Deshalb versucht Reiters Institut für Liberale Politik (IILP), eine Diskussion über die Nachteile des derzeitigen Wehrpflichtigenheeres und über Möglichkeiten zu einem Umstieg auf ein Freiwilligenheer anzustoßen. Grundlage dafür sind Berechnungen, die Günther Barnet, ehemaliger Mitarbeiter im Ministerkabinett von Herbert Scheibner, angestellt hat.
Barnet rechnet, dass die Ausbildung jedes einzelnen Rekruten 12.000 Euro kostet – wobei am Ende der sechsmonatigen Ausbildung kein feldverwendungsfähiger Soldat herauskommt. Konservativ geschätzt, werde ein Viertel des Wehrbudgets für die Ausbildung von Soldaten aufgewendet, die dem eigentlichen Zweck der militärischen Landesverteidigung nicht nützen – und die auch für spätere Milizfunktionen nicht herangezogen werden können.
Dies sei militärisch ineffizient und darüber hinaus extrem unökonomisch, sagt Barnet. Er zitiert den liberalen Vordenker Milton Friedman, der schon 1972 (also mitten im Kalten Krieg und zu einer Zeit, da die USA noch zehntausende Wehrpflichtige in Vietnam stationiert hatte) das Wehrpflichtsystem als ungerecht und willkürlich angeprangert hatte: „Eine dem freien Markt entsprechende Lösung wäre das Freiwilligenheer. Das heißt, Menschen für den Dienst anzuwerben.“
Damit kann sich allerdings der österreichische Generalstab nicht anfreunden. „Man kann nicht alles ökonomisch gestalten“, erklärt etwa Generalleutnant Christian Segur-Cabanac und setzt pointiert nach: „Militär ist organisierter ökonomischer Unsinn“, zumindest in Friedenszeiten. Wer vom System der Wehrpflicht abgehen wolle, sei ein Träumer, denn für ein Berufsheer werde es nie ausreichende Budgetmittel geben. Nur die Tatsache, dass (theoretisch) jeder junge Mann zum Bundesheer muss, motiviere die Politiker dazu, wenigstens ein Minimum an Budget für das Heer bereitzustellen.
Reiter widerspricht heftig: Gerade die Tatsache, dass es einen verpflichtenden Grundwehrdienst gibt, sorge dafür, dass das österreichische Militär schon lange kein Militär mehr sei. Denn es befasse sich viel zu sehr mit der Erhaltung des eigenen Ausbildungs- und Ergänzungssystems und produziere demotivierte Abrüster. (Conrad Seidl/DER STANDARD, Printausgabe, 21.5.2008)
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Sie werfen Nebel, weil sie wissen, dass kaum wer in Österreich gewillt ist, sich mit diesem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen. Da klingt dann jede abstruse Variante hochseriös. Was der poltische Wille dahinter ist, verschweigen sie uns. Das ist typisch für diese Fler. Ein Heer muss zuerst eine Aufgabe haben und danach wird entschieden, was es k önnen muss. Ein Freiwilligenheer wäre personell so schwach, dass es die Bezeichnung Heer nicht verdient. Es ist hinreichend bewiesen, dass in vergleichbaren Ländern nach Abschaffung der Wehrpflicht und Einführung einer Berufsarmee (Spanien, Belgien, Holland u.a.m.) die Personalstärken bei weitem nicht erzielt werden. Ein paar Freiwillige dazu machen da das Kraut nicht fett.
sieht man kanz deutlich bei den KPE-Soldaten. Unter 30000€ im Jahr an LOHNKOSTEN läuft da nix. Da ist ausser den Lohnkosten noch NICHTS eingerechnet (Keine Uniform, keine verbrauchte Munition, nix ...)
Die "Lohn"-Kosten für einen Wehrpflichtigen Rekruten im Vergleichszeitraum: 3400-4000€.
Männliches Leiden ist gleich viel wert wie weibliches Leiden.
Männliches Leben ist gleich viel wert wie weibliches Leben.
Männliche Selbstbestimmung ist gleich viel wert wie weibliche Selbstbestimmung.
Nur so wird eine Gesellschaft entstehen können in der Männer gleich viel wert sind wie Frauen und in der schikanös-sexistische Zwangsdienste der Vergangenheit angehören.
Gleichheit für Männer - und zwar gleich!
wie es die Deutschen haben sowie einer kleinen Truppe a la schweren Infanterie. Das waer oekonomisch. Oder koenne die Herren Strategen mir bitte irgendwo in Europa einen Feind oder ernstzunehmenden Konflikt zeigen? Immerhin sind wir von NATOMitgliedern umzingelt, aber das wollen die alten Herren im Ministerium scheinbar nicht wahrhaben, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Wenn ein Land wie Costa Rice das nicht gerade die freundlichsten Nachbarn hat, auf ein klassisches Militaer verzichen kann, dann koennen wir es im Herzen von Europa erst recht. Und wenn es wirklich zum grossen Konflikt kommen sollte, was sollten unsere paar Manderln ausrichten? Daenemark und Holland sind im 2. WK auch in ein paar Tagen ueberrollt worden....
Schon einmal mit einem Norweger geredet, der die 1940er-Jahre erlebt hat?
Sogar Hitler und Stalin hatten einen Beistandspakt - gegenseitige militärische Unterstützung in bescheidenem Rahmen inklusive. Was rausgekommen ist, wissen wir ja. Und die Dänen und Holländer hätten sich wohl gar nicht wehren sollen sondern gleich willfährig dem Deutschen Reich anschließen? Wie Österreich.
und das THW kommt nur bei kleinen Problemen zum Einsatz, die in Österreich von der Feuerwehr bewältigt werden. Sobald es gröber wird muß auch in Deutschland die Bundeswehr ausrücken.
Also wenn sie keine Ahnung haben, warum schreiben sie dann überhaupt?
Bitte wie!?
Eigentlich brauchen wir die Burschen garnicht, aber ohne sie kriegen wir kein Geld.
Mir fehlen die Worte.
.... wäre eine Berufsarmee wohl deshalb weil sie weniger Soldaten haben würde und die Ausbildungskosten weniger oft anfallen würden.
Ich bin aber kein Militärexperte, sondern für die generelle Abschaffung der Heere die INHO kein Plus für die Sicherheit bringen.
http://www.kurier.at/nachricht... 161763.php
da kann zwar das heer sicher nix dafür, aber wenn man jungen männern waffen in die hand gibt und ihnen beibringt, sie einzusetzen (und sicher zu wenig zeit darauf verwendet, ihnen auch klarzumachen, wo waffen fehl am platz sind), dann kann sowas "passieren". müssten sich jene, die sich beim militärdienst das leben nehmen, erst überlegen, wie sie es ohne verfügbare waffe tun können, würden sie vielleicht hilfe suchen oder über ihre probleme reden etc. und wären dadurch vielleicht im einen oder anderen fall gerettet (andererseits haben auch polizistInnen waffen und werden von ihnen, wenn selbstmordgefährdet, auch gebrauch machen)
man sollte schon auch mal drüber diskutieren, ob es so gut ist, junge männer unvorbereitet und unbegleitet mit waffen vertraut zu machen. unter allgemeinen phrasen wie landesverteidigung (die man in dem alter sicher als phrasen versteht) wird ja sicher nicht von vornherein verantwortungsvoller umgang mit dem verstanden, was diesen männern beigebracht wird.
dass ganz k lar wird, dass da keiner lustig mit dem Finger am Abzug als Lösungsansatz herumgehen darf. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Strenge der Sicherheitsbestimmungen einem jeden die "Hetz" am Schießen verleidet. Das ist in einem demokratischen Land sehr gut so. Obwohl es etwas von der Einsatzfähigkeit der Soldaten nimmt.
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