10.001 Euro Jahreszins sollen mit Schanigarten erwirtschaftet werden
Wien - Irritiert über die Vertragsbedingungen zwischen Bund
und den Wiener Sängerknaben für die Bebauung des Augarten-Spitzes
zeigen sich nun auch die "Freunde des Augartens": Nachdem
bekanntgeworden war, dass das insgesamt 12.000 Quadratmeter große
Areal für einen Betrag von 10.000 Euro jährlich an die Sängerknaben
vermietet werde, bietet die Anrainer-Initiative nun 10.001 Euro für
die Nutzung des Standortes.
Da das Wirtschaftsministerium seine Entscheidung, den Sängerknaben
grünes Licht für den Bau eines Konzertsaals zu geben, mit
wirtschaftlichen Überlegungen begründet habe, wolle man Bartenstein
nun ein besseres Angebot legen und einen Euro pro Jahr mehr bezahlen.
Schließlich handle es sich bei dem Standort um ein Grundstück in
Toplage: "Wohnungen sind hier nicht unter zehn Euro (allerdings im
Monat) zu mieten", so Vereinssprecherin Daniela Kraus am Montag in
einer Aussendung.
Ein persönliches Schreiben an den Wirtschaftsminister wird laut
Kraus in den nächsten Tagen erfolgen. Die nötige Summe von 10.001
Euro könne mit einem kleinen improvisierten Schanigarten innerhalb
weniger Tage erwirtschaftet werden, gaben sich die Augarten-Freunde
überzeugt. Was darüber hinaus an Gewinn anfällt, wolle man für
Sozial- und Kulturprojekte im und rund um den Augarten zur Verfügung
stellen, hieß es. (APA)