Härtere Strafen für Sexualdelikte?

Redaktion, 14. Mai 2008, 14:11

RAU-TV Folge 6 über populistische Pseudo- Lösungen und den Bedarf nach einer neuen Meldestelle bei Verdacht auf Kindesmisshandlung

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2
José Atento
00
10.5.2008, 19:21
Missbrauch?

Dass in einigen Familien nicht alles in Ordnung ist, ist eine Sache, aber dass man deswegen zur Denunziazion aufruft ist wohl das andere Extrem. Mischt sich dann der Staat auch immer mehr in Familienbelange ein? Das kann doch auch nicht die Lösung sein. Bekommt ein Kind einmal einen Klaps, so kommt dann gleich die Polizei? Wie will man denn als Nachbar sexuellen Missbrauch festsellen?

Ist unsere Gesellschaft wirklich schon so sehr verroht, dass es jetzt mehr solcher Fälle gibt? Wenn ja, sollten wir hinterfragen, warum es solche Tendenzen gibt und vielleicht Eltern lehren wie man Kinder behandelt und nicht strafen wenn es schon zu spät ist.

Günther Seehofer
00

Es tut mir leid, Herr Rauscher,

aber Ihre Kommentare in diesen IP-TV-Beiträgen sind mir einfach zu banal.

Vielleicht lässt man diese Kritik ja auch mal ausnahmsweise im Forum stehen und geht nicht wieder mit der Zensurschere drüber.

Killa vomBilla
00
Jo

Und ehebrecher auch gleich
härter ins gericht nehmen.

Da bleiben kinder auch meistens als opfer übrig.

José Atento
00
10.5.2008, 19:27

Das geht dann vermutlich bald so weit, dass jeder Mann, der sich in irgend einer Weise sexuell nicht normgerecht verhält (geht zu einer Prostituierten oder hat eine Geliebte) von der Polizei verhört wird.

Jeder Körperkontakt zu Kindern (auch zu eigenen) hat also ein Mann in Zukunft zu unterlassen -- es droht Gefahr einer Anzeige durch nette Nachbarn, die irgend was da hineininterpretieren könnten.

Nik M
22
Gibts die Web-Site schon?

Gestern im Parlament hat ein Herr Platter Machtphantasien geaeussert, dass einem schlecht werden kann. "Beinharte Strafen" usw. Und er macht solche Aeusserungen immer wieder! Ob sich nicht kompetente Stellen seinen Keller genauer ansehen sollten?

bereit
01

und wenn frau H.(80 j.) irgendwo etwas sieht oder hört ruft sie das enkerl an und richtet ihm aus was er für sie ins internet eintippen soll?

sehr praktikabel.

mit neuen medien sollte man umgehen können, bevor man sie verwendet.

;-)
(sorry musste sein)

LL MM
04

Will er jetzt Prangerseiten bewerben? Die Vorschläge rechts und links sind an Undurchdachtheit oft kaum zu überbieten.

Die einen wollen strengere Strafen oder gar vierteljährliche Untersuchungen. Die anderen "Prävention". Klar, das will eigentlich jeder (es ist ja so ein positiv besetztes Wort), aber solange man nicht ganz konkret sagt, welche wirklich praktikablen Wege es da gibt, ist das genauso populistisch wie der Ruf nach dem "Teeren und Federn".

gocermak
00
Auch der Vorschlag einer Webseite

ist nicht gut durchdacht. Es gibt doch schon genug Anlaufstellen (wie 'Rat auf Draht' Telefon 147) der in den U-Bahnen beworben wurde.

die naive
00

Genau....Kleinkinder rufen dort regelmäßig an.....

Ihre ZensorInnen halten dieses Posting für zumutbar
02
sind das im Hintergrund die Zensorinnen?

übrigens greife ich seit der Bewilligung eines Behördentrojaners auf keine einzige Website einer öffentlichen Stelle mehr zu.

Das sog. "e-Government" (für dessen Bewerbung bis heute Millionen von Euro Steuergeld verschossen wurden) ist damit für mich TOT. Auch eine Denunziantenwebsite natürlich. Ausserdem gibt's, siehe Beitrag unten, bereits eine ganze Reihe von Hotlines und Websites, man muss sie nur auch nutzen.

eineinhalb drittel von 100
00
zensorinnen ist gut ...

manchmal verstehe ich diese wirklich nicht. postings werden scheinbar willkürlich nicht veröffentlicht.

ebelt9hf
10
übrigens greife ich seit der Bewilligung eines Behördentrojaners auf keine einzige Website einer öffentlichen Stelle mehr zu.

Sie sollten sich einmal informieren. Lesen sie nach was ein Trojaner ist,wie diese funktionieren und dann werden sie merken, dass ihre Lösung absolut unnötig ist.

Heimwerkerkönig
 
02
Trojaner...

... können auch über kompromittierte Websites eingeschleust bzw. nachgeladen werden.
Ein Zero-Day-Exploit für einen Browser reicht aus, und schwups, schon hat man z.B. mittels "drive by download" einen hübschen kleinen Rootkit (Trojaner) auf dem Rechner.

Für oben beschriebene Vorgehensweise eignen sich Behörden-Websites jedenfalls perfekt.

Bumbu
 
00
Ein Zero-Day-Exploit für einen Browser reicht aus, und schwups, schon hat man z.B. mittels "drive by download" einen hübschen kleinen Rootkit (Trojaner) auf dem Rechner.

Soweit richtig. Aber wozu braucht man dazu eine Behörden-Website?

Wenn der Angreifer den ISP im Boot hat (und ein staatlicher Angreifer dürfte da keine Probleme haben), dann kann er bei *jeder* unverschlüsselten Website den Man in the Middle machen und Code einschleusen.

Stellen Sie ein Proxy nach Kuba und sprechen Sie nur verschlüsselt mit ihm, dann haben Sie diese Gefahr gebannt (gibt natürlich noch andere Möglichkeiten, die aber auch nicht immer ganz einfach sind).

Ava Tar
00
neuen Beitrag drehen ;o)

viel mehr als "Rat auf Draht" beworben wird, inkl. in Bim und U-Bahn - kann man nimmer werben. In den Schulen vielleicht, falls noch nicht. Webseite, Tel.Nr. 147

dann gibt's noch Die Möwe, den Bürgerservice der Stadt Wien, den den Innenministeriums

nur polizei.at ist eine geistige Wüste, aber immer ncoh besser als die frühere grüne Version

Letztlich glaub ich nicht, daß der alte Mann schräg gegenüber des Amstetten-Frizzi allzu viel mit einer Webseite anfängt

und anonym ist im Internet gar nichts: die Seite, die du ansurfst, weiß deine IP, kann gucken, welche Programme du offen hast, welche Software und welche Geräte du installiert hast kann deine Mauszeigerbewegungen mitprotokollieren usw.

nix für ungut ;o)

Bumbu
 
00
die Seite, die du ansurfst, weiß deine IP, kann gucken, welche Programme du offen hast, welche Software und welche Geräte du installiert hast kann deine Mauszeigerbewegungen mitprotokollieren usw.

Das will ich sehen, denn ich glaube nicht viel davon.

Ja, der Webserver weiß eine IP, unter der er mich erreichen kann; aber das kann auch ein Router oder ein Proxy sein.

Das mit den offenen Programmen, der installierten Software und den Geräten halte ich für Turboquatsch. Wie soll denn das gehen? Selbst der Browser weiß nur einen Teil davon.

Und die Mausbewegungen? Na, vielleicht, solange die Maus im Browserwindow verbleibt (könnte man mit JavaScript Events machen, wäre aber quälend langsam; vielelicht gibt es auch Besseres). Aber sobald ich auch nur einen anderen Browsertab öffne, oder gar ein anderes Window in den Vordergrund hole, ist Schluß mit Lauschen — sonst dringend Browser wechseln.

Di Fazz
00

"und anonym ist im Internet gar nichts: die Seite, die du ansurfst, weiß deine IP,"
Soweit, so gut. Und aus der IP lässt sich der Inhaber des Internetanschlusses ermitteln.

"kann gucken, welche Programme du offen hast, welche Software und welche Geräte du installiert hast kann deine Mauszeigerbewegungen mitprotokollieren usw."
Das ist jetzt aber Unfug. Falls man sich nicht schon einen (Bundes-)Trojaner oder sonstige Malware eingefangen hat, kann eine Webseite das nicht.

LingLom
07
"eine moderne konservative partei"

des is jetzt owa scho a bisserl a widerspruch...

Libertin
01

Na wie sagte einst der Molterer in den Wahlkonfrontationen 2006:

"Fest in den Werten. Modern in den Wegen."

Rofl!

borokop
01
Lösung: website

Rauschers liberal-konservative Ausführungen sind ja nix neues. Die Bevölkerungscourage soll seiner Meinung nach mittels website verstärkt werden. Für mich ist dieser Lösungsansatz seicht und oberflächlich zugleich. Unter dem Mantel der internetzschen Anonymität(wie anonym ist das web?) lässt sichs leichter anzeigen...Zivilcourage kann nur entstehen, wenn man über Selbstbewusstsein verfügt und eine positive Meinung zur Exekutive und den Institutionen hat. Ob man diese Eigenschaften mittels "website"erlernen kann?

keeper of the towel
00
ich hab mir den beitrag jetzt ein paar mal angeschaut...

und weiss noch immer nicht, ob er ernst gemeint ist. man stelle sich eine website vor, auf denen 2-3 sätze getippt mehr oder minder die pflicht der behörden erwirken, der sache nachzugehen. das ist doch eine blackbox für denunziationen. warum soll jemand, der einen begründeten verdacht auf eine straftat hegt, diesen nicht nur anonym sondern zusätzlich persönlich vorbringen? soviel zivilcourage kann man einem wahlberechtigten bürger wohl zutrauen, oder? ist es nicht vielmehr aufgabe z.b. der bildungseinrichtungen, in der bevölkerung ein bewusstsein für gesunde kindererziehung zu schaffen? ein bewusstsein, das es dem einzelnen ermöglicht, ein verängstigtes, zurückgezogenes kind nicht als brav und gut erzogen zu sehen?

hurchzua
01
Rau TV wirkt noch immer mehr, wie eine Satire als wie echtes „Internet TV“.

Das abgehakte Sprechen, das Hintergrundrauschen, Fallfehler („die BZÖ“), die unmotivierte Bildwechsel etc. haben schon fast wieder etwas „kultiges“.

eineinhalb drittel von 100
00
es wird besser ...

meine meinung: man sollte einen 2 minuten vortrag auch einmal auswendig können oder einen besseren teleprompter verwenden. nach jedem halbsatz nach links oder rechts schauen zu müssen (um kurz abzulesen) macht das ganze dann sehr unprofessionell.

untitled
00

der telepromter müsste nicht besser, sondern die kamera inkl. telepromter weiter weg sein (natürlich würde es dabei nicht schaden, den telepromter [vermutlich simpler laptop] direkt unter die kamera zu stellen)

gocermak
00
Nicht so streng sein!

Er wird sich schon noch verbessern.
Ein bisserl Robert Misik schauen: (http://www.misik.at/). Der kanns schon recht gut. Er machts auch etwas länger.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.