Aber das zweitinstanzliche Urteil (auf Unterlassung) interessiert doch, weil das Zwangs-Du um sich greift. Nicht nur im unmöglichen Möbelhaus oder im ehemaligen und jetzigen Fellner-Verlag, wo eine Art erbarmungsloser Kumpelhaftigkeit herrscht(e), oder bei Talk-Shows, sondern auch im Alltag. Meist durchaus freundlich gemeint, aber eben ungefragt Du. Wobei man ja oft nichts dagegen hat, nur gefragt möchte man werden - auch auf die Gefahr, uncool zu wirken.
Der auf "Sie" klagende Anwalt berief sich darauf, dass es zur Respektierung einer Person gehöre, nicht sofort geduzt zu werden. Seltsamer Schwärmer, werden sich viele denken, die nicht merken, dass in der allgemeinen Verbrüderung manchmal Abwertung steckt. (Hans Rauscher/DER STANDARD, Printausgabe, 15.5.2008)
Einige wichtige Leute in ÖVP und SPÖ wollen sich die FPÖ warmhalten
Marleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines, im Video-Interview über Hundeführschein und Hundebesitzer
Die Semesterferien geben wieder Gelegenheit für viele nette Erlebnisse
Die FPÖ flirtet mit Neofaschisten und Bürgerkriegsgarden in Ungarn
Hat noch jemand den Überblick über die kriminellen Unschuldsvermutungsfälle in Österreich?
Wenn konservative Parteien mit unmittelbar zu lösenden Problemen überfordert sind, dann greifen sie gerne zu sogenannten Kulturelle-Werte-Themen
Wichtige europäische Politiker waren echt fassungslos über die Aufwertung eines NS-Verharmlosers und -Bewunderers wie Jörg Haider durch eine christdemokratische Partei wie die ÖVP
Voodoo ist an Haiti-Katastrophe schuld: Die Spezial-Theologie des Pfarrers Wagner
...hat der anwalt das abwertende du nachtraeglich legitimiert. respekt ist nicht einklagbar, hoechstens formalismen. die einheimischen werden andere wege finden ihm ihre ablehnung entgegenzubringen. vielleicht ist tirol wirklich nicht der richtige aufenthaltsort fuer dieses milchbubi...
Unser bescheuerter Biolehrer sagte prinzipiell du zu uns (Oberstufe), nur wenn er sauer war auf jemanden, sagte er Sie ;-) Er hat dann eine seiner Schülerinnen geheiratet, mit der er schon zu Schulzeiten was hatte, aber das ist eine andere Geschichte.
ein rechtsanwalt, der gerichte mit solchen idiotien zuschüttet, hat sicher ein enormes problem. in tirol ist - wie übrigens in den allen ländlichen Gebieten im westlichen und südlichen österreich - das duzen gang und gäbe und wird keinesfalls als abwertung des gesprächspartners verstanden. sowas kann nur einem "städter" einfallen. in der einzigartigen bedeutung dieser causa hat herr rauscher dieses thema gott sei dank an die öffentlichkeit gebracht! das ist halt journalismus in seiner wahren bedeutung...
Und außerdem gehört das alles gesetzlich geregelt. Wo kummen wir denn da hin, wenn jeder jeden ungestraft duzen kann?
Ich will, dass mich das Gesetz vor diesen duz-Fetischisten beschützt. Genau so wie vor den Rauchern, den keine Deoverwendern und trotzdem Öffis-Verwendern, den MP3-Player verwendenden Heavy Metal Fans, den "sobald ich in mein Handy spreche schreie ich" Typen
...möchte ich den glühenden Apell richten, ihre These doch im "Café Bauchstich" in die Tat umzusetzen. Gehns hinein, dutzens das illustre Publikum wo sie nur können, besonders a poa oide Hasn mit "braade Gstecker", de mögen des. DORT, liebe Freunde der Klassenlosen Gesellschaft, finden sie den Beweis für die Absurdität ihrer Ansichten. Es sei denn sie ham was vorzuweisen, bringen aa bissl Respekt mit... oder sprechen die selbe Sprache. Eine derart ausführliche Milieustudie täte vielen gut, denke ich ! "Wannst no amoi DU zu mir sogst, sagst drei Wochen nix mehr, BURLI!"...ist vermutlich noch die höflichste Variante die Ihnen und ihrer aufgedrängten Vertraulichkeit engegenbegracht wird. Kommt drauf an obs an einen "Menschenfreund" geraten. ^^
bleibt eine hierachische Angelegenheit. Sagt der Boss nach dem Einstellungsgespräch "Wir sind alle per Du in der Fa." kann der Neueingestellte nicht sagen dass er das nicht will, oder erst nach dem Kennenlernen der Kollegen je nach Sympathie. Umgekehrt kann der Neueingestellte nicht zum Boss sagen, samma per Du, ich hab das immer so gehalten.
Desgleichen dass viele Leute das Servierpersonal automatisch duzen, aber oft pikiert reagieren wenn sie vom Kellner/Kellnerin per Du angeredet werden.Studentebeisl ausgenommen.
Wenn das Argument komm "aber im Englsischen gibt es auch kein Sie". Spätestens beim 2. Satz merkt man ob die Gesprächspartner ein Du oder Sie-Verhältniss haben.
Sie können (im Sinne von dürfen) auch an Ihrem ersten Arbeitstag verkünden, dass Sie Asrael der Herr des Schattens sind, und vom Planeten Rhodox gesandt wurden, um die Menschheit zu unterwandern.
Fraglich ist, ob ein normaler Mensch das tut (nur weil er kann im Sinne von dürfen).
...die persoenliche naehe wird im englischen durch die verwendung des vornamens ausgedrueckt. dennoch gibt es im englischen ein 'du' im sinne der anrede der englischen koenigin bzw. alter texte. dies hat sich z.b. in den zehn geboten erhalten. so gesehen wuerde ein englischer buergermeister gesagt haben: 'thou shalt throw yourself over the houses, bazi'.
...richtig verstehn tu, sind Menschen, die sich nicht von jedem daher gelaufenen Duzen lassen wollen, verklemmte Neurotiker? Na servas, das geht aba wieder schnell. ^^ Meine Freund such ih ma selber aus, und auf DU bin ih nur mit mir vertrauten Personen. Wie weit mein persönlicher Freiraum in dieser Richtung geht bleibt bitte mir selbst überlassen. Auch hab ih kaa Lust mi von jedem Junghupfer, der glaubt, er versteht de Welt scho seit er aus der Hutschen gfallen is, als Haberer anreden zu lassen. Ned grad sch...reiben können, aber mit mir Verbrüdern wollen. Sollte sich in der Tat ein Verkäufer, Kellner oder anderer Dienstleister mir als Kunden gegenüber derart vertraulich werden, wechsle ich das Geschäft...oder mache selbiges mit anderen.^^
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.