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Die Inhalte der EM-Ausgabe des ballesterer fm: (ab ab sofort österreichweit in Trafiken und im Zeitschriftenhandel sowie in deutschen und Schweizer Bahnhofskiosken erhältlich)
Hickersberger im Interview:
„Wir werden uns nicht verstecken“
So schlagen wir Deutschland:
Eine Anleitung in fünf Schritten
Schmieranskis:
Das offensive 3-5-2-System der ballesterer-Redaktion
Knapp daneben:
Didi Mirnegg über die vergeigte Quali für 1980
Nachhaltige Ausstellung:
Beppo Mauhart will ein Sportmuseum
Bierige Geschäfte:
Die EM-Strategien der Brauereien
Gemeinsam schlagen:
Deutsche Polizisten im Auslandseinsatz
Fanlexikon:
Das F-Wort in allen EM-relevanten Sprachen
EM-Planer:
ballesterer-Lounge im WUK, Club 2x11 im Wien-Museum, „I Furiosi“ im Rabenhof & alle Infos zu Fanbotschaften und Streetkicks
Dr. Pennwieser:
Das EM-Fieber
EM-Erinnerungen:
Von Kobenter, Kump, Robausch und Neundlinger
GRATIS IM HEFT:
Die alternativen EM-Hymnen aus der Schweiz und Österreich
featuring SHY, Kreisky, Aeronauten, Radio 200.000 u.v.a.
Schweiz:
Köbi Kuhn und das Prinzip Hoffnung
Tschechien:
Marek Kincl träumt vom Finale
Türkei:
Zwischen Strukturproblemen und Nationalismus
Deutschland:
Europameister Steffen Freund im Interview
Polen:
Zu Besuch im Polshop von Krzysztof Ratajczyk
Italien:
Ex-Gazzetta-Chef Candido Cannavó im Interview
Niederlande:
Was wurde aus den Europameistern von 1988?
Rumänien:
Drei Genies, drei Legenden – Dobrin, Hagi und Mutu
Frankreich:
Blanchard über französische Balance und österreichisches Blabla
Schweden:
Das Lars-Lagerbäck-Dilemma
Griechenland:
Wie kam es zum Wunder von Lissabon?
Spanien:
Ramos Superstar und die Sicherheitslücke Aragones
Spielerporträts zu allen Teilnehmern:
Von Altintop bis Zyranov
PRÄSENTATIONSPARTY
Mittwoch, 21. Mai, 20 Uhr
SCHIKANEDER (Margaretenstr. 24, 1040 Wien)
Mit DJs und Übertragung des CL-Finales Manchester United vs. Chelsea im Kinosaal

"Österreich war eine große Fußballnation. Die haben einmal so schön gespielt, wie sie Walzer tanzen."
ballesterer fm: Herr Markovic, wie ist die Stimmung im kroatischen Team unmittelbar vor der EM-Endrunde?
Vlatko Markovic: Was alles andere in den Schatten stellt, ist die Verletzung von Eduardo. Wir konnten bisher keinen Spieler finden, der ihn auch nur annähernd zu ersetzen vermag. Auch weil sich das gesamte Team bereits auf ihn eingestellt hatte. Er war die zentrale Figu in unserem Spiel. Um es anders auszudrücken: Mit ihm haben wir quasi ein Drittel unserer Mannschaftsstärke verloren. Er hat 50 Prozent aller Tore in der Qualifikation geschossen und ist einfach ein unglaublicher Spieler. Sein Ausfall ist eine Katastrophe.
ballesterer fm: Wer kann Eduardo ersetzen?
Vlatko Markovic: Er ist nicht zu ersetzen. Das Verständnis des Duos Eduardo und Mladen Petric war fantastisch. Jetzt müssen wir schauen. Ivan Klasnic ist bei Werder Bremen wieder besser in Form gekommen. Auch Ivica Olic vom Hamburger SV ist ein guter Stürmer, aber er sieht nur den Ball und ist zu eigensinnig. Dann gibt es noch Igor Budan vom FC Parma, der als Ersatz infrage kommt. Wir haben zwar einige gute Stürmer, aber es gibt keinen zweiten Eduardo.
ballesterer fm: Hat das kroatische Team die nötige Klasse, um in die Fußstapfen der WM-Elf von 1998 zu treten?
Vlatko Markovic: Mit Eduardo wäre alles möglich gewesen. Mit ihm waren wir zu 100 Prozent der Favorit in unserer Gruppe, auch wenn die Deutschen oder egal wer zu besiegen gewesen wäre. So bleibt alles offen.
ballesterer fm: Slaven Bilic ist der jüngste Trainer der Endrunde. Verfügt er über genug Erfahrung für diese Aufgabe?
Vlatko Markovic: Bilic ist nicht durch Zufall Trainer des Teams. Er war zuerst im Nachwuchs tätig und hat dort ausgezeichnete Arbeit geleistet. An seiner Seite stehen ehemals große Spieler wie Robert Prosinecki, Aljosa Asanovic und Nikola Jurcevic. Das ist zwar ein junges Team, aber sie verfügen über die nötigen Qualitäten, und Bilic ist eine charismatische Persönlichkeit.
ballesterer fm: Kroatien war bis auf die EM-Endrunde 2000 bei den jüngsten Großereignissen immer dabei. Wo sehen Sie dennoch Probleme im kroatischen Fußball?
Vlatko Markovic: Ich bin seit zehn Jahren Präsident des kroatischen Verbands und das Hauptproblem ist, dass wir jedes Jahr eine neue Mannschaft zusammenstellen müssen. Nach dem dritten Platz bei der WM '98 in Frankreich hat es keine Kontinuität mehr gegeben, da die Erwartungen nie erfüllt werden konnten.
ballesterer fm: Was zeichnet den kroatischen Fußball aus? Erstens kann man sagen, dass Kroaten zum Ballspielen geboren sind – egal ob das Fußball, Basketball oder Wasserball ist. Das Erste, was ein Kind bei uns bekommt, ist ein Ball. Zweitens sind kroatische Gastarbeiter über die ganze Welt verstreut, und für einen kroatischen Vater ist es das Größte überhaupt, wenn sein Sohn im Nationalteam spielen kann. Das ist eine Ehre, die man als außenstehende Person wahrscheinlich nicht verstehen kann.
ballesterer fm: Wie weit kommt Kroatien und was ist das Minimalziel?
Vlatko Markovic: Wir sind als einzige ex-jugoslawische Mannschaft bei dem Turnier dabei, das war unser erstes Ziel. Unsere Mannschaft ist gut, alles andere hängt vom Turnierverlauf ab.
ballesterer fm: Ist Österreich ein Glückslos für die Kroaten?
Vlatko Markovic: Nein. Die letzten drei, vier Spiele haben gezeigt, dass der Weg von Josef Hickersberger der richtige ist. Bleibt nur abzuwarten, ob die EM-Endrunde nicht zu früh kommt. Aber Hickersberger arbeitet für die Zukunft. Ich habe mit ihm gesprochen, und er wird auch nach der EM weitermachen. Er wird für die nächsten zehn Jahre Nationaltrainer bleiben und eine gute Mannschaft haben.
ballesterer fm: Wo liegen die Chancen für Hickersbergers Mannschaft im Spiel gegen Kroatien?
Vlatko Markovic: Wir sind zwar die bessere Mannschaft, aber 50.000 Fans im Rücken können einiges bewirken. Ich kann das aus eigener Erfahrung behaupten, da ich bereits vor 220.000 Fans im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro gespielt habe.
ballesterer fm: Wo sehen Sie Schwachstellen im österreichischen Team?
Vlatko Markovic: Das junge Team schafft es nicht, eine konzentrierte Leistung über die volle Spielzeit zu bringen. Das liegt vielleicht auch an der Disziplinlosigkeit der Spieler – ein Problem, das der österreichische Fußball schon immer hatte.
ballesterer fm: Was trauen Sie dem ÖFB-Team zu?
Vlatko Markovic: Ich glaube, dass die Mannschaft für große Überraschungen sorgen kann. Die Griechen hatte bei der letzten EM-Endrunde in Portugal ja auch niemand auf der Rechnung.
ballesterer fm: Österreich hat sich bisher nie für eine EM-Endrunde qualifizieren können. Woran liegt das?
Vlatko Markovic: Österreich war eine große Fußballnation. Die haben einmal so schön gespielt, wie sie Walzer tanzen. Dann haben die Probleme begonnen. Während sich der Fußball überall weiterentwickelt hat, ist er in Österreich in seiner Entwicklung stecken geblieben. Was vor allem die Schuld der Trainer war.
ballesterer fm: Auch in Österreich leben viele Kroaten, wie wichtig wird die Unterstützung der Fans bei der Endrunde sein?
Vlatko Markovic: Egal wo wir spielen, es kommen immer 10.000 bis 15.000 Fans. Die Nationalmannschaft ist nicht nur der Liebling der Kroaten, sie ist auch ein Symbol unseres Landes. Unser Fußballdress ist unsere Fahne. (Das Interview führten Andreas Hagenauer und Simon Hirt. Fotos: Dieter Brasch)
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Als gebürtiger Kroate der in Österreich aufgewachsen ist und bei der EM zu beiden Teams hält kommt einem fast das kotzen: unglaublich wie ihr Raunzer euch gegenseitig, euer Team, euren jeweiligen Trainer und was weiß ich noch alles zerfleischt.
Österreich könnte die EM gewinnen und ihr würdet noch sudern. Erwin Ringel hat's ja gewusst...
ballesterer fm: Was zeichnet den kroatischen Fußball aus? Erstens kann man sagen, dass Kroaten zum Ballspielen geboren sind – egal ob das Fußball, Basketball oder Wasserball ist. Das Erste, was ein Kind bei uns bekommt, ist ein Ball. Zweitens sind kroatische Gastarbeiter über die ganze Welt verstreut, und für einen kroatischen Vater ist es das Größte überhaupt, wenn sein Sohn im Nationalteam spielen kann. Das ist eine Ehre, die man als außenstehende Person wahrscheinlich nicht verstehen kann.
er hatt skifahren vergessen..! :)
ansonsten ok ..
Sollte unser Team bei der EM überraschen können, dann werden alle Hicke anflehen, dass er bleibt.
Mit einem jungen Team, das gerade eine erfolgreiche Heim-EM hatte, könnten wieder rosigere Zeiten auf uns Fans zukommen - auch mit Hicke.
Sollte unser Team sich blamieren, dann kann Hicke sagen, dass er eh' immer nach der EM aufhören wollte.
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