EURO 2008: Kostenlose WLAN-Hotspots für Fußballfans

Redaktion, 28. Mai 2008 13:24
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    Foto: sxc

Guter Empfang rund um die Wiener Fanmeile - Schlechter sieht es in Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck aus

Zahlreiche Hotspots-Anbieter in Österreich ermöglichen auch Touristen, jederzeit gratis via WLAN in das Internet einzusteigen. Fußballfans aus dem In- und Ausland ist es damit möglich, auch ohne mobile Datenkarte jederzeit einen Life-Ticker mitzuverfolgen, Hintergrundberichte abzurufen oder selbst in Chatforen über das aktuelle Geschehen vor Ort zu informieren. An Hotspots rund um die Wiener Fanmeile mangelt es nicht, eher weniger Möglichkeiten gibt es in den anderen drei Austragungsstätten.

Hundert Hotspots in Wien

Knapp hundert Hotspots in Wien bietet Freewave.at an. Zumeist sind es Kaffeehäuser und Hotels, welche den Dienst abonniert haben und damit für ihre Kunden die Kosten für einen Internetzugang übernehmen. Nutzer können damit im nahen Umfeld ohne Registrierung kostenlos via WLAN ins Internet einsteigen. Reges Interesse für Freewave-Hotspots konnte Geschäftsführer Wolfgang Krivanek bereits in den letzten Monaten an den steigenden Zugriffszahlen der Webseite feststellen.

Stresstest

"Wir haben uns für die EURO 2008 vorbereitet und unser System einem Stresstest unterzogen", so der Geschäftsführer. Einziger Nachteil dieses österreichischen Dienstes: Nur Fußballgäste in Wien können darauf zugreifen, in Salzburg und Klagenfurt werden Fans auf der Suche nach Freewave-Hotspots nicht fündig werden. Eine Liste aller Spots ist auf der Homepage des Anbieters zu finden.

Surfen ohne Big Brother

"Surfen ohne Big Brother" bietet die Bürgerrechtsorganisation "quintessenz" an. Mit lediglich fünf "q/spots" in Wien - unter anderem dem MuseumsQuartier und dem Karlsplatz - bietet die Organisation WLAN-Verbindungen völlig kostenlos und vor allem anonym an. Damit wolle man "beispielhaft ein Zeichen gegen die zunehmende Aushöhlung der Privatsphäre setzen", betont die Organisation auf ihrer Homepage.

WLAN-Community

Auf den Community-Gedanken setzt der weltweit aktive Hotspot-Anbieter FON. Bei diesem Modell gewähren sich Mitglieder gegenseitig einen kostenlosen WLAN-Zugang zu ihren Internet-Anschlüssen. Das System erfreut sich steigender Beliebtheit, was die relativ große Mitgliederzahl in Wien zeigt. Wenn auch vereinzelt, so gibt es auch "Foneros" und "Foneras", wie sich die Community-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen nennen, in Klagenfurt und Salzburg.

FON ist jedoch nicht ganz kostenfrei. Das Unternehmen betreibt ein Netz von kabelgebundenen Hotspots, das heißt für die Mitgliedschaft ist eine einmalige Investition in die Hardware in Form eines FON-Routers - der Preis liegt bei etwa 15 Euro - notwendig. Wer dazu nicht bereit ist, kann jedoch auch Tagestickets zur Nutzung von FON-Hotspots zu einem geringen Entgelt erwerben, ohne seinen eigenen Internetzugang der Community anbieten zu müssen.

Experimentelles Netzwerk

"Wir sind das Netz" ist auch das Motto des nicht kommerziellen, freien und experimentellen österreichischen Netzwerkes FunkFeuer. Im Gegensatz zu FON greift FunkFeuer auf die Technik eines drahtlos vermaschten Netzes zurück. Zur Euro werden wohl nur registrierte Nutzer aus Wien darauf zurückgreifen. Neben den relativ hohen Kosten in die Erstausstattung - ca. 150 Euro für Funkantenne und Router - ist der Zugang nur Community-Mitgliedern erlaubt. In Klagenfurt und Salzburg gibt es keine Hotspots, dafür ist das Netz in Wien bereits sehr dicht.

Investition in Handymasten

Kommerzielle Anbieter wie A1 und T-Mobile haben zur EURO 2008 ausschließlich in Handymasten investiert. "Wir sind der Meinung, dass die Hotspot-Kapazitäten ausreichen, deshalb wurde nichts investiert", heißt es seitens T-Mobile. Die Hotspots der beiden Mobilfunkbetreiber sind nur für Kunden zugänglich. Einzige Ausnahme ist die Webseite wien.gv.at, welche sich ohne Login und Passwort über deren Hotspots ansurfen lässt. Die Webseite informiert vor allem über Services in Wien rund um die EURO 2008. (APA)

Meinungsf(er)orscher
29.05.2008 23:59
früher-heute

früher:

Fan 1: "Hey, Oida, host grod meina Oidn in Ausschnitt g'schaut?"

Fan 2: "Ähhhh...Na."

Fan 1: "Oida, woarum net? g'follts leicht da net?"

Fan 2: "Ähhhh...dou"
_________________________________________
heute:

Fan 1: "Hey, Oida, host grod auf mei Indanet g'schaut?"

Fan 2: "Ähhhh...Na."

Fan 1: "Oida, woarum net? G'follts da leicht de Fänseitn net?"

Fan 2: "Ähhhh...dou"

Francois21
 
31.05.2008 10:15

furchtbar,....

aenema_lateralis
 
28.05.2008 14:07
serviceanruf

"Bank XYZ Kundencenter Guten Tag, was kann ich für sie tun?"

"ja hallo, ich versteh´ sie ganz schlecht *OLLEEEEE OLEEE OLEEE OLEEE*, ich wollte nur kurz im Fan-Meilen-W-LAN meine Giro-Kontostand
prüfen und ein paar überweisungen tätigen, doch selbst nach Eingabe der zehnten TAN hat es immer noch nicht funktioniert und jetzt geht mein passwort nicht mehr!!

moejoe187
28.05.2008 15:45
is auch sehr geschickt in

einem ungeschützten wlan seine verfügernummer und pin preiszugeben ;)

GAT
 
29.05.2008 09:10
ungeschützt

Naja, trotz offenem WLAN besteht immer noch eine mindestens 128-bit-gesicherte SSL-Verbindung zwischen Webbrowser und Bank-Server. Die Transaktion ist dann also nicht um so vieles unsicherer als daheim per ADSL. Trotzdem würd´ ich´s auch vermeiden, in der Fan-Zone meine Bankgeschäfte zu erledigen (oder zu McDonald´s zu gehen - dort hat sich letztens ein Voraustrupp deutscher "Fußballfans" schon aufgeführt wie am Ballermann...).

moejoe187
29.05.2008 12:27
trotzdem kann jeder findige computermensch

in ungeschütten wlans formulardaten auslesen also verfüger und pin ausspionieren...ohne tans kann er zwar nix machen aber trotzdem......

Leonardo Basil
29.05.2008 13:38

also bei meiner Bank (Ex Ba-Ca) werden die Formulardaten ab dem Login verschlüsselt. Da kannst nichtmal den Verfüger auslesen.

=================================
Connection Encryted: High-grade Encryption (AES-256 256bit)
The page you are viewing was encrypted before being transmitted over the Internet.
=================================

und da hab ich noch nichts eingegeben.

GAT
 
29.05.2008 12:44
Formulardaten

Wenn die Formulardaten (wie üblich) per SSL-Verschlüsselung (teilweise mit 1024-bit-Schlüssel) versendet werden, braucht´s etwas mehr als das offene WLAN zu scannen. Dann muss man zusätzlich den SSL-Schlüssel knacken, was bei deutlich mehr als 128 bit nicht im Vorbeigehen funktionieren wird. Soweit ich die Technologien durchblicke... Sonst dürfte man auch per LAN niemals sensible Daten versenden.

mingalaba
28.05.2008 12:47

Da werden jetzt tausende Terroristen anreisen.

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