Fluchtversuch verhindert: Josef F. drohte seinen Kindern mit Stromtod

Redaktion
8. Mai 2008, 11:25

Zwei oder drei Jahre, ehe er Elisabeth einsperrte, habe er begonnen, den Keller als Zelle umzugestalten

St. Pölten - "Ich habe ihnen lediglich immer wieder erklärt, dass sie nicht an der Verliestüre herumwerken sollen - denn sonst könnten sie in einen Stromkreis geraten und sterben", zitiert "News" Josef F. So sei es leicht gewesen, seine heute 42-jährige Tochter und die Kinder an Fluchtversuchen zu hindern.

"News" gibt in seiner am Donnerstag erschienenen Ausgabe Gespräche wieder, die F. den Angaben zufolge mit seinem Verteidiger Rudolf Mayer führte. F. habe dafür sein Einverständnis gegeben, gibt das Magazin bekannt. Zwei oder drei Jahre, ehe er Elisabeth einsperrte, habe er begonnen, einem Raum in seinem Keller als Zelle umzugestalten, erzählte der 73-Jährige angebliche dem Magazin.

Als Grund dafür nannte F. einerseits seinen Wunsch, Elisabeth von der Außenwelt fernzuhalten, da sie Kontakt zu Personen hatte, die nach Ansicht ihres Vater kein guter Umgang für sie waren, andererseits seinen Trieb, mit ihr Sex zu haben, der immer stärker geworden sei. "Der Drang endlich das Verbotene tun zu können, ist einfach zu groß in mir gewesen", erklärte F. angeblcih. Er habe sich in Wahrheit Kinder von seiner Tochter gewünscht. "Ich überlegte immer wieder, ob ich sie freilassen sollte", so F.. "Ich fürchtete mich vor einer Verhaftung ..."

Eigenen Angaben zufolge hatte F. dafür gesorgt, dass den Gefangenen im Fall, dass er nicht wieder in den Keller kommen würde, nichts passierte: Durch ein Relais mit einer Zeitschaltuhr sei garantiert gewesen, "dass sich die Türe zum Verlies nach Ablauf einer jeweils von mir neu bestimmten Frist selbst geöffnet hätte". Sterben wolle er jetzt nicht, sagte F. laut "News" seinem Verteidiger. "Ich will jetzt bloß noch eines: büßen." (APA)

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Dieser Mann ist nicht nur herrschsüchtig, arrogant und gefährlich, er ist auch ein Manipulator und riesengroßer Lügner

Unglaublich, dass er bestreitet, E. seit dem 11. Lebensjahr missbraucht zu haben (warum wohl hat sie versucht, wegzulaufen?) und ihr noch unterstellt, Laster zu suchen - dieser Kerl ist innerlich so schwarz wie der Teufel selbst.

Für mich versucht er eindeutig, auch den Anwalt und das Gericht zu manipulieren. Vermutlich ist er auch sehr froh, dass alle Spuren aus der Vergangenheit verschwunden sind, so dass man ihm nichts mehr nachweisen kann. Oder glaubt irgendwer, er wäre nach 1967 in ihrgendeiner Art seriös und anständig geblieben?

Armes Sexualmordopfer Posch am Mondsee - dein Täter wird jedenfalls ofiziell nie gefunden werden.

Amnestie

"Ich überlegte immer wieder, ob ich sie freilassen sollte", so F.. "Ich fürchtete mich vor einer Verhaftung ..."

Die Regierung sollte also eine sofortige Amnestie fuer andere Kellerherren wie Josef F anbieten. Wer sich innerhalb des naechsten Monats meldet bekommt nur eine kurze Haftstrafe oder so. Wer weiss, wie viele Faelle dann noch ans Licht kaemen. Denk doch an all die Kellerkinder die jetzt noch irgendwo in Oesterreich eingesperrt sitzen, und die befreit werden koennten.

Wundert mich, das die OEVP und FPOE noch nicht auf die Idee gekommen sind...

Sarkasmus!

Sie verstehen das Falsch!
Laut unseren Politikern, ist das ein Einzelfall! Mann kann also mit Sicherheit ausschließen, dass es noch ein paar Menschen gibt die im Verlies sitzen.

Warum sollte man auch unnötig Staub aufwirbeln, und nach weiteren Vermissten suchen?
Das wir dann noch einen Skandal haben?
Das wir im Ausland wieder eine Image Kampagne brauchen!
Das nächte mal hätten wir dann auch schon großen
Erklärungsbedarf, denn uns dann die .....

Nein zur Aufklärung weiterer fälle!
Nein
Nein
Nein!!!!

Zustimmung²

Nach den Auffindungsumständen der aktuellen Opfer EF und NK schätze ich die noch unentdeckten Opfer auf mindestens 100.
Ich bin weder ÖVP noch FPÖ, aber der Meinung, dass die sofortige/absehbare Freilassung der noch unentdeckten, aber mit Sicherheit vorhandenen Opfer wichtiger ist als jedwedes Rachegefühl.

Auch ich wäre für eine Amnestie der Täter im Bezug auf den Freiheitsentzug, wenn sie die Gefangenen zB zwischen 10. Mai und 30. Juni 2008 freilassen.

Ahja, 100 also. Hat Ihnen das ihre Esoterik-Tante aus dem Bodensatz vom zwölften Baileys mit Eis gelesen? Warum nicht 1533? Oder in jedem Dorf 2? Wieviele dann in Deutschland? Großbritannien? Frankreich? Oder in den großen, bösen USA? Rußland? Bitte um Zahlen. Sie scheinen ja über gewaltige Expertise zu verfügen.

Es können natürlich auch 1533 sein.
Baileys hat keinen Bodensatz.

Brilliante Idee, ich bin nur für den Zusatz: Alle die sich nicht melden und dennoch erwischt werden nach Ablauf einer Frist bekommen ohne wenn und aber 20 Jahre auf 3 x 3 Metern mit Hofgang einmal die Woche eine Stunde um Ihnen klar zu machen, dass sie es sich schleunigst überlegen ihre Opfer freizulassen.

Naja, Sie gehen davon aus...

...dass Triebtäter ihre Triebe unter Kontrolle haben, und dass sie aus reinem Kalkül handeln. Das tun sie aber nicht.

das ist ja die sozialdemokratische Denkungsart der Aufgabe sämtlichen Wehrwillens gegen alles, sodaß eigentlich die Sozialdemokratie schon am Ende ist, weil dann ist ja nicht nur der Staat verschuldet, sondern er kann auch sonst all die Toleranzangebote nicht mehr leisten. Darüber wäre nur noch die Kirche. Weil der Christ ließe sich aus lauter Güte alles gefallen (siehe Jesus) und die Bewältigung leisten täte Gott, der aber allmächtiger ist als der Bundeskanzler. Aber das ist halt nicht verwirklicht.

Interessante Idee.

Amnestie ist auf alle Fälle nicht möglich. Und ich bin doch eher "liberal".

Ich bin sicher nicht liberal, aber trotzdem für eine Amnestie, weil die Freiheit der Opfer einfach wichtiger ist als die Strafe der Täter.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Täter, deren Zahl ich auf über 100 schätze, zu einem großen Teil nur aus Angst vor der Strafe den aktuellen Zustand so lassen, wie er ist.

Sie sind mir ja ein Komiker.

oder: wer ein kind freilässt, darf eins behalten, weil eh so fürsorglich

die geschichte an news verkaufen, damit die anwaltskosten reinkommen? welcher anwalt kann schon täglich mehrere stunden seinen klienten im häfn besuchen, weiß ich wie viele interviews geben, für sonst nichts mehr zeit haben! das muss ja unsummen kosten. ein anwalt zur alleinigen verfügung wird teuer. news zahlt´s, die leute kriegen wieder ein gschichtl, und alle sind zufrieden. dann darf auch noch ein psychiater diesen text interpretieren und es gibt wieder tagelang gesprächsstoff.

Es gibt bessere Fluchtmethoden

Der eine schuettet eine Pfanne kochendes Wasser in das Gesicht des Josef F, als dieser durch den schmalen Eingang eintritt. Der andere fesselt ihn sofort mit Bettlaken. Dann werden ihm die Hosen ausgezogen, und er wird unter Androhung des Eierzerquetschens zum Ausspucken des Tuer-Codes gezwungen.

Man muss aber schon bedenken, dass die einzige Person im Verlies, die überhaupt den Begriff "Freiheit" kannte, nicht nur ein schwer gebrochenes "menschliches Wrack" sondern auch endlos hörig war. Und für die Kinder war das Verlies vielmehr eine Heimat, wo die Außenwelt als "Jenseits" über den Fernsehsschirm flimmerte. Wo soll da ein Antrieb zur Flucht aufkeimen ??

Alleine hätte sie das sicher gemacht.
Aber sie hat eben Kinder auch mit in der Gefangenschaft gehabt.

überflüssige Spekulationen, außerdem hat er ja eine zweite Tür eingebaut. Im Übrigen soll man seinen Geist nicht unnötig beschmutzen mit einer perversen Phantasie, der Geist wird sowieso im Alltag strapaziert. Z.B. müssen ja die Forensiker Albträume haben und fürchten, daß sie selber pervers werden, bei dem was ihnen da alles dargeboten wird.

Es waren insgesamt 8 (!) versperrte Türen und die Drohung, es könnte ja automatisch Giftgas per Zeitschaltuhr einströmen. E. musste das ernst nehmen, sie kannte ja ihren Vater.

Bitte schränken Sie Ihren Fernsehkonsum ein!

Sie haben, mal wieder, eine hervorragende Gelegenheit verpasst, die Klappe zu halten.
So denken's doch erst a bissi nach, bevor's posten.
Danke!

wieso eigentlich,

was haben sie gegen seinen vorschlag, was ist so schlimm daran. Oder wissen sie aus eigene erfahrung dass es trotzdem nicht klappen würde....

Ach was, so schlimm finde ich das nicht.

Gute Idee! Wenn Sie mal in Guantanamo Bay inhaftiert werden, schaffen Sie es sicher spielend, die Wachen außer Gefecht zu setzen und wie McGyver mit dem selbstgebastelten Hubschrauber zu flüchten.

Sagen Sie mir Bescheid, wenn es soweit ist, ich bin dann mit einem Filmteam zur Stelle.

Naja, ganz so einfach ist das sicher nicht, aber die Idee mit dem heißen Wasser (besser: Öl) war auch so ziemlich meine erste, als ich davon hörte, dass es einen Ofen im Verlies gab.

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