
Was alles mit muss bei einer Reise, die sich über fünf Monate erstreckt.
Unterkunft: Hütten, Pensionen, Gasthäuser entlang der Route - oder im Ein-Mann-Zelt (Ausstattung: isolierende Liegematte sowie ein Daunenschlafsack mit sogenannter Komforttemperatur bis minus 9 Grad Celsius). Für die Idylle auf der Terrasse: Faltsitz
Bekleidung: Handelsübliche Wander- bzw. Outdoorbekleidung, der nur unter Mithilfe der Farben Schwarz und Grau (sowie einem in die mitgenommene Funktionswäsche geschmuggelten weißen Leinenhemd) eine Anmutung von Eleganz abgerungen werden konnte. Als Grundsatzentscheidung ist zu erwähnen, dass einem Regenponcho der Vorzug vor einer Regenjacke gegeben wurde und zumindest anfangs und bei nicht zu großer Kälte Seidensocken, die der Autor vom Skilanglaufsport kennt, anstatt der üblichen Wandersocken verwendet werden sollen. Hut, Kappe, Haube, Handschuhe sowie - auch wenn nicht unbedingt zur Bekleidung gehörend - Beckentasche und Teleskopstöcke.
Küche: Jetboil-Gaskartusche, deren spezielle, wind- geschützte Konstruktion für schnelleres Erhitzen von Flüssigkeiten und sparsamen Gasverbrauch sorgt. Plastiklöffel und -gabel, Taschenmesser mit Dosen- und Flaschenöffner. Notration an gefriergetrockneter Nahrung sowie immer wieder neu aufgefülltem Wasser, das notfalls mit Mikropur-Tabletten aufbereitet wird. Schnaps.
Arbeitsplatz: Notizbücher A6 und A5, Bleistifte, Spitzer. Das zu den Orten und der Strecke recherchierte Material ist teilweise auf doppelseitig bedrucktem Papier bzw. als Textdatei mit dabei, während die in der Vorbereitung gelesenen Bücher, wie etwa Werner Bätzings bei C.H. Beck erschienenes Standardwerk "Die Alpen", sich mit unzähligen Markierungen versehen bei Freunden befinden, die bei Fragen kontaktiert werden. Als mitgenommene Bücher standen kurz vor der Abreise John Bergers "SauErde", aber auch Chatwins "Traumpfade" zur Überlegung. Wobei nach Lektüre von Werner Herzogs so phänomenal frecher und ebenso existenzieller Erzählung einer Fußreise von München nach Paris ("Vom Gehen im Eis"), sein Journal von den Arbeiten zu "Fitzcarraldo", "Die Eroberung des Nutzlosen", eine Favoritenstellung innehatte.
Technisches: Nokia Communicator für Internet, E-Mail, Bilder, Telefonate, aber auch Textverarbeitung. Reserveakku, Reservehandy. Adapterstecker, Ladekabel, Halogenlampe samt Reservebatterien, Kompass, Signalpfeife. Und nach langer Überlegung: kein iPod.
Sonstiges: Toilettesachen, Waschmittel, Medikamente, Erste Hilfe, Schlangenbiss-Set, Zeckenzange, Insektenspray, Schnur, Draht, Klebeband. (Martin Prinz/DER STANDARD/RONDO/16.5.2008)
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meine Apotheke ist schon etwas umfangreicher: Betaisodona zur Desinfektion, Wundauflagen, Mullbinden und eine Rettungsdecke. Damit lasse sich auch größere Wunden abseits der Zivilisation behandeln und fachgerecht versorgen (leider schon notwendig gewesen).
Bei Insektenspray und Faltsitz gebe ich dir recht.
Fraglich ist auch Hut, Kappe und Haube (wozu drei Sachen) und die Beckentasche.
Es hat aber jeder andere Vorlieben. Ich "schleppe" z.B. beim Trekking einen aufblasbaren Kopfpolster mit. Ohne Kopfpolster oder mit zusammengelegter Kleidung als Kopfpolster kann ich im Zelt einfach nicht gut schlafen und mein Schlaf ist mir wichtiger als die vielleicht 200g, die der Kopfpolster wiegt.
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