25 genmanipulierte Pflanzen am EU-Markt

Redaktion, 07. Mai 2008 16:03

Für Fleisch von Tieren, die mit Genmais gefüttert wurden, besteht keine Kennzeichnungspflicht

Brüssel - In der EU dürfen derzeit nur zwei gentechnisch veränderte Maissorten angebaut werden, die in Österreich nach einer Entscheidung der EU-Kommission zwar als Lebens- und Futtermittel importiert werden dürfen, aber weiter für den Anbau verboten bleiben. Außerdem dürfen zwei Nelkensorten angebaut werden. Insgesamt sind in der EU mittlerweile 25 gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen. Diese können als Lebens- oder Futtermittel - mit entsprechender Kennzeichnung - auch auf den österreichischen Markt kommen.

Die meisten bisher erteilten Zulassungen betreffen Gen-Mais (12 Sorten). In der EU genehmigt sind weiters drei Rapssorten, fünf Baumwoll-Typen (das Öl der Samen wird als Speiseöl oder für Futtermittel verwendet) sowie eine Soja- und eine Zuckerrübensorte. Produkte, die diese Zutaten enthalten, müssen in der EU gekennzeichnet werden. Für Fleisch von Tieren, die mit Genmais gefüttert wurden, besteht keine Kennzeichnungspflicht.

Großflächig angebaut wird innerhalb der EU derzeit eine der beiden Maissorten von Monsanto (MON810), die durch die Produktion eines Giftstoffes gegen einen Schädling (den "Maiszünsler") resistent wird.

Weltweit wurden 2007 nach Angaben der Pro-Gentech-Lobby ISAAA in 23 Ländern auf 114,3 Mio. Hektar Land gentechnisch veränderte Organismen (GVO) angebaut - meist Soja, Mais, Raps und Baumwolle. Vorreiter sind die USA (54,6 Mio. Hektar) sowie Argentinien, Kanada und Brasilien.

Erstere drei Länder kippten indirekt das Importverbot für zwei Maissorten (MON 810 von Monsanto und T25 von Bayer) in Österreich: Nachdem im Vorjahr die Welthandelsorganisation WTO den drei Ländern bei einer Klage gegen den in der EU von 1998 bis 2004 de facto geltenden Gen-Importstopp recht gegeben hat, mussten die Hürden fallen, was die Kommission nun vollzogen hat. Andernfalls hätten von USA, Kanada und Argentinien Strafzölle auf EU-Produkte gedroht.

Herstellerfirmen Monsanto, Pioneer und Bayer

Abgesehen von den beiden Mais-Sorten von Monsanto und Bayer sind in der EU zwei Nelken-Arten mit farblich veränderten Blütenblättern zum Anbau zugelassen, was aber vor allem für Blumenproduzenten-Länder wie die Niederlande relevant ist (eine weitere Gen-Nelke darf in die EU importiert, nicht aber angebaut werden). Allerdings haben Herstellerfirmen wie Monsanto, Pioneer und Bayer über ein Dutzend weitere Zulassungen genmanipulierter Pflanzen für den EU-weiten Anbau beantragt. (APA)

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14 Postings
der Wasserbringer
 
26.05.2008 22:11
der Wasserbringer
 
26.05.2008 22:02

http://de.youtube.com/watch?v=Dn1ixDVqZ-E

Gabs auch mal auf deutsch in ARTE und YouTube

der Wasserbringer
 
26.05.2008 21:02
Antonietta Tumminello
19.05.2008 12:49
gegen Gentechnik

Schweine, Hühner und Rinder fressen Gentechnik. Futtermittel enthalten häufig Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen, vor allem aus Soja, aber auch aus Mais, Raps oder Baumwolle. Einige Zusatzstoffe und Enzyme, die dem Futter beigemischt sind, werden mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Gentechnische Anwendungen bei Futtermittel führen jedoch nicht zu einer Kennzeichnung der später aus den Tieren erzeugten Lebensmittel.

Wenn man sich auch bei Fleisch, Milch und Eiern klar gegen Gentechnik entscheiden will, kann man das mit der Wahl von Ökoprodukten.

Anton Friesl
08.05.2008 17:25
Nach den Bienen stirbt der Mensch

Überall wo genmanipulierte Pflanzen angebaut wurden gibt es ein massives Bienensterben. 30 % Verlust gegenüber dem Vorjahr in USA, England, Frankreich und Deutschland:

http://urly.de/3d7e

Die Bienen leiden unter 3 Plagen:
Varoa Milbe
Insektengift
Genmanipulierte Pflanzen

Wenn die Agrarmultis die Bienen vernichtet haben, dann werden ohne deren Bestäubung 80 % aller Nutzpflanzen aussterben und danach wird es diese ausgestorbenen Nutzpflanzen nur mehr in genmanipulierten, patentierten Varianten geben, welche keine Bienen benötigen und nicht fortpflanzungsfähig sind. Wir werden das Saatgut jedes Jahr neu kaufen müssen oder verhungern.

Ein großer Erfolg für die Multis, dank WTO und EU. Das Ende der globalen Überbevölkerung ist nahe.

Gendo
09.05.2008 11:22
keine Märchen erzählen!

Zitat "CCD(also das Bienesterben) trat – wenigstens in den USA – vielmehr fast ausschließlich an Orten auf, wo kein genmanipulierter Mais angebaut wird."
( http://de.wikipedia.org/wiki/Bien... zpflanzen)

Also aufhöhren Angsmärchen zu erzählen.

Char Ming
06.07.2008 15:01

Das ist kein Angstmärchen, es stimmt leider.

Ignaz gartengschirrl
14.05.2008 13:37

das nutztiere steril werden die mit genmanipulierten mais gefüttert werden zählt aber nicht zu den märchen ebenso das versuchsmäuse die ausschließlich mit genmanipulierten futter versorgt wurden eine wesentlich weniger hohe lebenserwartung hatten.

eine kennzeichnungspflicht (auch auf fleisch von tieren die mit diesen pflanzentypen gefüttert wurden) wäre wirklich das mindeste.

auch wenn es ihnen vielleich nichts ausmacht dinge zu essen wo bis dato niemand weiß wie der körper über jahre hinweg reagiert, ich hätte doch gerne die wahl!

Gendo
16.05.2008 17:17

Das mit der Sterilität ist beobachtet worden, nur die Frage ist ob es an der Pflanze liegt (am eingebauten Gen) oder an den Pflanzenschutzmittel die dann drauf geschüttet werden (und die dank der Gentechnik viel Agressiver sind).

Millionen Menschen nehmen täglich Produkte (auch in Österreich) zu sich die auf genteschnischen Wege erzeugt wurden. DNA und Proteine unterscheiden sich chemisch in GVO um nichts von Nicht GVO.

hlg
09.05.2008 20:18
was ich immer schon wissen wollte...

verdient man viel wenn man für gentechnikfirmen arbeitet?

sonst fällt mir kein argument ein für gentech-lebensmittel in österreich zu sein...

Gendo
13.05.2008 07:05

Und wieviel als Funktunär bei Greenpeace?
Mal scherz bei Seite, mit Polemik den Mangel an Argumenten wett machen zu wollen ist einfach nur arm(marke Kindergarten!).

hlg
13.05.2008 22:20
auch ein mangel an argumenten, denke ich...

ps greenpeace kann mir den buckel runterrutschen...

Ex - Österreicher
 
08.05.2008 15:35
...aber weiter für den Anbau verboten bleiben...

Wie lange? Auch das wird fallen!

Anton Friesl
07.05.2008 23:24
Nach den Bienen sterben die Menschen

http://tinyurl.com/63bkau

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