Immer wieder neues Grün

Redaktion, 22. Mai 2008, 20:42
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    Der Züricher Letzigrund erscheint kurzfristig in braun. Nach nicht einmal einem Jahr war der alte, neue Rasen nicht mehr brauchbar.

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    Um 153.431 Euro rollt man neuen Rasen aus.

Eigentlich wurde ver­gan­genen Herbst am Zürcher Letzigrund frischer Rasen ausgerollt, jetzt muss schon wieder Neuer her

Zürich - Außer in Wien und Genf wird bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz in allen Stadien auf einem neuen Rasen gespielt. In dieser Woche wird im Zürcher Letzigrund der letzte EM-Rasen, der auf 23 Lastwagen aus der Niederlande in die Schweiz gefahren wurde, verlegt. Eigentlich hatten sie im Letzigrund das EM-Grün schon im vergangenen August verlegt, doch dann litt der Rasen im neuen Stadion zu sehr unter den Strapazen von 27 Super-League-, 4 UEFA-Cup- und 3 Länderspielen sowie unzähligen Trainingseinheiten.

"Der Rasen war zu jung, um dies schadlos zu überstehen. Für die EM soll er perfekt sein", sagte Letzigrund-Greenkeeper Georges Nafzger. Daher entschied sich die Stadt Zürich, im Hinblick auf die Fußball-Festspiele im Juni mit Weltmeister Italien auch den Rasen in weltmeisterlicher Qualität zu präsentieren.

250.000 Franken (153.431 Euro) ließ man sich den neuen Rasen kosten. In der Niederlande war schon im April 2007 mit der Anzucht begonnen worden, am Montag wurden die 15 m langen, 2,4 m breiten und 3 cm dicken Rasenstücke ("Bigrolls") in Heythuysen abgeschält und auf Rollen in 23 Lastwagen in die Schweiz gefahren.

Bis zum ersten Spiel am 9. Juni (Frankreich - Rumänien) wird das Substrat des neuen Rasens noch keine richtigen Wurzeln in der Unterlage des bisherigen Letzigrundrasens schlagen können. "In zwei Wochen sind Wurzeln in der Länge von vielleicht zwei bis drei Zentimeter möglich. Das ist natürlich nicht viel", sagte Johannes Neher, der von der Stadt Zürich ebenfalls mit der Rasenpflege beauftragt ist.

Schon im April haben das Stade de Suisse in Bern und der St.- Jakob-Park in Basel für die EURO einen neuen Rasen erhalten. Dort haben die Stadionbetreiber die Spielfläche allerdings aus Deutschland kommen lassen. Die EM-Rasen wurden aus fast allen Himmelsrichtungen angeliefert: aus der Niederlande (Zürich), Deutschland (Bern, Basel, Salzburg, Klagenfurt) und Ungarn (Innsbruck). Rollrasen im Format wie sie in Zürich, Bern und Salzburg verwendet werden, produzieren nur zwei Firmen in Europa: jene im holländischen Heythuysen und jene im bayrischen Ingolstadt. (APA/Si)

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