mängel" genannt. Ähnlich die Einschätzung des Clubfußballs: Vor allem die mangelnde Konkurrenzfähigkeit im internationalen Vergleich und die vergleichsweise geringe Professionalität wurden häufig genannt.

Viele erkennen auch die "strukturelle Unmöglichkeit eines kleinen Landes, großen Fußball hervorzubringen" - obwohl durchaus auch auf Länder vergleichbarer Größe mit mehr Erfolgen wie Tschechien oder die Schweiz verwiesen wird.

Gemischt ist die Einschätzung über Teamchef Josef Hickersberger und den ÖFB. Häufig wurde etwa die Meinung geäußert, dass "ein Trainer keine Wunder wirken kann". ÖFB-Chef Friedrich Stickler wiederum wird bescheinigt, wirtschaftlich und organisatorisch durchaus kompetent zu sein, vom Fußball aber eher wenig Ahnung zu haben. (APA)

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25 Postings
Edelpiefke
00
31.5.2008, 19:57
Wieso Blamage?

Team Ö hat nichts zu verlieren und kann nur gewinnen.
Positiv denken!

IchBins
00
30.5.2008, 20:32
pfeiff drauf

lasst uns in die Erinnerung als sympathische, gewinnende Gastgeber eingehen, die alles taten um die EM zu einem Fussballfest werden zu lassen.

Einfach die Suderer ausblenden :)

gordon865
01
30.5.2008, 19:34
a geh

tuts nicht so schlechte laune verbreiten. finanziell wird die euro auf jedenfall ein erfolg, weshalb nebenbei gesagt der herr diplomingenieur stickler auch 2010 noch auf seinem sessel klebt. denn gehts der wirtschaft gut ...

jackk 2
00
30.5.2008, 12:37

ja das wird lustig sein... wenn sich alle wieder gegenseitig auf die Schultern klopfen und alle alles richtig gemacht haben, wenn das Team gekämpft hat aber doch nichts erreicht hat..
ja es kann nur eine erfolgreiche EM werden... in welchem Sinn auch immer

TORSTEN FRINGS FUSSBALLGOTT
 
12
30.5.2008, 11:06
wer sich im umfeld zur em alles zu wort meldet (geschäft macht) ist schon atemberaubend.

neben psychologen, die uns über die farben der teamdress aufklären, bis zu solchem mumpitz.
wenn ich dreimal in der woche in ein beisl geh, dann hab ich eine repräsentativere umfrage. sowohl in qualitativer, als auch in quantitativer hinsicht.

AmazingO
00
30.5.2008, 11:48
den bledsinn hat kein psychologe erzählt

sondern a farbtherapeutin

Scully
00
29.5.2008, 20:20

worauf sich dieser pessimismus wohl begruendet?!?

Everchange
01
29.5.2008, 18:37
bitte

auch wenn es sich um qualitative Interviews handelt...
Erstens ist die Zahl 60 zu wenig und zweitens wurden nur leute aus dem Großraum Wien befragt. Daraus auf die gesamt österreichische Bevölkerung rückschlüsse zu ziehen ist hier nicht angebracht.

paxton_1
01
30.5.2008, 18:21
60 qualitative interviews zu wenig?

60 ist für qualitative Interviews eine sehr hohe Anzahl!

brennessel
00
31.5.2008, 21:27

Vollkommen richtig.
60 qualitativ geführte Interviews ist ein Irrsinns-Aufwand!

Diana Rigg
00

viel aufwand schon, aber bei 60 kannst ziemlich danebenhauen. sind sagen wir 3 sticklerfans dabei und schon heisst es 4 prozent der österreicher sind weniger fans des team sondern vielmehr sticklerfans.

brennessel
00

Aus einem qualitativ geführten Interview lassen sich keine quantitativen Aussagen ableiten.

TORSTEN FRINGS FUSSBALLGOTT
 
01
30.5.2008, 11:08
grundsätzlich stimme ich ihnen zu.

ich bezweifle allerdings, dass die tiroler die ausgangssitutation der ösis bzw. deren verfassung optimistischer einschätzen.

Affe&Affe
01
29.5.2008, 20:02
Glaubst, dass in Fucking (Tirol) etwas anderes glauben?

brennessel
00
31.5.2008, 21:30

Der Ort Fucking ist in OÖ
http://de.wikipedia.org/wiki/Fucking

Everchange
00
30.5.2008, 15:38
Weiß ja nicht

ob sie studieren/studiert haben und jemals ein Seminar "Wissenschaftliches Arbeiten" besucht haben.

Dort lernt man jedenfalls, daß Umfragen (sofern sie die gesamte österr. Bevölkerung betreffen) auch im gesamten Bundesgebiet durchgeführt werden müssen, um repräsentativ zu sein. Am besten im jeweiligen Verhältnis zu den Einwohnern - ist nunmal so.

Und dazu, ob die leute woanders anders denken:

Wien ist für die Raunzeirei bekannt (sonst gibts nirgends die "Nichtraunzerzonen" in Ö-wird wohl seinen grund haben) - von daher wäre ein anderes Ergebnis zumindest möglich.

Wie gesagt: eine repräsentative Umfrage ist jedenfalls etwas anderes, darum wundere ich mich, daß der Standard sie veröffentlicht hat.

exc
00
30.5.2008, 11:43

glaubst, dass is lustig ??

Affe&Affe
00
30.5.2008, 13:59
Ja

Christian Oberndorfer
01
29.5.2008, 18:08

unser fußballerischer ruf in europa ist derart schlecht, dass eine blamage nicht zu befürchten ist. wir können nur positiv überraschen.
blamieren dürfen wir uns erst wieder im oktober, wenn's wieder einmal gegen die faröer-inseln geht.

BPC
10
29.5.2008, 20:48

genauso ist es...blamieren können nur die anderen Mannschaften,die höher anzusiedeln sind.Wird Österreicher letzter nud verliert alle drei Spiele,wird jeder eh sagen"habe ich eh gewusst",aber wenn man 1 Pkt holt,ist es wie ein Sieg und sollte man entgegen der rationalen Prognose doch eine Runde weiterkommen,ist es eine Sensation und gerade das macht den Sport schön.Griechenland galt als "Doppelnull" (0Tore,0Punkte),am Ende wurden sie Europameister.Wenn alles vorher immer klar sein sollte,bräuchte man keine EM oder WM mehr ausrichten...alles wäre ja dann schon auf dem Papier klar...

TORSTEN FRINGS FUSSBALLGOTT
 
01
30.5.2008, 10:32
griechenland hatte rehakles

BPC
00
30.5.2008, 15:17

na ja, war mir entgangen,ohne Deutsche kann keiner ein Turnier gewinnen...

Jürgen Rembremerding
00
30.5.2008, 19:35
Aber so ganz gering dürfte der Beitrag von Otto R.

zu diesem Erfolg nicht sein.

BPC
00
30.5.2008, 20:11

um Gottes willen, ich wollte dem Rehagel nichts Böses.Natürlich war es auch sein Verdienst,denn bis zu dem Zeitpunkt glänzte Griechenland eher damit,die "Schießbude" Europas zu sein.Taktisch hat er sie perfekt eingestellt und dass er mit "alten" Herren (mein Gott,wie das klingt "alt") gut umgehen kann,hat er in Bremen viele Jahre bewiesen.Er war mir immer sympathisch...

Everchange
00
30.5.2008, 15:39
Wir haben ja Harnik!

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