Fedora 9: Das "Cutting-Edge"-Linux

Redaktion
20. Mai 2008, 19:08
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screenshot: andreas proschofsky

Fedora 9

Rund alle sechs Monate stellt das Fedora-Projekt eine neue Version der eigenen Linux-Distribution zum Download bereit. Mitte Mai war es nun wieder einmal so weit: Fedora 9 heißt ab sofort die aktuellste Ausgabe der von Red Hat maßgeblich entwickelten - und als Basis für die eigenen Enterprise-Produkte genutzten - Linux-Variante.

Aktuell

Ein Update, das mit einer Fülle von Neuigkeiten nicht nur bestehende UserInnen zum Upgrade bringen will, sondern auch neue BenutzerInnen von anderen Distributionen oder Betriebssystemen zum Umstieg locken soll. Ob dieses Ziel erfolgsversprechend ist, soll der Test auf den folgenden Seiten etwas näher beleuchten.

Download

Zunächst einmal muss die Distribution aber erst bezogen werden, ein Unterfangen, für das verschiedene Optionen zur Auswahl stehen. So gibt es die übliche Install-DVD, auf der so gut wie alles enthalten ist, die dafür aber auch einen mit 3,3 GByte nicht gerade schlanken Download nach sich zieht. Wesentlich bandbreitenschonender sind da schon die verschiedenen "Spins" von Fedora, hinter denen sich speziell angepasste Linux-Varianten in Form einer Live-CD verbergen.

Auswahl

Für die meisten BenutzerInnen interessant werden dabei vor allem der GNOME- und der KDE-Spin sein, mit dem sich der jeweilige Desktop flott installieren lässt. All das gibt es für 32- und 64-Bit x86-Rechner, für die PowerPC-Prozessoren, wie sie bis vor ein paar Jahren noch von Apple eingesetzt wurden, ist derzeit "nur" die DVD erhältlich.

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Posting 1 bis 25 von 48
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Die Bedienführung von PackageKit nervt nur mich? Wirklich?

Auch gut, bleibt Fedora 9 eben virtueller Gast auf meinem "alten" Fedora 8 (das dafür mit Firefox 3 - das ist nun wirklich eine Verbesserung!)

nope

mich net wirklich, find alles genial bis jetzt. f9 ist schon drauf, f8 (nicht ganz freiwillig, aber nach netzteiltot im betrieb, hat f8 nur noch rumgezickt) fix weg :D
beim f9 ist alles zu neu find ich, da gabs fuern firefox ein super geniales addon: dictionary en/de, aber leider nicht fuern 3er :(

zum post unterhalb, naja der sound vom flash wird schon gespielt werden, denk ich mal, aber auf der falschen soundkarte :D

naja :D

ist wirklich das neueste vom neuen enthalten.
deshalb muessen auch noch viele ecken gerundet werden.
aber sind nur kleinigkeiten, die man schnell ausbessern kann, bei eclipse z.b. ist es ein fehlerhafter eintrag in der config (wobei dabei wohl f9 nix dafuer kann).
ansonsten kann ich nur sagen
es gefällt :D
was mir besonders gefaellt, es funktionieren jetzt endlich mehrere soundanwendungen gleichzeitig.
was mir dabei weniger gefaellt, ich kann die default soundkarte nicht mehr einstellen und ich somit keinen sound mehr beim flashplayer habe.

xserver 1.5 & virtualbox

leider WILL virtualbox 1.6 mit seinen gasterweiterungen nicht mit den vorversionen von Xserv1.5 funktionieren... wirklich schade muss ich sagen

ein neuer Boot-Manager namens "Plymouth"

Habe kurz recherchiert: Es handelt sich hierum nicht um einen Boot-Manager, sondern um die nächste Generation des Red Hat graphical boot Prozesses, welcher ausgeführt wird nachdem der Kernel initialisiert wurde.

Kleine Details dazu: Nach dem mode setting im Kernel soll der X-Server bereits aus dem initramfs gestartet werden, um den gesamten Boot-Prozess, bis zum Login-Manager und (Gnome-)Desktop über den selben X-Server laufen zu lassen.

Ein noch nicht geklärtes Problem ist, wie sich das initramfs nach dem Boot aus dem Arbeitsspeicher entfernen lassen soll, ohne zwischendurch den X-Server wechseln zu müssen. X-Server wechseln wäre immerhin eine Option, da dank kernelseitigem mode setting kein Flickern auftreten würde.

Redaktion derStandard.at/Web
00
19.5.2008, 22:46

Zu "Plymouth": Ja so hatte ich das eigentlich auch gemeint. Der Begriff "Boot-Manager" war dafür allerdings tatsächlich äußerst unglücklich gewählt, insofern danke für die Präzisierung.

apo

"...Die proprietären Treiber von Nvidia und ATI verweigern derzeit die Zusammenarbeit mit Fedora 9..."

Na, is ja nicht so schlimm oder ???
:-)

Doch, eigentlich schon. Z.B. um ein modernes Spiel auf Linux zu spielen.

Ist es nicht mühsam sich alle paar Monate eine andere Distri zu installieren? .. bzw eine neue Version der gleichen?

Es ist selbstverständlich möglich auf die neue Version zu wechseln ohne das System neu zu installieren. Die "neue" Distribution unterscheidet sich von der alten ja nur durch neuere Pakete(in diesen sind alle Dateien des Systems enthalten). In Ubuntu bekommt man beim Software-Update angezeigt dass eine neue Betriebssystemversion verfügbar ist. Ein Klick genügt und die neuen Pakete werden heruntergeladen und installiert. Nach einem Neustart ist der Rechner am neuesten Stand. Das /home Verzeichnis des Benutzers bleibt unangetastet und alle Dateien & Einstellungen sind da wo sie auch vorher waren.

Das funktioniert selbstverständlich auch bei anderen Distributionen.

Naja ganz Risiko frei ist aber ein Update auf die neueste Versionsnummer nie.
Es kann schon vorkommen, dass ein System nach dem Update nicht mehr hochfährt.
Deshalb immer zuerst das home Verzeichnis sichern und dann updaten. ;-)

Idealerweise liegt /home eh auf einer eigenen Partition.

Es ist selbstverständlich möglich auf die neue Version zu wechseln ohne das System neu zu installieren. Die "neue" Distribution unterscheidet sich von der alten ja nur durch neuere Pakete(in diesen sind alle Dateien des Systems enthalten). In Ubuntu bekommt man beim Software-Update angezeigt dass eine neue Betriebssystemversion verfügbar ist. Ein Klick genügt und die neuen Pakete werden heruntergeladen und installiert. Nach einem Neustart ist der Rechner am neuesten Stand. Das /home Verzeichnis des Benutzers bleibt unangetastet und alle Dateien & Einstellungen sind da wo sie auch vorher waren.

ist es nicht mühsam sich alle 2 Monate sein System neu zu installieren weil schon wider soviel Müll den Speicherplatz belegt, oder schon wieder zig unnötige Prozesse laufen oder weil schon wieder diese gemeinen Würmer da sind?
Ist es nicht Mühsam seinen Virenscanner aktuell zu halten. Ist es nicht mühsam immer wieder Kompatibilitätsprogramme zu installieren weil office 2000 nicht mit Office 2007 will und umgekehrt?

"du auch" ist eh Linuxer und meinte vermutlich, dass eine rolling-release-Distribution wie Gentoo oder Arch besser wäre. Nehme ich mal an.

Jaja, auf die "bösen" Nicht-Linuxer einhauen

Ich find das immer saukomisch wenn da Sätze wie "der is eh Linuxer" fallen.

Kapiert ihr das nicht? Bei 0.63% Linux und 91.64% Windows ist es natürlich unheimlich megaclever, die Windows Usern permanent zu beschimpfen. Abgeshen davon, daß das nicht gerade erwachsen wirkt.

Ist ja auch DAS ideale Argument sie zum Umsteigen zu bewegen...

[Riesenseufz] :( :(

Also, 0.63% ist schon sehr pessimistisch. Ein paar Prozent der Desktop-User werden es schon sein.

@Dwaddy

niemand wird Windows Nutzer dazu bewegen wollen, auf Linux umzusteigen.
Auch nicht jeder der Linux nutzt beschimpft Windows Nutzer.
Es ist ja auch umgekehrt so, dass Win un. Apple User auf Linux schimpfen ohne wirkliche Argumente dafür zu haben. ;-)
Diese Entscheidung für den Umstieg (Apple, Linux) kommt irgendwann bei jedem User von selbst oder eben nicht.
Ich bin übrigens gerne eine Linux Minderheit.
Denn tolle Betriebssysteme mit 91,64% sind Hauptangriffsziel für alle Virenschreiber.
Viel Spass beim Cleanen, Defragmentieren, Scannen....

Ich glaub du bist paranoid. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der OP was ganz anderes gemeint haben könnte als was die Kritiker verstanden haben.

Und nochwas: ist mir doch Blunzn, ob wer auf Linux umsteigt.

treffend auf den • gebracht

(Test º •)

ist es nicht mühsam jedes halbes jahr dein Win. Computer neu aufzusetzen ;-)

.. man muss ja nicht.

(abgesehen davon ist ein distupgrade ja meisstens kein grosses problem)

wir machens doch gerne!

fedora forever ;-)

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