
Wie groß ist die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm, war die zentrale Frage einer Tagung am Wochenende in Wien. Dieses antiamerikanische Poster ziert ein Gebäude in Teheran.
Morris war einer der Redner bei der Eröffnung der zweitägigen Konferenz „Die iranische Bedrohung“ am Samstagabend in der Uni Wien. Die von der Plattform „Stop the Bomb“ in einem Hörsaal abgehaltene Tagung war nicht unumstritten, Kritiker sprechen von einer Anti-Iran-Kampagne.
Für Wirbel sorgte zum Auftakt, dass einer Journalistin der iranischen Nachrichtenagentur Irna der Zutritt zur Konferenz verweigert wurde. Die Begründung der Veranstalter für die Einschränkung der Pressefreiheit: Die Nachrichtenagentur sei eine staatliche Institution und daher Teil des Verbrecherregimes. Es gehe zudem um den Schutz der an der Konferenz teilnehmenden Exiliraner. Allerdings: Ein Videomitschnitt der Konferenz soll im Internet veröffentlicht werden.
Mit Morris am Podium saßen Yossi Melman von der Tageszeitung Haaretz, Paulo Casaca, sozialdemokratischer Abgeordneter im EU-Parlament und Patrick Clawson, vom Washington Institute for Near East Policy.
Keine Sympathie
Einig waren sich alle, dass der Iran nach Atomwaffen strebe und dass dies verhindert werden müsse. Denn „gleichgültig, ob uns das nun lächerlich erscheint oder nicht: Die iranische Führung ist tatsächlich davon überzeugt, dass sie den Westen zerstören kann“, argumentierte Clawson. Das Regime in Teheran werde dabei von einer religiösen und einer revolutionären (marxistischen) Agenda angetrieben. Seit der islamischen Revolution von 1979 betreibe der Iran ein Terrorprogramm. Im Inland seien Oppositionelle das Ziel, im Ausland derzeit Israel und die US-Truppen im Irak. Melman skizzierte dann die Geschichte des iranischen Atomprogramms.
Bereits unter der Herrschaft des Schahs habe der Iran versucht, ein militärisches Nuklearprogramm zu starten. Das Projekt wurde nach der islamischen Revolution auf Eis gelegt, gegen Ende der 80er-Jahre aber reaktiviert. Unter anderem, weil der Iran sich während des Krieges gegen den Irak im Stich gelassen fühlte. „Der Irak setzte chemische Waffen ein, was verboten ist. Aber dennoch gab es von der Welt keine Sympathie für Teheran“, sagte Melman. Kritik wurde auch an den Geschäften der OMV mit Teheran und am „Appeasement“ der Europäer geübt.
Morris argumentierte schließlich, dass selbst eine US-Sicherheitsgarantie für Israel den Iran nicht davon abhalten werde, seine Atomwaffen einzusetzen. Ein US-Gegenschlag nach einem iranischen Atomangriff auf Israel sei nicht realistisch: „Israel wäre schon zerstört, was würde ein Zweitschlag bringen? Würden Obama oder Clinton wirklich den Knopf drücken?“ Und sogar ohne ihren Einsatz wäre ein iranische Bombe fatal. Kein arabischer Staat würde es mehr wagen, Frieden mit Israel zu schließen. (András Szigetvari/ DER STANDARD, Printausgabe, 5.5.2008)
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Am Al Quds-Tag in Teheran wird immer Khomeini zitiert, mit seiner "blumigen" Rede von der Auslöschung Israels. Ob von Rafsandjani, Chatami oder Ahmedinedjad.
Die (bezahlten?) Lügner, die von einer Fehlübersetzung Ahmedinedjads schreiben, wissen nicht einmal, dass es sich dabei um eine Drohung von Khomeini handelt, die ständig zitiert wird.
Und man weiß bekanntlich, was Khomeini sagte, ist der Schurken-Mullahkratie heilig. Und da Israel an der Nordgrenze mit der iranischen Hilfstruppe Hassbollah seit zwanzig Jahren kämpft, wird es die iranischen Bemühungen um die Atombombe realistischer einschätzen als seine antizionistischen "Freunde" und Diktaturverehrer hier.
Alle spielten der CFR in d.Hand. Mr.Kissinger zog damals alle Fäden in Syrien-und auch in Israel…
Syrien wurde damals über Russland -mit Hilfe v.Morgan Grenfell (=CFR-Ableger v. Gründungsmitglied J.P.Morgan) mit 3.Mrd.US$ f.Waffennachschub ausgerüstet, Israel in Verhandlungen gedrängt u.Golda Meier mußte z.Gunsten Rabins -Kissingers Protegee- abdanken.
Sharon zerstörte isr.Rechte von innen,d.Libanon wurde wie vereinbart zu Gunsten d.Syrier destabilisiert (orchestriertes Schulbusattentat v.1975 auf christl.Kinder in Beirut, Zusage an Syrien als "Schutzmacht"),der Golan "geteilt",Sinai zurückgegeben u.mit Oslo(wiederum ©CFR) das unseelige Gaza-Abenteuer erschaffen.
Fortsetzung folgt -mit CFR-Mitglied C.Rice- als neuer Totenvogel…
Und der Bestand privater Waffen ist ja auch eher überschaubar im Vergleich zu Nahost-Verhältnissen.
Aber das Szenario ist ja ein etwas anderes.
Wenn also in Österreich gerade ein Bürgerkrieg tobt und eine der Bürgerkriegsfraktionen (sagen wir, Exil-Südtiroler, die gerade aus der Schweiz geschmissen wurden, nachdem sie dort den Präsidenten umbringen wollten) Anschläge in Rom fabriziert, woraufhin Italien einmarschiert, dann dürften tatsächlich mehr private Waffen im Umlauf sein als jetzt.
Natürlich Iraner, Libanesen, Palästineneser und überhaupt alle von da unten - werden als Terroristen geboren.
Dass Umstände einen empfänglich für gewissen Idelogien machen - in diesem Fall die Besetzung des Libanon - kann ja gar nicht sein.
Was erlauben sich denn auch die Labanesen einer ach so humanen, demokratischen, Isralischen Besetzung Widerstand zu leisten?
Israel und der Iran haben beide Schwierigkeiten: Israel raubt der angestammten Bevölkerung immer mehr Lebensraum, verbindet verzweifelte Selbstverteidigung (nicht gewaltfrei) der Palästinenser mit Al Kaida und Iran. Der Iran hat eine unzufriedene Bevölkerung, die Regierung gibt hier wiederum Israel und der USA die Schuld. Einigen sich Israelis und Palästinenser oder wird jetzt bald bedingt durch die Begin-Doktrin prophylaktisch ein A-Bömbchen in der Nähe von Teheran gezündet werden? Doch auch hier kommts nur darauf an, wie man es darstellt: Wir haben die Welt vor den bösen Islamismus gerettet, jetzt dürfen wir die restlichen Palästinenser auch noch aus dem Land graulen.
Niemand auf der Konferenz (auch nicht am Panel Samstag Abend) hat mit Schaum vorm Mund von einem A-Waffen-Angriff auf den Iran fantasiert, wie das suggeriert und von fast allen Postern verstanden wird. Ich kann verstehen, dass Hr. Szigetvari am Sonntag Amüsanteres zu tun hatte, doch nach dem Besuch von 1/5 der Veranstaltung mit pathetischen Überschriften Kriegshetze zu unterstellen ist, gelinde gesagt, anmassend.
Benny Morris hat wie alle anderen Referenten mögliche Szenarien erörtert. Und wenn die iranische Theokratie wie bisher diplomatischen Bemühungen spottet, dann muss man dem Regime klar machen, dass man bereit ist andere Seiten aufzuziehen bereit ist.
Info zu den Referenten:
http://www.stopthebomb.net/de/speakers.php
wir alle können uns von seinem tiefsitzenden rassismus und seiner überzeugung zur atombombe gegen iran alle selbst im interview überzeugen, dass der standard so freundlich war zu veröffentlichen.
alles nur missverstanden, wie strache, der auch nur drei bier bestellen wollte...
gleich mal ein ganzes land auf vermutungen hin mit nuklearen waffen niederbomben. was für ein großartiger humanismus!
aber seien wir uns ehrlich. manche finden es nur oarg, wenn der iran israel vernichten will. aber wenn h.clinton den iran vernichten will (wie im wahlkampf gesagt) oder wenn israel mit atombomben droht, dann ist das für manche sogar verständlich.
ich versteh es nicht. versteh auch nicht warum sich manche noch ob der feindschaft in den bedrohten ländern gegenüber israel wundern.
ich weiß das annähernd.
reden Sie einfach mit den leuten.
schauen Sie (und hören Sie) sich an, was die (v.a. jungen) menschen im Iran bewegt.
das ist nicht ha** auf Is real oder die USA,
sondern die sorge um die zukunft,
ärger über (bzw. wut auf) das regime,
der versuch (trotz der misanthropischen religionswächter) ein wenig freiheit und ein bisserl spaß im leben zu haben....
die menschen von denen SIE sprechen, sind eine kleine fanatisierte minderheit!
…seiner "hochgeheimen" Nuklearanlage in Natanz, während eines Besuches von Präzi Ahmadinejad, am 8.April!
Was von westlichen(was ist dös?) Nuklearexperten als Informations-"Goldmine" bezeichnet wurde, entbehrt nicht einer gewissen Komik, vor allem wenn man die Purzelbäume diverser Schreiberlinge der Presseagenturen ("one size fits all") auf diese Enthüllung(?) betrachtet…
FS3-NACHLESE:
"Verd… clever, diese Iranianer-kommen doch tatsächlich mit Fakten zu einer PR-Schlacht"
http://powerofnarrative.blogspot.com/2008/04/t... nians.html
Also bitte, wenn sie weiter unmenschliche Regime verteidigen wollen, nur weil sie aus einem antiamerikansichen ressentiment heraus glauben, gegen die USA zu sein sei per se antikapitalistisch und gut und richtig, bedenken sie auch folgendes: Israel drohte dem Iran nicht mit der Vernichtung. Der Iran hat das mehrfach getan und nimmt, laut rafsandjani, dafür auch abertausende arabische Opfer in Kauf. Wenn nun dieser Iran auf Beschlüsse der UN pfeift und weiterhin sein angeblich friedliches Atomprogramm fährt, hat Israel JEDES Recht auf diese Bedrohung in dem Ausmaß zu reagieren, die sie für richtig erachtet.
Komisch, wenn man der "unmenschlichen Iranischen Regim" das das Recht auf Atomtechnologie abspricht, jedoch kein Problem mit der Atomprogramm der USA, Israels, Pakistans ... und jetzt neuerdings die Ambitionen der Saudis ... hat.
Bei aller "unmenschlichkeit" der Iranischen Regierung, ist sie doch noch um einiges menschlicher, friedlicher und auch besonnener als eine demokratischen US Regierung oder der Israelischen Regierung.
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