Bleibt alles gut

Redaktion, 20. Mai 2008, 17:00
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foto: derstandard.at/nicole bojar
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Ruß und Nikotin zeichnen seit Jahrzehnten ein eigenes Muster auf den Tapeten. Die Spiegelwände sind an manchen Stellen erblindet. Das Parkett ist schwarz getreten; so viele Sohlen sind darüber gewetzt, dass die Fugen verschwunden sind. Goldene Brokatvorhänge hängen schwer neben der geöffneten Tür. Wenn man das Café Jelinek betritt, versprechen sie ein wenig Glanz und Gloria aus vergangenen Zeiten.

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Kommentar posten
19 Postings
Allt sem ég fæ í dag, farið burt á morgun
00
21.5.2008, 12:22

also mir ist das café drechsler noch allemal lieber als sperl, griensteidl, jelinek oder wie sie alle heißen mögen...

Johann Lover
00
23.5.2008, 15:14

im sperl bist du nach einer halben stunde so verselcht, dass du deine kleidung sofort in die waschmaschinen schmeissen und dich unter die dusche stellen musst.

para_celsus
00
23.5.2008, 21:36

Ist notorischen selbst- und fremdverseuchenden Kettenrauchern offenbar leider völlig egal; und der Kdolsky auch.

Frau Techne
00
22.5.2008, 11:09
Das frühere Drechsler: JA, unbedingt. Aber das Drechsler ist weit davon entfernt, was es einmal war.

Rudolfo Tucuman
01
21.5.2008, 13:58

im Café Drechsler spielen sie ab 12 Uhr mittags unerträgliche "Lounge" Musik, unerträglich für unerträgliche Gäste. das Essen ist ein Schlangenfrass, die Kellner sind blasierte Affen, also passt alles zusammen

hulkjr
01
21.5.2008, 15:48
ja, wirklich schlimm

jetzt wird man sogar schon in wien im kaffehaus untertags mit drecksmusik bedudelt. entsetzlich. zu befürchten steht, dass nach und nach alles mit akustischen tapeten tapeziert wird ! armes drechsler.

chefdelacuisine
02
21.5.2008, 13:15

meinen sie das alte oder das neue drechsler?

politisch verfolgt
00
21.5.2008, 00:53
gute fotos

finde ich.
ich kenne dieses kaffeehaus nur von außen, aber nach den fotos zu urteilen ist da drin vieles von der einrichtung aus den 50ern (budel, luster) und nicht von der jahrhundertwende.

Thomas Marcellus
01
20.5.2008, 22:35
Von wegen....

Von wegen keine Veraenderung
Seit die Knapps in Pension sind ist es nicht mehr dasselbe.....
Erinnere mich in Ehrfurcht an den Satz: "Wenns ka Zeit ham, warum gegans dann ins Kaffeehaus" (auf wiederholte "Zahlen"-Aufforderung) - wenn man drueber nachdenkt pertinent

eine kleine dezime
01
22.5.2008, 13:22

Ich hab ein Bier bestellt. Habe eine Suppe bekommen. Sie meinte ich wäre so blass...

Ada Lovelace
01
21.5.2008, 10:20
Zeit

...dafuer ist aber der Kellner jetzt immer ordentlich unter Zeitdruck ... das macht den Besuch irgendwie ungemuetlicher als frueher.

Milan Babcan
00
21.5.2008, 23:46
Kellner von Jelinek

...was mache ich falsch? bin zu schnell, oder nich aufmerksamm genug? Milan

Meryl Schneider
00
21.5.2008, 14:54

ja früher war es viel persönlicher, da hat sich die Besitzerin einfach zu den Gästen gesetzt und über die guten alten Zeiten geplaudert. Ich vermisse auch die guten hausgemachten Strudel von ihr. Gehe seit der Neuübernahme kaum mehr hin.

eine kleine dezime
00
22.5.2008, 13:23

Die guten alten Zeiten... WELCHE?

a grünes stricherl
 
00
21.5.2008, 09:11
"Wenns ka Zeit ham, warum gegans dann ins Kaffeehaus"

wäre .. wenn ich eine kaffeehausbibel schreiben wollte. mein erstes gesetz, dass automatisch alle anderen eventuell widersprechenden gesetze aufhebt.

ubu roi
00
20.5.2008, 22:22

ein änderungsvorschlag: die vorhänge weg, damit man auch ein bisschen rausschauen kann.

kabelsteckerumschaltboxen
02
20.5.2008, 21:59
cafés

ich wohn gegenüber vom café sperl und geh trotzdem oft den weg ins jelinek. weniger bühne dort. und sogar der kaffee ist besser sag ich jetzt mal und spreche bescheiden die notwendige wahrheit aus.

rompitasche
00
21.5.2008, 12:51
de gustibus ..

ich finde den Kaffee jetzt dort grauenhaft, deswegen bin ich ins Gloria übersiedelt (Jelinek war mein Samstags-Stammkaffee, bis die Knapps an diesem Tag zugesperrt haben)

Rudolfo Tucuman
00
20.5.2008, 18:21
Der Name

stammt von der Vorgängerin der Knapps, die Jelinek hieß, die Knapps waren nicht nur streng (Kinderverbot), sondern auch so geizig, dass sie lieber die Möbel unter den Gästen zusammen brechen ließen, als sie zu reparieren, erst ein Stammgast, der Kunsthändler Kurt Kalb (kam immer nur Montags) stiftete ihnen einen kompletten neuen Möbelsatz.

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