Fünf Jugendliche verprügelten 29-Jährigen - Fünf Festnahmen
Rom - Ein 29-jähriger Italiener ist im Krankenhaus in
Verona an seinen schweren Verletzungen gestorben, nachdem ihn eine
Gruppe von fünf Rechtsradikalen zusammengeschlagen hatte. Angaben des
Krankenhauses vom Montag zufolge war er vor fünf Tagen
im Zentrum der norditalienischen Stadt angegriffen worden.
Alle fünf Mitglieder des Schlägerkommandos wurden festgenommen. Am
Sonntag waren bereits drei der fünf Verdächtigen verhaftet worden.
Einer der Verdächtigen soll der ultrarechten "Front der Skinheads in
Verona" angehören. Rechtsextremisten hatten schon in den vergangenen
Monaten in Verona Ausländer und Fußballfans von Clubs, die gegen den
Lokalverein Hellas Verona spielten, verprügelt.
Flucht nach London via Innsbruck
Die italienische Polizei hat indessen zwei Jugendliche nach einer dreitägigen Flucht
auf dem Flughafen der lombardischen Stadt Orio al Serio festgenommen.
Nach dem Angriff in Verona waren die beiden nach Österreich
geflüchtet, berichtete die Polizei. An Bord eines Autos hatten die beiden Innsbruck erreicht und waren
nach München weitergefahren. Hier hatten sie einen Flug nach London
genommen. Die Polizei, die auf ihrer Spur war, überzeugte sie zur
Rückkehr nach Italien. In Orio al Serio wurden sie festgenommen.
Der 29-Jährige war mit zwei Freunden in der Innenstadt unterwegs, als
er von den fünf Rechtsextremisten umringt wurde. Die Bande ging auf
ihn mit Fußtritten und Faustschlägen los, bis er ohnmächtig zu Boden
fiel. Danach flüchteten die Angreifer, und seine Freunde konnten
Alarm schlagen. Der Mann wurde ins Spital gebracht und liegt noch im
Koma. Rechtsextremisten hatten in den vergangenen Monaten in Verona
Ausländer und Fußballfans von Clubs, die gegen den Lokalverein Hellas
Verona spielten, zusammengeschlagen. (APA)