Bund sieht keinen Verlust bei Sängerknaben-Deal

Redaktion, 5. Mai 2008, 16:57

Burghauptmann: Niedrige Miete gerechtfertigt, da Bau nach 67 Jahren an Bund zurückfällt

Wien - Der Wiener Burghauptmann Wolfgang Beer weist die Vorwürfe der Grünen an den Bund rund um die geplante Sängerknaben-Konzerthalle am Augarten-Spitz zurück: '"Die Mietkonditionen sind für den Bund ein gutes Geschäft", sagte Beer am Montag zur APA. Die Tatsache, dass das Gebäude mit Vertragsende nach 67 Jahren an den Bund zurückfällt, rechtfertige die im Vergleich niedrige Jahresmiete von 10.000 Euro, hieß es.

Laut Beer werden lediglich 1.744 Quadratmeter des betreffenden, bundeseigenen Standorts an die Sängerknaben vermietet. Knapp 1.300 Quadratmeter entfielen dabei auf verbaute Fläche, der Rest bleibe frei. Der Grüne Kultursprecher im Nationalrat, Wolfgang Zinggl, hatte von einem 12.000 Quadratmeter großen Areal gesprochen - öffentlicher Raum, der angesichts des niedrigen Mietpreises verschenkt würde.

"Möglich, dass der gesamte Spitz so groß ist. Alles über die besagten 1.744 Quadratmeter hinaus ist jedenfalls nach derzeitiger Flächenwidmung nicht bebaubar", so Beer. Von Verlustgeschäften könne nicht die Rede sein. Schließlich hätten die Sängerknaben die Erlaubnis, auf der betreffenden Fläche ein sogenanntes Superedifikat zu bauen. Dies bedeute, dass diese sowohl für die Errichtung (zwölf Mio. Euro) als auch für die Erhaltung des Baus bzw. die laufenden Kosten aufzukommen haben. Weiters bleibe der Konzertsaal nur für die Laufzeit des Vertrages (67 Jahre) im Besitz der Sängerknaben. Danach fällt die Immobilie zurück an den Bund.

Dividiere man die Errichtungskosten durch die Vertragslaufzeit, entspreche der Mietbeitrag einer jährlichen Summe von rund 180.000 Euro plus die bereits jetzt fixierten 10.000 Euro, rechnete Beer vor. Schließlich wies der Burghauptmann darauf hin, dass es sich bei dem Areal nicht um reine Grundfläche handle, wodurch ein Vergleich mit Preisen für Büro- oder Wohnflächen in dieser Lage nicht zulässig sei. (APA)

... und lost's eich nix gfoin!
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Wahnsinn!

Also den letzten Absatz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Das kann doch nicht sein Ernst sein!?

weltretterIn
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die alternative zum kristall:

jeden freitag ab 16h gibt es

***LUSTVOLLE MAHNWACHEN AM SPITZ***

- für eine nutzung des parkes im sinne seines gönners josef des II:

----"ein ALLEN menschen gewidmeter erlustigungsort!" ---- (statt privaten bebauungen gegen den willen des volkes).

SPITZenwein, schmalzbrote manchmal sogar livemusik(!). serviert im barockkostüm, begleitet von faunen und zofen.
(ecke castellezgasse/obere augartenstraße)

es grüßt
das josefinische erlustigungskomitee

cannery row
03
munter weiter..

2. der betreiber der halle ist ein gewinnorientiertes wirtschaftsunternehmen. in diesem umfeld sind selbstverständlich auch die abschreibungen der bauinvestitionen des errichters (pühringer) zu beachten, und die daraus resultierenden vorteile.
3. 1300 qm werden nicht fehlen, sondern mehr, durch die sängerknabenbekannte verriegelungspolitik. dies in einem allen bürgern gewidmeten erholungsbereich - der ihnen auch noch gehört.
4. ein burghauptmann hat die aufgabe des schützens und verwaltens, nicht des schleifens, aufstockens und abreissens im dienst auch fragwürdiger glücksritter (pleitier bleim). dies alles passiert, das sieht der oberflächlichste, aufgrund von, man muss es sagen, packelei. eigentlich ein wahnsinn.

cannery row
02
selten..

so eine unsinnige argumentation gelesen. nicht mal ein greissler vom karmelitermarkt würde diese milchmädchenrechnung glauben.
1. es handelt sich hier nicht um einen schrebergarten, sondern um ein wirtschaftsgebäude, welches auf öffentlichem grund (also dein und mein) errichtet werden soll. schon etwas von amortisation eines wirtschaftsgebäudes gehört? der nutzen in form der von beer genannten summe müsste also an den bund fallen, diese immobilie wird nach ablauf der genannten zeitspanne wertlos sein (wenn man sich etwas in baustatik auskennt, weiss man auch das).

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