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Die repräsentative Umfrage wurde von Mitte Dezember 2007 bis Anfang Jänner 2008 durchgeführt. Die Autoren räumen allerdings ein, dass Handy-TV zu dieser Zeit medial noch nicht so präsent war und dass die Ergebnisse mittlerweile etwas anders ausschauen würden. Nur knapp drei Prozent der Befragten gab damals an, "sicher" am Handy fernschauen zu werden, elf Prozent werden dies "eher" tun, 22 Prozent wissen es noch nicht, 28 Prozent glauben "eher nicht" und 35 Prozent sind überzeugt, dass es für sie "sicher nicht" infrage kommen wird.
Monatlicher Fixzuschlag erwünscht
Für nur 14 Prozent der Befragten ist ein Wechsel des Mobilfunkers, um TV empfangen zu können, ein Thema. Über 50 Prozent schließen dies dezidiert aus. Für 45 Prozent wäre ein monatlicher "Fixzuschlag" die präferierte Zahlungsvariante. 34 Prozent wollen Sendungen mit Werbeunterbrechungen, aber dafür ohne Gebühren. Der Großteil der Befragten (85 Prozent) kann sich nicht vorstellen, mehr als fünf Euro pro Monat für Handy-TV zu bezahlen. Nur sieben Prozent wären bereit, auch zehn Euro zu akzeptieren.
Sendungen, die nur wenige Minuten dauern, würden den Leuten am ehesten zusagen. Dabei sind Nachrichten am wichtigsten. 26 Prozent wünschen sich Sportsendungen im Programm, 19 Prozent wollen sich Soaps und Serien anschauen. ORF 1 ist der beliebteste Sender: 56 Prozent wollen den Kanal im Programm haben. Mit 37 Prozent rangiert ProSieben an der zweiten Stelle der am meisten gewünschten Sender. Danach kommt mit 33,5 Prozent ORF 2. Weiters folgen VOX, RTL, ATV und MTV.
Handy-TV als Pausenfüller
In Bezug auf die potenzielle Nutzung meinen 28 Prozent, dass sie Handy-TV beim Warten auf öffentliche Verkehrsmittel nutzen würden. Für 22 Prozent wäre der Verkehrsstau eine Gelegenheit und für 18 Prozent längere Autofahrten. 38 Prozent sehen den allgemeinen Nutzen von mobilem Fernsehen in der Überbrückung von Wartezeiten, für 37 Prozent ist das Abrufen von Nachrichten der entscheidende Faktor und 36 Prozent können überhaupt keinen Mehrwert identifizieren.
Eine Mehrheit der Befragten (54 Prozent) gab an, dass sie zu Hause nirgends via Handy fernsehen würde. 21 Prozent können es sich im Garten oder auf dem Balkon vorstellen, 15 Prozent würden es in der Badewanne tun und knapp 14 Prozent auf der Toilette. Zu einem konträren Ergebnis ist vor kurzem eine deutsche Studie gekommen. Handy-TV werde nicht bloß als "Pausenfüller", wenn man unterwegs ist, fungieren. Dem Feldtest zufolge erreichte es am Abend in den eigenen vier Wänden, parallel zur klassischen Primetime des Fernsehens, die höchsten Einschaltquoten. Handy-TV könnte teilweise die "Funktion der Bettlektüre vor dem Einschlafen" übernehmen, heißt es.
Kosten als Hauptgrund
Knapp 70 Prozent der Österreicher sehen in den Kosten einen möglichen Hauptgrund, dass sie nicht via Handy fernsehen werden. Für 47 Prozent könnte der kleine Bildschirm die größte Rolle bei ihrem Nein zu Mobile-TV spielen. Störungen beim Empfang orten 33 Prozent als ein potenzielles Problem.
Das Handy-TV soll bis zum Jahr 2011 weltweit 500 Millionen Zuschauer anziehen und ein Marktvolumen von 20 Milliarden Euro erzielen, prognostizieren Experten. Eine Studie zur Entwicklung der Nutzerzahlen in Österreich geht im "worst case" von rund 700.000 bis zum Jahr 2012 aus. (om)
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