Die wunderbare Welt der Gesundheitsreform

Redaktion, 21. Mai 2008, 14:46

RAU-TV Folge 7 fragt, ob bei einer hohen Zahl an chronisch Kranken tatsächlich Ein­sparungen bei Medika­menten möglich sind

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Posting 1 bis 25 von 35
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pisces iscariot
00
17.5.2008, 02:25

Rau TV - so wertlos wie ein kleines Steak.

ding
 
00
15.5.2008, 19:53
wozu das blog?

so sehr ich die arbeit von hrn. rauscher schätze - wozu dieser blog? was erfahren wir dadurch? und eine wirkliche interpretation eines sachverhaltes gibt es nicht unbedingt, dazu ist die zeit zu knapp.
dabei ist er ein ganz ein schlauer..

Sebastian86
00
16.5.2008, 16:27

Naja, besser derStandard probiert was aus, als einfach das Angebot immer gleich zu lassen. Ob's funktioniert und angenommen wird, sehen wir früh genug.

Dieses Konzept nennt sich übrigens "Innovation". Nur zur Info.

ding
 
00
16.5.2008, 21:18

innovation ist nicht das thema. es ist zu verbessern, nicht abzuschaffen.

Günther Seehofer
00
15.5.2008, 14:52

Der erste Rau-TV-Beitrag, der nicht völlig banal und seicht ist.

OK. Herr Rauscher hat seine persönliche Meinung wie immer (Gegen Apotheker - für Ärzte) etwas undifferenziert vorgetragen. Aber verglichen zu den vorherigen Geschichten war es eine Steigerung.

Vielleicht wird das ja doch noch was.

Sven Dirks
00
15.5.2008, 08:48
Das wird schon werden

Dann werden einfach noch mehr chronische Krankheiten festgestellt. Wer heute noch "gesund" ist, ist einfach nicht ausreichend diagnostiziert worden. Die "Leistungserbringer" werden das Kind schon schaukeln.

BTW: Meine jahrelangen, chronischen Rückenschmerzen bin ich mit einem ganz tollen Rezept losgeworden: Sport. Gymnastik und joggen, kostet nix und bringt mehr als jedes Medikament.

Bernard Mandeville
 
00
15.5.2008, 08:22
Der neue Doktor Hugo Portisch erklärt uns die komplexe Welt

systemfehler1
02
15.5.2008, 06:33
Eines kapier´ ich nicht:

Wieviele entscheidungsfähige Mitarbeiter hat so eine Apotheke, die se eine Verantwortung tragen können?
Einen Magister, zwei drei Lehrlinge und ein paar ausgebildete Apotheker/Innen vielleicht, wann´s hoch kommt. Mehr als zwei Kranke dürfen also nicht in die Apotheke kommen.

Hätte der Bund in den Schwarz-Blauen Jahren seine "Schulden" an die Kassen bezahlt, wären die auch nicht so marod. Das war ein perfides, über lange Jahre gespieltes Unding, die Kassen auszuhungern. Und jetzt steht man vor einem Trümmerhaufen. Danke Karl-Heinz, Danke Wolferl, Danke Rauch-Kallath(vor allem für die nutzlosen Virus-Masken).
Man hat das Gesundheitssystem systematisch an die Wand gefahren.

Ihre ZensorInnen halten dieses Posting für zumutbar
00
15.5.2008, 02:06
Traxler for WebPod!

Das gibt wenigstens was her für dieses Medium - geschliffener Wortwitz, nicht so hochseriös (damit es auch die ÖVP-Kampfposter hier was damit anfangen können, Rau ist für die ja gleich mal ein "Altlinker" 8-)), man kann sich Traxler (oder einen Darsteller) sich schon vorstellen, wie er die "Krone" aufschlägt und genüßlich zerreißt (mit Worten natürlich ;-)) ...

Ansonsten würde mir noch einfallen : der 'dag-pod', 'Hackl's Sport-pod' oder etwas ganz Neues und Spritziges nur für's Internet, vielleicht so wie Martenstein auf watchberlin.de?

zwonko ivanovic
00
19.6.2008, 10:43
Das wäre in der Tat herrlich!

Abgesehen von seinem Witz sieht Herr Traxler außerdem hervorragend aus.
Aber ich fürchte fast, er ist nicht selbstverliebt genug, um sich vor die Kamera zu begeben ...

a ad - das kann man auch anders sehen
02
14.5.2008, 21:56

Ich will Rau wieder ohne Video!!

Obwohl seine Präsentation für einen nicht-TV-Menschen jetzt schon ganz ordentlich ist,

1) Lese ich schneller
2) Brauche ich weniger Bandbreite
3) Kann ich gleichzeitig Lesen und Musik hören

Ich mag "Rau" Texte, aber diese leben vom Inhalt, nicht von der Präsentation. Wie wärs mit einer Kombination? "Die Zeitung für Leser" als Text, und Rau-TV als Option für die MTV-Generation. ;-)

Michael B
00
14.5.2008, 21:27
Super Idee: Wir verschieben die Medikamentenverschreibung zu demjenigen, der am meisten an den Preisspannen bei den teuersten Medikamenten verdient!

DAS wird Einsparungen bringen!
Die Ärzte sind wenigstens nur indirekt von den Pharmafirmen abhängig (Prämien und Geschenke), die Apotheken direkt. Denn an einem teuren Medikament verdienen sie mehr. Warum sie also ketzt auf einmal billigere Medikamente abgeben sollten, ist mir schleierhaft.

Ich bin wirsch, gezogen und gehobelt.
 
05
14.5.2008, 18:58

Kommt der Kunde: Guten Tag, ich habe Kopfschmerzen, was können Sie mir da geben?
Apotheker: Bitte sehr, da empfehle ich das Produkt X, das ist gerade in Aktion. Sind Sie Vorteilskunde? Wenn ja, dann könnte ich Ihnen bei Abnahme von 10 Packungen (nicht wahr, Kopfweh hat man ja immer wieder) ein formschönes Kaffeeservice um 59 Euro anbieten.
Kunde: Gut, dann nehme ich halt gleich 2 Packungen.
Apotheker: Bitte schön, da haben Sie noch 2 Sammelpunkte dazu. Und nicht vergessen: Nächste Woche sind Fieberblasenkremes und Fußpilzsalben in Aktion. Und danach kommen die Hämorrhoidenwochen.
Kunde: Das sollte ich vielleicht mal ausprobieren, Hämorroiden hatte ich eh noch nie.
Apotheker: Genau: Und wenn man Fieberblasen sieht, ist es eh schon zu spät.

zastava
00
14.5.2008, 16:55
Reines Verschieben von Macht.

Weg von den Ärzten, hin zu den Apotheken.

Bei allen wirtschaftlichen Überlegungen, die ein niedergelassener Arzt notwendigerweise anstellen muss, dreht sich doch beim Arzt das Grundethos immer um das Wohl des individuellen Patienten.

Eine Apotheke ist ein wirtschaftliches Unternehmen und auf Gewinnmaximierung ausgelegt. Oder gibt es irgendjemandem hier im Forum, dem seine Apotheke noch nie ein Eigenprodukt andrehen wollte, vom Halswehzuckerl bis zur Sonnencreme?

Wo hier der Sinn liegen soll, ist mir schleierhaft.

Auf der Strecke bleiben die Patienten und die österreichische Ärzteschaft, der man damit ein weiteres Stück Frustration vorsetzt.

waxel
10
16.5.2008, 15:49
nix wissen - dann nix posten

Gerade der Arzt ist, durch seinen Vertrag, verpflichtet, bei gleicher Wirksamkeit, das ökonomisch günstigste, also billigste, Medikament abzugeben. Die meisten Generika sind centgenau gleich billig. Für den Apotheker gilt dann das ebenso. Wo kann man da Gewinn maximieren?

zastava
00
17.5.2008, 09:13

Dann erklären Sie mir mal, wie durch diese Machtverschiebung Einsparungen ermöglicht werden sollen, wenn der Arzt sowieso keine Wahl hat.

Nochmal: Der Arzt verdient keinen Cent mehr oder weniger, wenn er ein anderes Medikament verschreibt. Ich unterstelle aber den Apotheken als wirtschaftliches Unternehmen, den bleibenden Spielraum (auch wenn er nur im manchen Fällen nur im Cent-Bereich liegt) ausreizen zu wollen. No na!

Der Entzug der Verschreibungshoheit ist ein massiver Eingriff in die berufliche Tätigkeit der Ärzteschaft, der so einfach nicht hinnehmbar ist. Dies geht genauso zu Lasten der Patienten wie zu Lasten der Ärzte. Wenn Sie das nicht wahrhaben wollen, tut es mir leid.

Einsparungspotential ist anderweitig gegeben - s. unten.

Alter Knacker
02
14.5.2008, 22:14

ich finde es nicht ganz logisch, wenn man in einem Land, wo der Wohlstand ständig weiter wächst (so daß es schon Problem für die Umwelt ist) kein Geld mehr für die Gesundheit hat.

Rollo Tomasi
10
14.5.2008, 18:50

Grundethos hin oder her, eine Arztpraxis ist genauso ein wirtschaftliches Unternehmen, wie eine Apotheke. Apotheken haben aber einen weit besseren Überblick über die Verfügbarkeit von Generika und deren mögliche Preisvorteile.

Ich bin wirsch, gezogen und gehobelt.
 
10
15.5.2008, 11:41

Ein Arzt bekommt jedenfalls immer wieder Besuch von so genannten Pharmareferenten und ich bin sicher, die zeigen sich für die Aufnahme ihrer Produkte ins Sortiment bzw. für den erbrachten Umsatz erkenntlich. Aber ich will hier ausdrücklich nicht von (verbotener) Geschenkannahme sprechen, nie und nimmer.

zastava
00
14.5.2008, 17:00

man möge mir den fallfehler verzeihen.

zastava
03
14.5.2008, 16:45
Riesiges Einsparungspotential ist vorhanden - nur eben gegen den Willen der Apothekerlobby:

1. Auf dem Rezept steht nicht die Packungsgröße, sondern die genaue Anzahl der für die Therapie notwendigen Tabletten.

2. In der Apotheke wird die Medikamentenpackung geöffnet, die genaue Anzahl der benötigten Tabletten entnommen, der Beipackzettel kopiert und dem Patienten mitgegeben.

Einsparungspotential: Riesig!

Jeder, der schon einmal einen Blick in den Medikamentenschrank älterer Menschen geworfen hat, weiß, welche Unmenge an Medikamenten hierzulande gehortet wird.

Genau dieses System ist in vielen europäischen Ländern bereits realisiert - in Österreich wird nicht einmal darüber gesprochen. Statt dessen bedient man die Apothekerlobby mit dieser hirnrissigen Gesundheitsreform.

Aliass
10
15.5.2008, 14:25

Klingt nett, ist aber Unsinn.
Bei den meisten Medikamenten sind die Herstellungskosten minimal. Tw. gibt es sogar einen flatprice: Gleicher Preis auch wenn die doppelte Dosis drinnen ist.

zastava
00
15.5.2008, 23:03

ob die herstellungskosten minimal sind oder nicht, steht hier aber nicht zur debatte.

vergleichen sie einmal den preis einer schachtel x-beliebiger tabletten in den verfügbaren größen: sie werden staunen.

außerdem gibt es in vielen fällen einfach nicht die passende packungsgröße - weshalb dann die nächst größere verschrieben wird. und die pharmaindustrie ist ja auch nicht blöd - die nächst größere packung ist oft doch deutlich größer, und dementsprechend groß ist der betrag, den die krankenkassen für sinnlose überzählige medikamente bezahlen.

Aliass
10
18.5.2008, 20:21

Na sicher gehts auch um die Herstellungskosten.
Wenn die Herstellungskosten der größte Kostenfaktor sind, dann kann man sich durch Abzählen etwas sparen. Sonst nicht.

Ihr Vorschlag würde die Kosten sogar steigern. Immerhin müssten dann statt Maschinen Akademiker die Tabletten zählen und verpacken. Von Verschmutzung und Vertauschungsproblemen jetzt abgesehen.

zastava
00
18.5.2008, 23:06

tschuldige, aber jetzt wollen sie einfach nur noch recht haben.

es geht um den endverkaufspreis, den die kassa bezahlt. dass der bei beispielhaft benötigten 14 tabletten niedriger ist, als bei der beispielhaft nächst größeren packungsgröße von 20 tabletten, sollte wohl jedem einleuchten.

wie tabletten verschmutzt werden soll, wenn man die schachtel öffnet, ohne die tabletten aus der endgültigen aluminium/plastik-verpackung zu nehmen, ist mir schleierhaft.

auch die vertauschungsgefahr müssen sie mir näher erklären - im übrigen auch den krankenschwestern in österreichs krankenhäusern, die diese arbeit täglich verrichten, und die die tabletten dabei naturgemäß sogar aus der endverpackung nehmen.

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